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  • So spielen die Profis, Teil 1: Kauftipps zu Mäusen und Tastaturen
    Quelle: Gigabyte

    So spielen die Profis, Teil 1: allgemeine Kauftipps zu Mäusen und Tastaturen inklusive Marktübersicht

    Gute Mäuse und Tastaturen helfen dabei, in Spielen präzise und schnell agieren zu können. Wir haben einige allgemeine Kauftipps zu Mäusen und Tastaturen vorbereitet und zudem einige empfehlenswerte Modelle beider Produktarten in einer Marktübersicht.

    Mäuse und Tastaturen

          

    Mit höherwertigen Mäusen und Tastaturen habt ihr auch als Hobbyspieler durchaus Vorteile. Ob sich aber teure Modelle lohnen oder eine solide Mittelklasse nicht doch völlig ausreicht, ist eine sehr individuelle Frage. Selbst Profi-Spieler bestehen nicht zwangsweise auf Mäuse, die über 60 Euro kosten, oder Tastaturen, die jenseits der 100 Euro-Grenze zu finden sind.


    Durch Sponsoring sieht man allerdings die Creme de la Creme der Gamer selbstverständlich meist mit den Top-Modellen agieren, was Mäuse und Tastaturen angeht. Für Hobbyspieler, selbst wenn man recht ambitioniert ist, sind aber auch Mäuse ab etwa 30 Euro sehr gut geeignet, bei Tastaturen gilt: wer mit dem Prinzip einer mechanischen Tastatur gut zurecht kommt, sollte für ein ausreichend gutes Modell ab etwa 80 Euro einrechnen - wem Rubberdome (dazu später mehr) reicht, kann es auch bei einer günstigeren Tastatur belassen.

    Tt eSPORTS VentusTt eSPORTS VentusQuelle: ThermaltakeWichtig ist bei beiden Eingabegeräten ohnehin eher das Feeling, welches ihr beim Spielen habt - eine extrem teure Maus kann dabei beispielweise rein subjektiv deutlich schlechter geeignet sein als mach eine günstige Maus, obwohl die teurere Maus vielleicht objektiv ein paar mehr Features und das bessere Datenblatt bietet.

    Makros

          

    Das Thema Makro betrifft sowohl Tastaturen als auch Mäuse. Ein Makro für Mäuse oder Tastaturen ist eine Befehlsfolge, die entweder in der auf dem PC aktiven passenden Maus/Tastatur-Software oder auf einem Chip im Gerät selbst gespeichert wird. Die Befehlsfolge kann dann über die dem Maktro zugewiesene Taste (meistens gibt es hierfür spezielle Makro-Tasten als Zusatztasten) abgerufen werden. Eine solche Befehlsfolge kann zum Beispiel eine Kombination aus mehreren Tastenbefehlen sein, die man auf einer Makrotaste speichert. Drückt man dann die Makrotaste, spart man sich die Mühe, die Tastenkombination selber einzugeben. Nehmen wir beispielsweise an, dass in einem Actionspiel das nacheinander erfolgte Drücken der Tasten W, S, D und erneut D einen Specialmove aktiviert, dann könnte man auf der Makrotaste einfach die Kombination WSDD speichern und den Specialmove durch Drücken der passenden Makrotaste aktivieren. Selbst wenn zwischen den Tastendruck-Aktionen eine zeitliche Pause liegen muss, kann dies verwirklicht werden.

    Denn die meisten makrofähigen Eingabegeräte lassen auch das Speichern von Zeitabständen zu oder bieten eine Art Aufzeichnungsfunktion, bei der über den Zeitraum der Aufzeichnung jede Aktion ähnlich wie bei einem Video gespeichert wird. Ein Vorteil hierbei ist, dass hierbei oftmals Tastaturen auch Mausaktionen mit aufzeichnen können. Man spricht bei einer Makrofähigkeit von Maus oder Tastatur auch der Einfachheit halber allgemein von programmierbaren Tasten. In aller Regel sind hierfür die schon erwähnten Makrotasten vorgesehen, die zusätzlich zum üblichen Layout vorhanden sind.

    Roccat Ryos TKL Pro mit drei unter der Leertaste liegenden Makrotasten, zudem sind alle Tasten programmierbarRoccat Ryos TKL Pro mit drei unter der Leertaste liegenden Makrotasten, zudem sind alle Tasten programmierbarQuelle: RoccatBei einer Tastatur sind diese zusätzlich zu den Buchstaben- und Zahlentasten sowie den F-Tasten vorhandenen Makrotasten meist links an der Tastatur. Manche Tastaturen sehen auch beispielsweise die F-Tasten für die Makros vor, wobei die Makro-Funktion dann über eine Sondertaste erst aktiviert werden muss - ähnlich einer Shift- oder ALT-Taste. Die F-tasten sind dann also mehrfach belegt. Bei Mäusen kann es vorkommen, dass bis auf die beiden Haupttasten alle anderen Tasten auch per Makros programmierbar sind. Manche Mäuse haben zwar nur eine weitere Taste, zum Beispiel für den Daumen - aber es gibt auch Mäuse mit mehr als 10 weiteren Tasten, von denen dann einige oder sogar alle programmierbar sind. Wichtig und in jedem Falle zu beachten ist aber, dass in vielen Spielen, zumindest in deren Online-Modi, Makros untersagt sind. Denn ein Makro kann natürlich auch ein unlauterer Vorteil sein. Stellt euch beispielsweise vor, dass euer Gegner die oft sehr schwierig auszuführenden Specialmoves bei einem Spiel wie Streetfighter einfach per Tastendruck ausführen lässt - dies würde dem Sinn des Spiels komplett widersprechen, bei dem es zwar auch auf Reaktion und die Wahl der korrekten Taktik ankommt, vor allem aber auf Geschicklichkeit und Timing für das korrekte Ausführen der gewünschten Moves. Informiert euch also vorher, ob Makros zugelassen sind, bevor ihr aus einem Spiel verbannt werdet.

    Maus richtig auswählen

          

    Viele Mäuse ab 40 Euro sind bereits als sehr gute Gamermäuse zu bezeichnen. Auch manch ein Modell unter 40 Euro bietet für viele Gamer eine Leistung, die für einige Nutzer als so gut wahrgenommen wird, dass eine teurere Maus kaum mehr einen Vorteil bringt beziehungsweise zwar einen kleinen Vorsprung hat, der aber den Aufpreis nicht wert ist.

    Speedlink Kudos, eine der Mäuse mit GewichtsmagazinSpeedlink Kudos, eine der Mäuse mit GewichtsmagazinQuelle: SpeedlinkDie zu euch passende Maus muss aber zunächst einen extrem wichtigen Punkt erfüllen: eine für euch geeignete Ergonomie. Selbst die laut Tests beste Gamingmaus aller Zeiten wird für einen Spieler völlig ungeeignet sein, wenn sie nicht zu seiner Hand oder der bevorzugten Handstelllung passt. Manche User mit großen Händen wollen trotzdem möglichst kleine Mäuse, manche User mit kleinen Händen suchen sich bewusst besonders große Mäuse aus. Manche mögen eine bucklige Maus, andere eine eher flache Maus. Der eine Nutzer will eine Daumentaste, bei der sein Daumen zum Drücken der Taste gestreckt sein muss, der andere will seinen Daumen lieber angewinkelt nutzen. All diese Dinge lassen sich im Grunde genommen nur umsetzen, indem ihr mehrere Mäuse ausprobiert, und sei es nur pur ohne PC in einem Laden, in dem jeweils ein Exemplar der verfügbaren Mäuse in Regalen zum Probegreifen ausliegen. Unser Tipp: überlegt euch zunächst, welche Features die Maus unbedingt haben sollte. Wollt ihr besonders viele Tasten, oder reicht euch als einzige Sondertaste eine Daumentaste? Wollt ihr Makros nutzen, oder ist dies egal? In welcher Preisregion sollte die Maus liegen? Möchtet ihr eine Maus mit einem Gewichtsmagazin, also eine Maus, deren Gewicht ihr durch das Entfernen kleiner Zusatzgewichte in einem gewissen Rahmen anpassen könnt? Wenn ihr am Ende dann einige Mäuse in die engere Wahl genommen habt, könnt ihr recherchieren, ob und welche Läden in eurer Nähe zumindest einen Teil eurer Auswahl auf Lager haben. Selbstverständlich bleibt euch auch bei einer Versandbestellung meistens (ab 40 Euro Warenwert) die Option einer kostenfreien Rücksendung. Wenn ihr aber die Gelegenheit habt, wäre ein Besuch in Laden in eurer Nähe die unkompliziertere Variante, zumal es ab und an bei Rücksendungen Probleme geben kann beispielsweise wegen Gebrauchsspuren oder einer aufgerissenen Verpackung.

    Maus: dpi-Wert

          

    Für viele ist beim Kauf der dpi-Wert wichtig. Allerdings ist dieser in Wahrheit gar nicht so entscheidend, wie viele denken. Er gibt vereinfacht gesagt eine Art maximale Empfindlichkeit der Maus an - ein höherer Wert bedeutet aber nicht, dass eine Maus präziser und somit besser ist.

    Wenn ihr die Maus um beispielsweise zwei Zentimeter bewegt, dann wird sich bei einem hohen dpi-Wert der Mauscursor weiter bewegen als bei als bei einem kleineren dpi-Wert. Bei einem Egoshooter bedeutet dies, dass ihr das Fadenkreuz schneller bewegen oder euch auch schneller drehen könnt. Allerdings reagiert der Cursor oder das Fadenkreuz bei hohen dpi-Werten schon so empfindlich, dass es für viele bereits zu schnell ist. Vor allem wer sehr präzise den Cursor oder das Fadenkreuz (Stichwort: Sniper-Situation) bewegen will, wird sogar eher einen niedrigen dpi-Wert bevorzugen. Bei Gaming-Mäusen könnt ihr daher in der Regel zwischen mindestens drei verschiedenen Werten über eine Sondertaste hin- und herschalten, die Werte könnt ihr dabei meist mit der Maussoftware selber festlegen. Manche Mäuse haben sogar eine Sniper-Taste, bei der ein sehr niedriger dpi-Wert sofort aktiviert werden kann. Eine Maus sollte aber durchaus einen hohen dpi-Wert unterstützen - allerdings eher, damit ihr selber die Wahl habt. Ab 3000 dpi könnt ihr aber bereits sehr schnelle Cursor-Bewegungen vollziehen. Wer hohe Auflösungen nutzt, sollte sich eher ab 4000 dpi umsehen.

    Tastatur: Rubberdome oder mechanisch?

          

    Viele Jahre war so gut wie jede Tastatur auf dem Markt mit der Rubberdome-Funktionsweise ausgestattet. Entscheidend ist dabei eine flexible Matte aus Gummi oder Silikon, die etliche kleine Kuppeln (Dome = Kuppel) besitzt.

    QPAD MK-70 ProQPAD MK-70 ProQuelle: QpadÜber jeder Kuppel sitzt später dann jeweils die eigentliche Taste. Die Kuppel wird beim herunterdrücken der Taste eingedrückt, so dass auf der Platine ein Kontakt ausgelöst wird, der den Tastenbefehl sendet. Lasst ihr die Taste los, richtig sich die Kuppel wieder auf und schiebt die Taste in die Ausgangsposition zurück. Der Vorteil dieser Methode: die Produktion ist sehr günstig, was auch der Grund dafür war, dass mechanische Tastaturen vom Markt verdrängt wurden. Denn vor dem Zeitalter Rubberdome waren mechanische Tastaturen der Standard. Diese funktionieren wie folgt: unter jeder einzelne Taste ist der eigentliche Taster, und zwar in Form eines kleinen Blocks, in dem eine mechanische Konstruktion verborgen ist. Drückt man den Taster herunter, so wird im Inneren eine Feder und eine Metalllasche bewegt, die einen Stromkreislauf schließt und somit den Tastaturbefehl absendet. Die Feder hebt die Taste dann wieder nach oben, wenn ihr die Taste nicht mehr drückt. Der große Nachteil: die Bauweise ist filigran, für jede Taste wird eine eigene kleine Konstruktion benötigt - sie ist somit teuer. Die Vorteile sind in den letzten Jahren aber gerade im Gamerbereich wiederentdeckt worden, so dass mechanische Tastaturen eine wahre Renaissance erlebten und nun immer beliebter werden - zumindest bei Spielebegeisterten. Eine mechanische Tastatur gibt dem Nutzer nämlich ein viel genaueres Tippgefühl als es bei einer Rubberdometastatur der Fall ist, zudem sind mechanische Tastaturen sehr langlebig. Rubberdome-Modelle sind dies nur scheinbar, denn der Kunststoff der Rubberdomematte leiert mit der Zeit aus und kann spröde werden, so dass die Präzision mit der Zeit immer schwächer wird. Dies fällt zwar vielen Usern kaum auf, da der Verschleiß schleichend erfolgt. Eine mechanische Tastatur hat aber stets eine konstante Funktion. Wichtig sind dabei auch die unterschiedlichen Taster-Typen, zu denen wir auch ein paar Worte verlieren wollen.

    Mechanische Tastaturen: Taster-Typen

          

    Bedingt durch verschiedene Taster-Konstruktionen habt ihr drei grundlegende Taster-Typen zur Wahl. Dies kommt wie folgt zustande: erst wenn ein bestimmter Tastenweg vollzogen wurde, also erst wenn ihr die Taste weit genug hineingedrückt habt, wird der Stromkreislauf geschlossen, so dass der Tastenbefehl gesendet wird. Dies kann schon der Fall sein, bevor die Taste so weit wie möglich, also bis zum Anschlag heruntergedrückt wurde.

    Asus Strix Tactic ProAsus Strix Tactic ProQuelle: rog.asus.comUm den Augenblick, in dem der Tastendruck registriert wurde, zu bestätigen, gibt es die beiden Feedback-Eigenschaften Taktilität und Klickgeräusch. Wenn eine Taste taktil ist, dann spürt ihr einen kleinen Widerstand unmittelbar vor dem Moment, in dem die Taste weit genug heruntergedrückt wurde. Ihr müsst also einen kleinen Widerstand zusätzlich zur Federkraft, die die Taste später in die Ausgangsposition zurückdrückt, überwinden. Zudem kann eine Taste auch durch ein hörbares Klicken bestätigen, dass sie weit genug heruntergedrückt wurde. Es ergeben sich theoretisch vier mögliche Taster-Typen, was das Feedback betrifft: entweder es gibt gar kein Feedback oder eine Taste ist taktil oder sie klickt oder aber sie ist taktil und klickt zudem noch. In der Praxis sind es aber nur drei Taster-Typen, da keine Taster verbaut werden, die ausschließlich Klicken, ohne taktil zu sein, also ohne ein spürbares Feedback wiederzugeben. Der größte und bekannteste Hersteller solcher Taster ist Cherry. Um die Taster-Typen zu unterscheiden, werden Farbcodes verwendet, die wir in folgender Tabelle zusammenfassen wollen. Da inzwischen auch andere Hersteller auf den Zug aufgesprungen sind, aber teilweise andere Farbcodes verwenden, haben wir auch diese passend in die Tabelle eingetragen.

    HerstellerTaktil und KlickenNur taktilkein Feedback
    CherryMX-BlueMX-BrownMX-Red, MX-Black
    RazerGreenOrange 
    KailhBlueBrownRed, Black, Yellow
    Omron/Logitech Romer-G 

    Ein Hinweis am Rande: es gibt neben den Feedback-Klassifizierungen noch weitere Tastentypen mit anderen Farbcodes, die zum Beispiel härtere oder weichere Federn nutzen oder auch kürzere oder längere Tastenwege - wie haben aber nur die Taster aufgeführt, die bei auch in der EU verfügbaren Gamertastaturen relevant sind. Auf der nächsten Seite geht es los mit unser Marktübersicht.

    • Es gibt 17 Kommentare zum Artikel

      • Von Herbboy Community Officer
        Also, ich brauche so alle 4-5 Jahre ne neue, aber das hat AUCH damit zu tun, dass ich nicht sonderlich pfleglich mit denen umgehe. Allerdings ist bei meinen letzten 5 Tastaturen bei 4 auch einfach bei manchen Tasten irgendwann Ende im Gelände gewesen, die haben nur noch bei festem Druck reagiert, wo andere,…
      • Von Bonkic Erfahrener Benutzer
        ich hab seit geschätzten 7 jahren ne logitech g11. die funktioniert auch noch wie am ersten tag, würde ich behaupten.
      • Von Worrel Erfahrener Benutzer
        Zitat von ebug5
        @Worrel: Ich wette mit dir um alles in der Welt, dass es einen spürbaren Unterschied gibt, wenn man deine >13 Jahre alte Rubberdome-Tastatur gegen eine identische neue Tastatur austauscht. Vielleicht merkst du es nicht, aber viele andere würden es merken.
        Damit will…
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1192958
Hardware
So spielen die Profis, Teil 1: allgemeine Kauftipps zu Mäusen und Tastaturen inklusive Marktübersicht
Gute Mäuse und Tastaturen helfen dabei, in Spielen präzise und schnell agieren zu können. Wir haben einige allgemeine Kauftipps zu Mäusen und Tastaturen vorbereitet und zudem einige empfehlenswerte Modelle beider Produktarten in einer Marktübersicht.
http://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/Specials/So-spielen-die-Profis-allgemeine-Kauftipps-zu-Maeusen-und-Tastaturen-inklusive-Kaufempfehlungen-1192958/
24.04.2016
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