Gothic 3: Götterdämmerung im PC Games-Test
Quests und Dialoge folgen dem vertrauten Gothic-Schema, erreichen auch meist eine ordentliche Qualität, aber eben nicht die des Hauptspiels oder gar die der Vorgänger. Der Held, kaum aus dem Bett gekrabbelt, bekommt sofort eine Quest übertragen: "Erledige Aufträge im Dorf Silden und sammle fünf Empfehlungsschreiben." Eine lieblose, weil kaum in die Story eingebettete Kette an Botengängen ist die Folge; man arbeitet sie mechanisch und oft auch ziellos ab. Götterdämmerung ignoriert nämlich die vielen Komfort-Funktionen moderner Rollenspiele: Das Questlog ist undurchsichtig, die Karte nutzlos und der Kompass zeigt zwar brav den Norden, aber eben kein Questziel an.
Der Held tritt überraschend arrogant und kampfeslustig auf – in Hinweis auf den Schluss des Spiels, der zu Arcania überleitet.
Das mag für Gothic typisch sein, doch gut finden muss man es deshalb noch lange nicht. Am Kampfsystem wurde dezent gefeilt, es wirkt etwas geschmeidiger: Der Ausdauerbalken sinkt, sobald man Hiebe austeilt oder mit dem Schild abblockt, weshalb man nun häufig ausweichen sollte. In der Praxis gleichen die Prügeleien aber immer noch einem Gefuchtel: Manche Wildtiere führen ihre Attacken derart schnell aus, dass kaum eine Chance zur Gegenwehr bleibt. Schwer bewaffnete Gladiatoren in der Dorfarena kloppt man dafür locker mit einem Zahnstocher aus den Latschen - schon seltsam.
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Bin ich der einzige dem aufgefallen ist, dass in der Box auf Seite 64 "Die Bugs in Gothic 3 : Götterdämmerung" in der Aufzählung auch "Keine Abstürze!"…
Pro:
+Gothic 4 kann nicht schlechter werden