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  • Tipps zum Heimkino-Einstieg: Surroundsound, Receiver, LCD-TVs und Beamer
    Quelle: Yamaha

    Tipps zum Heimkino-Einstieg: Surroundsound, Receiver, LCD-TVs und Beamer

    Immer mehr Spieler und Filmfans richten sich ein Heimkino im Wohnzimmer ein, in dem auch ein Spiele-PC eingebunden werden kann. Doch was genau macht ein Heimkino aus? Wir geben euch allgemeine Tipps, die euch über das Thema aufklären und die Auswahl von passenden Komponenten für den Kauf erleichtern sollen.

    In diesem Special wollen wir das Wichtigste, was ihr zum Thema Heimkino wissen solltet, kompakt zusammenfassen. Egal ob es euch um Filme, Serien oder Gaming geht: Mit dem, was unter den Begriff Heimkino fällt, macht Entertainment deutlich mehr Spaß als wenn ihr lediglich auf die Lautsprecher des Fernsehers angewiesen seid. Denn ein wichtiger Punkt beim Heimkino ist der Sound - daher haben wir am Schluss auch einige Beispielzusammenstellungen mit Surroundsound-Hifi-Anlagen vorbereitet.

    Heimkino-Begriff

          

    Was genau ist mit dem Begriff Heimkino überhaupt gemeint? Der Name sagt es im Grunde genommen bereits: Man will ein wenig Kino-Feeling ins heimische Wohnzimmer (oder auch in einen extra dafür vorgesehenen Raum) bringen. Hierzu sind drei Komponenten entscheidend: ein Bildschirm, ein Gerät zur Filmwiedergabe und eine Soundanlage. Klassischerweise ist das Thema ins Rollen gekommen, als zusammen mit der DVD erstmals zu erschwinglichen Preisen auch Surroundsound in die heimischen Wohnzimmer kam, der deutlich mehr Kino-Atmosphäre erzeugt als ein Fernseher mit Stereo-Sound. Denn seit den DVDs ist es kein Problem, ein Surroundsound-Signal mit auf der Disc zu speichern, welches zudem ohne klangliche Verluste digital an einen Verstärker weitergegeben werden kann. Der Verstärker wiederum kann dank mehrerer angeschlossener Lautsprecher Surroundsound erzeugen. Trotzdem spricht man heutzutage auch dann von Heimkino, wenn man nur eine Stereoanlage nutzt, diese aber eine gute Qualität bietet - denn eine solche Anlage kann in der Summe mehr Spaß machen und mehr Kino-Feeling erzeugen als eine günstige Surroundanlage. Ebenso ist es auch nicht verkehrt, eine Soundbar in den Bereich des Heimkino-Zubehörs einzuordnen. Eine Soundbar ist eine platzsparende Lautsprecherbox, die vor dem Fernseher platziert wird und die besonders breit, dafür aber eher flach ist. Auch der Bildschirm ist wichtig für das, was aus einem normalen Fernseherlebnis Heimkino macht.

    Denn mit einem LCD-TV, der nur 24 Zoll groß ist, lässt sich schwer der Begriff Heimkino vermitteln, ohne etwas deplatziert zu wirken. Am Ende ist ein Heimkino zumindest eine ausgewogene Mischung aus einem nicht zu kleinen, ordentlichen Bildschirm sowie einer Hifi-Anlage oder Soundbar, die den Sound im Vergleich zu den TV-Lautsprechern bereits deutlich verbessern. Nach oben sind die Grenzen aber offen: LCD-TVs mit Diagonalen von 60 Zoll und mehr, oder gar Beamer, die eine ganze Wandseite als Leinwand nutzen, sind keine Seltenheit bei Heimkino-Fans. Und wer sich solches Equipment leistet, wird sich in aller Regel nicht nur eine All-in-One-Surroundanlage für 300 Euro ins Haus holen oder sogar lediglich eine Soundbar nutzen. Übrigens, was das Zuspielgerät betrifft: dies kann ein DVD- oder BluRay-Player sein, aber natürlich auch ein Media-Player oder ein PC, der als Player dient und mit dem ihr dann auch Spiele mit tollem Sound auf einem großen Display genießen könnt. Auch Streamingdienste sind selbstverständlich als Bildquelle gestattet, ohne dass die Bezeichnung Heimkino fehl am Platze wäre. Entscheidend ist am Ende: Heimkino ist, wenn für euch persönlich die Atmosphäre im Wohnzimmer mehr in Richtung Kino geht als bei einem kleinen LCD-TV und dessen Lautsprechern.

    Receiver oder Receiver?

          

    Beim Thema Heimkino und Fernseher wird gerne der Begriff Receiver verwendet, und zwar teilweise für zwei verschiedene Produkte, die man klar trennen muss. Zunächst einmal bedeutet Receiver nichts anderes als Empfänger - beim Football ist es der Spieler, der den Pass der Quaterbacks empfängt, und im Audio-Video-Sektor geht es um das Empfangen von Rundfunksignalen. Hierbei gibt es zwei wichtige Arten von Receivern: zum einen die TV-Receiver, die das Fernsehsignal eures Kabelanschlusses oder eurer Satellitenschüssel empfangen und es in Bild und Ton für euren Fernseher umwandeln.

    AV-Surround-Receiver: Marantz SR6010AV-Surround-Receiver: Marantz SR6010Quelle: Marantz Moderne Fernseher haben die passenden Receiver bereits eingebaut, aber es gibt auch externe TV-Receiver - vielleicht benötigt ihr beispielsweise einen zweiten Receiver, um einen Sender zu sehen, während ihr über den Receiver des TV-Gerätes einen anderen Sender aufnehmt. Ebenfalls extern sind aus technischen Gründen bisher noch die Empfangsgeräte für reine IP-TV-Angebote, beispielsweise Entertain von der Telekom. Die zweite Art von Receivern sind die aus dem Audio-Bereich. Hierbei handelt es sich um Empfangsteile, die für den Radioempfang gedacht und Teil eines Verstärkers sind. An einen Verstärker schließt man wiederum Lautsprecher an, die den Ton übernehmen. Früher war jedem Hifi-Fan klar: Wenn von einem Receiver die Rede war, dann meinte man einen Stereo-Verstärker mit Radio-Empfangsteil. Inzwischen aber verwendet man den Begriff Receiver in der Regel für einen AV-Surround-Receiver oder auch kurz: AVR. Dies ist ein Verstärker, den man nicht nur für Stereo, sondern in der Regel auch für bis zu fünf oder sieben Lautsprecher plus Subwoofer nutzen kann, um Surroundsound zu genießen. Zudem hat ein solcher AVR auch Funktionen rund um den Anschluss von Geräten zu bieten, die mit der Bilddarstellung zu tun haben. Daher rührt das Kürzel AV, denn dieses bedeutet nichts anderes als Audio-Video.

    An einen modernen AVR kann man nämlich nicht nur Audiogeräte wie beispielsweise einen CD-Player anschließen, sondern per HDMI auch DVD- und BluRay-Player, PCs, TV-Receiver, Spielekonsolen und mehr. Der AVR verwertet dann das Soundsignal des angeschlossenen Gerätes und kann das Bild wiederum an einen Fernseher, Monitor oder Beamer weiterleiten. Zudem kann man auch die Optionsmenüs des AVRs oder auch einen im AVR eingebauten Mediaplayer auf dem angeschlossenen Bildschirm anzeigen lassen. Die Radiofunktionen, wegen derer ein AVR überhaupt erst seinen Namen hat, rücken aber in heutigen Zeiten immer mehr in den Hintergrund. Wichtig zu wissen ist also, dass es im Heimkino-Bereich zwei Arten von Receivern gibt und man aufpassen muss, von welchem nun genau die Rede ist: vom TV-Receiver (der übrigens in der Regel auch Radiosender empfangen kann) oder vom Audio-Video-Surround-Receiver, dem AVR. Mehr zu AVRs erfahrt ihr später, wenn es um das Thema Sound beim Heimkino geht.

    LCD-TVs

          

    Die üblichen Computermonitore sind für einen Sitzabstand von maximal etwa bis zu einem Meter gedacht, denn im 16:9-Format (welches für Fernsehen und Filme der Standard ist) ist bei 30 bis 32 Zoll Schluss, was das Angebot an sinnvoll verwendbaren Monitoren angeht. Bei dem, was darüber hinaus geht, handelt es sich um Exoten, die auch in Sachen Preis-Leistung nicht zu empfehlen sind. Ab 30 bis 32 Zoll ist es daher sinnvoller, einen LCD-TV zu nehmen, sofern dies nicht ohnehin der Fall ist, da ein Heimkino-Setting ja meist im Wohnzimmer aufgebaut wird, also der klassischen Domäne von Fernsehgeräten.

    Philips 48PFK6300Philips 48PFK6300Quelle: Philips Und auch für kleinere Heimkino-Settings in kleineren Räumen, wo eine Bildschirmdiagonale unter 32 Zoll ausreicht, kann es abhängig von euren Bedürfnissen ebenfalls sinnvoller sein, einen LCD-TV anstelle eines Monitors zu nehmen. Doch was gibt es beim Kauf eines LCD-TVs zu beachten? Falls ihr den Bildschirm auch für den normalen Fernsehempfang nutzen wollt, dann achtet darauf, dass der LCD-TV die nötigen TV-Receiver eingebaut hat. Zwar bieten inzwischen so gut wie alle Fernsehgeräte die drei wichtigen Empfangsarten DVB-T, DVB-C und DVB-S. Aber manchen Modellen fehlt einer der Standards - oder der Standard wird angeboten, aber in einer veralteten Form. So wird DVB-T (Empfang per Antenne) mehr und mehr von DVB-T2 abgelöst - und auch beim SAT-Empfang DVB-S sollte man darauf achten, dass DVB-S2 unterstützt wird. Ansonsten ist nämlich eventuell ein zusätzlicher TV-Receiver nötig. Dieser ist übrigens ohne erforderlich, wenn ihr euer TV-Programm von einem Festnetz-Telefonanbieter bezieht (beispielsweise Entertain von der Telekom), da bisher noch keine LCD-TVs ein passendes Empfangsteil eingerichtet haben. Hilfreich ist auch das Feature ARC (Audio Return Channel), sofern ihr den Sound von Fernsehsendern über einen AVR ausgeben wollt, der ebenfalls ARC beherrscht. Denn mit ARC kann der Ton des TVs über das HDMI-Kabel zum AVR übertragen werden.

    Was die Anzahl an HDMI-Eingängen des LCD-TVs angeht: wenn ihr einen AVR nutzt, reicht eigentlich ein einziger HDMI-Eingang aus. Zwei oder drei verfügbare HDMI-Eingänge schaden aber nicht, zum Beispiel wenn ihr eventuell auch mal ohne großes Tamtam und ohne Nutzen einer Surroundanlage beispielsweise ein Notebook anschließen wollt. Spezielle LCD-TV-Modelle als Kauftipp können wir an dieser Stelle nicht nennen, denn hier gibt es sehr viele Dinge zu beachten, die individuell verschiedenen sind: wie hoch ist das Budget? Welche Größe ist gewünscht? Ist 4K statt Full-HD ein Thema? Allein diese drei Faktoren führen schon zu unterschiedlichen Ratschlägen: Der eine will unbedingt ein möglichst großes Display, der nächste greift auch gerne zu fünf Zoll weniger Displaydiagonale wenn die Bildqualität dadurch deutlich besser ist. Speziell bei 4K ist zudem ohnehin fraglich, ob man bereits jetzt zugreifen sollte. Denn oftmals bekommt ihr ein sehr gutes Full-HD-Display in einer Preisklasse, in der zwar der 4K-Einstieg möglich ist, ihr aber mit eher schwachem Bild und eventuell sogar träger Reaktion und somit gerade fürs Gaming unschönem Spieleerlebnis zurechtkommen müsst. Und beim Spielen in 4K müsst ihr zudem mit nur etwa einem Drittel der FPS-Werte (Bilder pro Sekunde) rechnen, die ihr mit Full-HD nutzen könnt. Informiert euch also vor dem Kauf genau, vor allem wenn es auch um Gaming geht.

    Beamer

          

    Vor allem wer einen separaten reinen Heimkino-Raum zur Verfügung hat, spielt sicher mit dem Gedanken, einen Beamer zu nutzen. Mit einem Beamer kann das Kino-Erlebnis natürlich noch authentischer werden, denn sofern der Raum nicht zu kurz ist, lässt sich problemlos ein Bild von beispielsweise 2 mal 3,5 Metern Größe auf die (Lein)Wand zaubern, was bei einem Sitzabstand von drei bis vier Metern einem Kinosaal nahekommt. Natürlich ist es dabei ratsam, einen Beamer zu wählen der Full-HD unterstützt.

    BenQ TH681 Full HD BeamerBenQ TH681 Full HD BeamerQuelle: BenQ Es geht mit passenden Modellen bei knapp 500 Euro los, etwa die Hälfte der aktuell verfügbaren Full-HD-Beamer kostet über 1.000 Euro. Zu Beamern gibt es aber auch einige Details abseits der Auflösung zu beachten. Zum einen kann je nach Modell die Kühlung per Lüfter deutlich hörbar sein, eventuell also stören. Außerdem haben die Lampen, die das Bild an die Leinwand projizieren, eine begrenzte Lebensdauer und kosten je nach Modell durchaus auch bis zu mehreren Hundert Euro. Es handelt sich zwar bei der Lebensdauer in aller Regel um mindestens 2.000 Stunden, was für beispielsweise 20 Jahre ausreichen würde, wenn ihr den Beamer pro Woche 10 Stunden lang nutzt (zum Beispiel drei Stunden Fußball am Samstag sowie über die Woche verteilt drei bis vier Spielfilme). Aber trotzdem muss man sich der begrenzten Lebensdauer der Lampen bewusst sein und auch bedenken, dass für das ausgewählte Beamermodell eventuell in einigen Jahren kein Ersatz mehr verfügbar ist. Ebenso kann eine Lampe manchmal auch vor Erreichen der angegebenen Lebensdauer kaputtgehen.

    Auch was die Bilddiagonale betrifft muss man sich genau informieren - einige Modelle sind nur für Werte unter drei Metern geeignet. Drei Meter würden einer Fläche von etwa 1,5 Metern (Höhe) mal 2,6 Metern (Breite) entsprechen. Ebenfalls wichtig: der Standort des Beamers. Ein gewisser Abstand zur Leinwand ist sinnvoll, aber natürlich darf er auch nicht so platziert werden, dass Zuschauer im Weg des projizierten Lichts sitzen. Im Zweifel ist also eventuell eine Montage an der Decke nötig. Und auch der Strombedarf sollte nicht unterschätzt werden: viele Modelle verbrauchen im Betrieb über 300 Watt.

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Immer mehr Spieler und Filmfans richten sich ein Heimkino im Wohnzimmer ein, in dem auch ein Spiele-PC eingebunden werden kann. Doch was genau macht ein Heimkino aus? Wir geben euch allgemeine Tipps, die euch über das Thema aufklären und die Auswahl von passenden Komponenten für den Kauf erleichtern sollen.
http://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/Specials/Heimkino-Surroundsound-Receiver-LCD-TVs-und-Beamer-1211564/
30.10.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/10/BenQ-TH681-Full-HD-Beamer-pc-games_b2teaser_169.jpg
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