Gaming-PC-Test: Mainstream-Monster Captiva G19 18V1 mit GTX 1080 Ti und Core i7-8700K

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Special Antonio Funes - Autor
Captiva G19 18V1
Quelle: Captiva

Mit dem Captiva G19 18V1 haben wir einen Komplett-PC für knappe 2000 Euro getestet, der im High-End-Bereich anzusiedeln und mit den stärksten aktuellen Mainstream-Komponenten ausgestattet ist. Mit an Bord des Gaming-Monsters ist eine Nvidia GTX 1080 Ti und ein Core i7-8700K, 16 Gigabyte DDR4-RAM, auch Windows 10 befindet sich im Lieferumfang.

Komplett-PC Captiva G19 18V1

Nicht jeder möchte seinen PC selber zusammenbauen. Daher schauen sich viele Gamer auch auf dem Markt der Komplett-PCs um. Nicht selten bezahlt man aber überhöhte Preise oder bekommt anstatt eines angeblichen High-End-PCs nur einen Computer, der von uns in einer Kaufberatung mit Mühe und Not das Label "Mittelklasse" erhalten würde.

Wir haben uns nun einen Komplett-PC von Captiva genauer angesehen, den Captiva G19 18V1. Der aktuell für 1999 Euro - inklusive Windows 10 (64 Bit) - erhältliche Bolide stellt das Spitzenmodell von Captiva da und kann online über mehrere Händler, unter anderem Aerosoft, Nexoc, Amazon, Expert sowie seit kurzem auch über Saturn und MediaMarkt bezogen werden. Was die technischen Daten angeht, so steht ein waschechter High-End-Gaming PC vor uns. Denn sofern man nicht in den Bereich der absoluten Enthusiasten-Komponenten vordringt, hat Captiva dem G19 18V1 eine Top-Kombination aus CPU und Grafikkarte verpasst.

Hardwaredaten

Für die Grafikleistung sorgt eine Nvidia GeForce GTX 1080 Ti, die schnellste GeForce-Grafikkarte der aktuellen Pascal-Generation. Das im Captiva-PC verwendete Modell kommt von Palit und bietet mit 11 Gigabyte GDDR5-RAM somit mehr als genügend Speicher für eine 4K-Auflösung. Auch bei der CPU lässt sich Captiva nicht bitten: der Intel Core i7-8700K ist die derzeit stärkste Mainstream-CPU von Intel, arbeitet mit sechs Kernen und kann bis zu 12 Threads gleichzeitig verwalten. Der Prozessor taktet standardmäßig mit 3,7 Gigahertz, im Boost sind es bis zu 4,7 Gigahertz. Mit dem MSI Z370-A Pro als Mainboard steht der CPU zwar keine High-End-Übertakter-Platine zur Verfügung.

Captiva G19 18V1: Blick ins Innere bei Betrieb Quelle: Captiva Captiva G19 18V1: Blick ins Innere bei Betrieb Wer übertakten möchte, kann dies mit dem Mainboard aber problemlos tun, auch wenn die Taktgrenzen etwas niedriger liegen dürften als bei einem rassigen Edel-Mainboard. 16 Gigabyte DDR4-RAM, verteilt auf zwei Riegel, runden das Leistungspaket ab. Als Festspeicher bilden eine SSD von Crucial mit 250 Gigabyte sowie eine Festplatte mit 1000 Gigabyte Kapazität ein gutes Duo. Auf der SSD befindet sich das vorinstallierte Windows 10, es bleiben also knapp 200 Gigabyte für die Spiele übrig, bei denen Euch schnelle Ladezeiten wichtig sind.

Gehäuse und Lüfter

Das Gehäuse stammt von LC Power und lässt durch ein Seitenfenster aus Acryl jederzeit ein Blick auf das Innere des PCs zu. Ein großer Teil der Front besteht ebenfalls aus Acrylglas, in das auch ein Captiva-Schriftzug eingraviert ist. Power- und Resetschalter liegen links und rechts im oberen Drittel der Front und können leicht miteinander verwechselt werden.

Captiva G19 18V1: oberer Frontbereich mit Schaltern und Audio- sowie USB-Ports Quelle: Captiva Captiva G19 18V1: oberer Frontbereich mit Schaltern und Audio- sowie USB-Ports Oben mittig im Frontbereich sind zwei USB3.0-Ports sowie Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon platziert. Captiva hat insgesamt fünf Gehäuselüfter verbaut, die allesamt eine schicke ringförmige LED Beleuchtung besitzen. Vorne sind es drei Lüfter, hinzu kommen je einer hinten und oben. Die Lüfter sind miteinander gekoppelt und können per mitgelieferter Fernbedienung angesteuert werden. Zum einen lässt sich deren Geschwindigkeit ändern, zum anderen könnt ihr aber auch die LED-Farbe bestimmen sowie zahlreiche Effekte wie Farbwechsel oder pulsierende Lichteffekte aktiveren. Für die CPU ist ein Xilence M704-RGB-Kühler verbaut, der für extreme Übertaktungsexperimente ein wenig zu schwach ist, seinen Dienst aber ansonsten zuverlässig erledigt. Die Palit GTX 1080 Ti wird von zwei Lüftern versorgt, zudem leuchtet ein Palit-LED-Logo durch das Seitenfenster hindurch. Da das Gehäuse keinen Schacht für ein CD-Laufwerk hat, liefert Captiva einen externen DVD-Brenner mit.

Verarbeitung und Lautstärke

Der PC wurde sorgsam und sauber zusammengebaut - Netzteil, Festplatte und einige Kabel verbergen sich unter einer Abdeckung, die in etwa das untere Viertel des Gehäuseinneren einnimmt.

Captiva G19 18V1: Ansicht bei entferntem Seitenteil Quelle: Captiva Captiva G19 18V1: Ansicht bei entferntem Seitenteil Was die Lautstärke des PCs angeht: wählt man die langsamste Lüftergeschwindigkeit, so ist der PC sehr leise. Bei anspruchsvollen Spielen drehen die Lüfter der Grafikkarte und der CPU ihre Lüfter mit einem relativ hohen Ton auf, was aber im annehmbaren Rahmen bleibt. Trotzdem kann es gut sein, dass Euch die Art des Geräusches so sehr stört, dass ihr die Gehäuselüfter lieber auf eine schnellere Stufe umstellt, da deren etwas tieferes Laufgeräusch euch möglicherweise eher zusagt. Insgesamt dürfte aber ein normaler Gamessound die Lüfter ohnehin in den Hintergrund rücken lassen, erst Recht falls ihr per Headset spielt. Ein echter Silent-PC ist der Captiva G19 18V1 also nicht, er wird aber auch nicht als solcher beworben. Kommen wir aber nun zum Wichtigsten: wie sieht die Leistung aus?

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  1. Seite 1 Gaming-PC Captiva G19 18V1: Technische Eckdaten, Gehäuse und Verarbeitung
  2. Seite 2 Gaming-PC Captiva G19 18V1: Spieleleistung, Lautstärke und Fazit
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Der PC würde ja nicht teurer werden, ich schrieb ja im 2000 Euro PC erwarte ich bei dem Preis ein BR Laufwerk.

        Und mit jüngere meinte ich die ganzen Jungs, die gar keinen TV haben sondern in ihrer Bude (sei es bei Eltern oder Studentenwohnheim, WG, etc.) eben auf dem PC schauen. Die sehen naturgemäß Filme auf dem Rechner.
        Gerade die werden aber zum weitaus größten Teil die Filme als Stream schauen und keine BDs oder gar UDHs kaufen gehen... Das hab ich doch eben schon ausführlich geschildert.

        Zitat

        Sicher, wer einen großen LCD TV im Wohnzimmer hat und Filmfan ist der wird da die passende Soundanlage haben und sich schon von der Optik her lieber einen Standalone BR Player dort hinstellen.
        Wer sich so einen PC leisten kann, der wird auch schon längst einen BD-Player haben, falls er denn Filme auf Disc schaut ;)

        Zitat

        Der ist aber nicht Kundenkreis von so einem hipp designten Gamer PC, der würde wenn dann woanders stehen und was spricht dagegen, wenn dann auch in dem Zimmer direkt auf dem PC BR geschaut werden kann?
        "Dagegen" spricht nichts, außer eben dass der PC dann teurer würde. Jedes Teil, das nicht unbedingt die klare Mehrheit der Kunden braucht, ist halt tendenziell unnötig. Wenn der PC zB BD, WLAN und noch nen Cardreader dabei hätte, würden viele Kunden sagen "brauch ich alles nicht - dann such ich mir lieber nen günstigeren PC, der den Kram nicht hat." - und ich bin sicher, dass die wenigsten wirklich unbedingt am PC BD-Discs schauen wollen. Wenn doch, kaufen sie halt ein LW dazu, oder einen Player, falls sie noch keinen haben (was sehr seltsam wäre - man fängt ja nicht erst nach einem PC-Kauf plötzlich an, unbedingt BDs schauen zu wollen...)
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Der PC würde ja nicht teurer werden, ich schrieb ja im 2000 Euro PC erwarte ich bei dem Preis ein BR Laufwerk.

        Und mit jüngere meinte ich die ganzen Jungs, die gar keinen TV haben sondern in ihrer Bude (sei es bei Eltern oder Studentenwohnheim, WG, etc.) eben auf dem PC schauen. Die sehen naturgemäß Filme auf dem Rechner.
        Gerade die werden aber zum weitaus größten Teil die Filme als Stream schauen und keine BDs oder gar UDHs kaufen gehen... Das hab ich doch eben schon ausführlich geschildert.

        Zitat

        Sicher, wer einen großen LCD TV im Wohnzimmer hat und Filmfan ist der wird da die passende Soundanlage haben und sich schon von der Optik her lieber einen Standalone BR Player dort hinstellen.
        Wer sich so einen PC leisten kann, der wird auch schon längst einen BD-Player haben, falls er denn Filme auf Disc schaut ;)

        Zitat

        Der ist aber nicht Kundenkreis von so einem hipp designten Gamer PC, der würde wenn dann woanders stehen und was spricht dagegen, wenn dann auch in dem Zimmer direkt auf dem PC BR geschaut werden kann?
        "Dagegen" spricht nichts, außer eben dass der PC dann teurer würde. Jedes Teil, das nicht unbedingt die klare Mehrheit der Kunden braucht, ist halt tendenziell unnötig. Wenn der PC zB BD, WLAN und noch nen Cardreader dabei hätte, würden viele Kunden sagen "brauch ich alles nicht - dann such ich mir lieber nen günstigeren PC, der den Kram nicht hat." - und ich bin sicher, dass die wenigsten wirklich unbedingt am PC BD-Discs schauen wollen. Wenn doch, kaufen sie halt ein LW dazu, oder einen Player, falls sie noch keinen haben (was sehr seltsam wäre - man fängt ja nicht erst nach einem PC-Kauf plötzlich an, unbedingt BDs schauen zu wollen...)
      • Von Spiritogre Mitglied
        Der PC würde ja nicht teurer werden, ich schrieb ja im 2000 Euro PC erwarte ich bei dem Preis ein BR Laufwerk.

        Und mit jüngere meinte ich die ganzen Jungs, die gar keinen TV haben sondern in ihrer Bude (sei es bei Eltern oder Studentenwohnheim, WG, etc.) eben auf dem PC schauen. Die sehen naturgemäß Filme auf dem Rechner.

        Sicher, wer einen großen LCD TV im Wohnzimmer hat und Filmfan ist der wird da die passende Soundanlage haben und sich schon von der Optik her lieber einen Standalone BR Player dort hinstellen. Der ist aber nicht Kundenkreis von so einem hipp designten Gamer PC, der würde wenn dann woanders stehen und was spricht dagegen, wenn dann auch in dem Zimmer direkt auf dem PC BR geschaut werden kann?
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Sehe ich anders, gerade im Kinderzimmer bzw. der Studentenbude macht ein PC als Allround-Multimedia-Gerät, das auch zum TV schauen genutzt wird
        Aber nicht zwingend auch für DATENTRÄGER. Gerade bei jüngeren gingen die Verkäufe an DVDs/BDs extrem zurück, VoD ist massiv auf dem Vormarsch, zumal es sowieso ein völlig widersprüchliches Argument ist, dass es ausgerechnet um Kinder und Studenten gehen könnte: beide haben nicht grad so viel Kohle, warum sollten die dann auch noch BD kaufen statt DVD, oder gar UHD? Das ergibt Null Sinn. Vielen jüngeren ist die Optik sogar rel. wurscht, die schauen auf einem 10-Zoll-Tablet am Küchentisch GoT…

        Zitat
        Ich habe ja selbst im Wohnzimmer mein Notebook als Mediencenter am PC.
        ich sag ja nicht, dass das keine Sau macht ;) Ich kenne etliche Leute, die gerne Filme auf DVD nud BD schauen, aber alle bevorzugen einen kleinen Standalone-Player, niemand wirft dafür seinen PC an bzw. will einen dafür im Wohnzimmer stehen haben (und für Netzwerk-Übertragung sind die viel zu sehr Laien). Viele meiner Bekannten wechseln zu VoD, weil es einfach bequemer ist, viele auch per Abo-Dienst, weil die mehr als genug Material für die Zeit liefern, in der die Leute überhaupt genug Zeit für Filme/Serien haben. Die sind alle heilfroh, dass sie keine Datenträger brauchen.

        Zitat
        Und nicht jeder ist Konsolenzocker und ein extra BD oder UHD Player kostet eben auch einiges.
        ne Xbox kostet 200€, das ist billiger als viele Player, die bis vor kurzem deutlich teurer als eine Xbox waren, und wer den passenden Bildschirm hat, der muss eh nicht um 50€ mehr oder weniger feilschen ;)

        Zitat

        . Aber im Konsolenbereich wird der Großteil der großen Spiele immer noch Retail verkauft.
        das liegt aber vor allem daran (falls es überhaupt stimmt), dass du das Game dann auch an Bekannte verleihen und wieder verkaufen kannst. Bei PC-Games ist das ja schon länger kaum möglich, kaum einer legt noch die DVD ein, falls er Retail kauft, sondern gibt direkt den Steamcode ein.

        Zitat

        Sicher wird es einige Leute geben, die keine einzige Musik-CD oder keine einzige DVD / BR mehr kaufen sondern alles nur noch digital haben. Ich kenne allerdings niemanden persönlich, der wenn er Filme kauft, nicht nur leiht, da nicht doch gerne einen Datenträger mit Packung hat. Ähnlich bei Musik, die Dudelmusik für zwischendurch läuft im Abo oder wird meinetwegen von iTunes geladen, wer aber richtiger Fan eines Künstlers ist holt sich gerne noch die CD.
        ich auch - aber BD am PC? Wozu? Ich kenne keinen mit einem ordentlichen TV, der dafür nicht lieber einen BD-Player nutzt.

        So oder so: selbst wenn hochgegriffene 20% gern am PC BDs schauen würden, kann ein PC-Anbieter nicht nur deswegen dann den PC 50€ teurer machen oder will dafür dann vlt zb nur nen 8700 statt 8700K einbauen. Wenn das mit BD ach so wichtig ist, kauft sich halt ein BD-Laufwerk nach. So what?
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Und ich bin sicher, dass vergleichsweise nur sehr wenige sich BD oder gar UHD-Filme kaufen und die dann am PC schauen würden. Wer das unbedingt will, kauft sich halt ein passendes LW oder direkt ne Xbox. Aber wegen der paar Leute aus der Zielgruppe "Gamer" dann den PC um 70-100€ teurer machen? Das macht keinen Sinn. Da greifen dann ein paar Leute aus DEM Grund zu, aber viele andere sehen den Aufpreis nicht ein und wenden sich ab.
        Sehe ich anders, gerade im Kinderzimmer bzw. der Studentenbude macht ein PC als Allround-Multimedia-Gerät, das auch zum TV schauen genutzt wird Sinn und ist denke ich kein so seltenes Szenario. Ich habe ja selbst im Wohnzimmer mein Notebook als Mediencenter am PC. Und nicht jeder ist Konsolenzocker und ein extra BD oder UHD Player kostet eben auch einiges.
        Durch die PC Plattform kann man halt ALLES abspielen und die Nutzung ist in der Regel schneller und stabiler als über TV Fernbedienung bei diesen Fire-TV Sticks oder Chromcast, die einen eben ja auch arg bei den Möglichkeiten einschränken.
        Dass die Industrie durch ihre Angst vor Kopien die BR-Nutzung am PC so arg unbequem gemacht hat, ist einer der Gründe, warum das einen Dämpfer bekam.

        Zitat von shaboo
        Da machst Du es Dir aber ein bisschen sehr einfach, das auf die angebliche Dummheit der Industrie zu schieben.
        ...

        Phyische Datenträger sind - so sehr man das persönlich auch bedauern mag - einfach am Aussterben und werden auch nur von den Wenigsten vermisst. Fehlende optische Laufwerke im Auto, im Desktop-PC und anderswo sind dafür ziemlich offensichtliche Belege.
        Zunächst hat die Industrie ihre Kunden in den vergangenen Jahren natürlich gut erzogen, weniger Rechte, unglaubliche Abhängigkeit.
        Allerdings lässt sich im Spielebereich nicht sagen, dass so pauschal mehr (monetär) als Download verkauft wird. Da geht viel über die ganzen Sales. Aber im Konsolenbereich wird der Großteil der großen Spiele immer noch Retail verkauft.

        Der PC hat hier halt eine Ausnahmerolle, weil er als große Raubkopieplattform immer schon sehr argwöhnisch von den Publishern beäugt wurde. So nahmen die Publisher Steam halt gerne an, tatsächlich auch, weil es für sie kosten spart. Und durch die Sales, wo Spiele eben nach einigen Monaten oft sehr günstig zu kriegen sind, hat sich das Thema mit den illegalen Kopien sicher auch erheblich entschärft.

        Sicher wird es einige Leute geben, die keine einzige Musik-CD oder keine einzige DVD / BR mehr kaufen sondern alles nur noch digital haben. Ich kenne allerdings niemanden persönlich, der wenn er Filme kauft, nicht nur leiht, da nicht doch gerne einen Datenträger mit Packung hat. Ähnlich bei Musik, die Dudelmusik für zwischendurch läuft im Abo oder wird meinetwegen von iTunes geladen, wer aber richtiger Fan eines Künstlers ist holt sich gerne noch die CD.

        Bei mir ist es so, ich habe in meinen digitalen Bibliotheken locker über 1000 Games auf dem PC. Auf den einzelnen Konsolenplattformen habe ich nur so ja 20 bis 80 Titel die dafür (großteils) Retail. Wenn man mich fragt, welche Sammlung mir lieber und wertvoller ist, dann muss ich leider sagen, eindeutig die physischen Sammlungen. Es ist eben etwas anderes ein Produkt physisch zu haben als es eben nur digital konsumieren zu können.
      • Von shaboo Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Spiritogre
        Das ist ja umgreifende Dummheit der Industrie, die es vergeigt hat durch Software und Hardware BR auf dem PC interessant zu machen. Viele, wie ich, nutzen ihren PC aber eben doch auch noch mal für physisch gekaufte Datenträger als allumfänglichen Mediencenter und lassen sich nicht so gerne Zwangs-Beschränken.
        Da machst Du es Dir aber ein bisschen sehr einfach, das auf die angebliche Dummheit der Industrie zu schieben.

        Zum Einen bedeutet Download/Streaming-Only nun mal deutlich weniger Aufwand in der Produktion und in der Logistik als Retail. Das bedeutet geringere Kosten, höhere Gewinne und besitzt zumindest das Potential, sogar ökologisch nachhaltiger zu sein. Daran ist erst mal wenig dumm.

        Zum Anderen waren es vor allem die Spieler, die sich seit Steams Durchbruch mit Half-Life 2 zunehmend von Retail entfremdet haben, unter anderem weil eine Steam-Bibliothek nun mal null physischen Platz benötigt. Du brauchst Dir doch nur mal die zahlreichen Meinungen von PCG/PCGH/GameStar/4players-Foristen der letzten Jahre anzuschauen, die mehrheitlich in die Richtung "Ich mülle mir mein Zuhause nicht mehr mit Spielepackungen voll." gehen. Und wird reden hier bereits von größtenteils leidenschaftlichen und häufig auch langjährigen Spielern, denen schon aus Sammlergründen eher eine größere Sympathie für Retail zugetraut werden kann als dem Rest der Welt, dem Retail noch viel gleichgültiger sein dürfte! Bei Filmen sieht's mit Netflix, Amazon Prime und Co. ja kaum anders aus. Musik dito.

        Phyische Datenträger sind - so sehr man das persönlich auch bedauern mag - einfach am Aussterben und werden auch nur von den Wenigsten vermisst. Fehlende optische Laufwerke im Auto, im Desktop-PC und anderswo sind dafür ziemlich offensichtliche Belege.
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