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Krasser als Call of Duty: Black Ops: Bug-Alarm bei PC-Releases

28.11.2010 18:00 Uhr
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Hohen Wertungen und fantastischen Verkaufszahlen zum Trotz - Call of Duty: Black Ops gerät aufgrund von Bugs in der PC-Version in die Kritik. Spieler klagen über unzählige Bugs und technische Probleme. Kein Einzelfall, wie unser Artikel zeigt. PC Games stellt Ihnen nachfolgend weitere holprige PC-Launches vor.

Krasser als Call of Duty: Black Ops: Bug-Alarm bei PC-Releases Der Erfolg hat einen Namen. Der Ego-Shooter Call of Duty: Black Ops spielte binnen fünf Tagen rund 650 Millionen US-Dollar ein und übertraf damit selbst die kühnsten Erwartungen der Analysten. Bei diesen fantastischen Zahlen wird sogar die erfolgsverwöhnte Film - und Musikindustrie blass vor Neid. Besser hätte man sich den Verkaufsstart des Computerspiels nicht vorstellen können. Doch während Activision in frenetischem Jubel die Sektkorken knallen lässt, explodiert in den offiziellen Foren die Stimmung. Der Grund: Bei der PC-Fassung wurde scheinbar nicht mit der nötigen Sorgfalt gearbeitet. Spieler klagen seit Veröffentlichung über häufige Systemabstürze, Performanceprobleme und eine Reihe anderer Bugs.

Dabei hatte der Hersteller Treyarch vor dem Release noch mit den Worten geschmeichelt, man sei ein "PC-Entwickler". Ein leitender Mitarbeiter versicherte der Community, dass Call of Duty: Black Ops ein "echter PC-Titel" sei und das das Studio die Plattform wertschätze. Davon kann angesichts der Käuferproteste nun wirklich keine Rede sein. Treyarch hat auf die Kritik reagiert und veröffentlichte umgehend Patches, doch bei einigen Fans hat man scheinbar bereits das Vertrauen verspielt. "Dies war mein erstes und letzte Spiel von Treyarch" resignierte ein Nutzer von Call of Duty: Black Ops im Forum. Call of Duty: Black Ops ist beileibe kein Einzelfall. Immer wieder liefern Entwickler Produkte ab, die schlichtweg unfertig wirken und uns damit mächtig vergraulen.

Fallout: New Vegas hätten beispielsweise ein paar Monate Feinpolitur sicher gut getan. Das Rollenspiel kam von Anfang an verbuggt auf den Markt und ist selbst nach zahlreichen Patches nicht vollends fehlerfrei. Selbiges lässt sich auch von der Motorsport-Simulation F1 2010 sagen. In den Titel aus dem Hause Codemasters schlich sich unter anderem ein gewaltiger Fehler ein, der sich unmittelbar auf das Speichersystem auswirkte. So kam es durchaus schon mal vor, dass ganze Spielstände nicht mehr geladen werden konnten. Auch vermeintlich todsichere Hits legten schon mal eine Bruchlandung hin. Man braucht sich nur an die nicht ganz gelungene PC-Umsetzung von Grand Theft Auto 4 zu erinnern, die selbst auf performaten Rechnern zum Teil nicht flüssig lief und häufig abstürzte.

Nun stellt sich die Frage: Sind diese und andere Hersteller wirklich so blind? Wollten sie den Kunden absichtlich schlampige Ware andrehen? In den meisten Fällen dürfte die Antwort nein lauten. Bugs und andere Krankheiten sind meist das Resultat einer frühzeitig beendeten Entwicklung, aber kein Entwicklerstudio wirft sein Produkt leichtfertig auf den Markt; besonders wenn es offensichtliche Mängel hat. Paul Sams, CEO von Blizzard Entertainment, weiß um die Schäden, die unfertige Spiele anrichten:

"Wenn man einige Zeit in der Spiele-Industrie gearbeitet hat, hört man von Entwicklern immer wieder, dass sie mit voller Begeisterung an einem Spiel gearbeitet haben – und als dann der angepeilte Release-Termin näher rückte, das Spiel aber noch nicht wirklich fertiggestellt war, wurde vom Management oftmals beschlossen, es trotzdem herauszubringen. [...] Da sitzen also Entwickler, die mit harter Arbeit und viel Herzblut an einem viel versprechenden Titel gearbeitet haben – der dann einfach in den Markt gedrückt wird."

Call of Duty: Black Ops - Die Konsolenversionen sind genial, für eine gescheite Umsetzung für den PC hatte Treyarch aber offensichtlich keine Zeit mehr. Call of Duty: Black Ops - Die Konsolenversionen sind genial, für eine gescheite Umsetzung für den PC hatte Treyarch aber offensichtlich keine Zeit mehr.
Am Ende findet sich der Konsument in der Rolle eines Beta-Testers wieder, der sich um sein Geld betrogen sind. Dabei steht das Gesetz aus Sicht des Medienanwalts Stephan Mathé durchaus auf der Seite der Gamer. "Die Hersteller dürfen zwar fehlerhafte Spiele bis zu zweimal per Patch nachbessern. Läuft das Spiel dann aber immer noch fehlerhaft, hat der Kunde das Recht, sein Geld zurückzuverlangen", so Mathé im Jahr 2005 gegenüber dem Fachmagazin Gamesmarkt. Auf Anfrage von PC Games teilte der Anwalt mit, dass sich bis dato nichts an der Rechtslage geändert habe.

Nachfolgend haben wir für Sie eine exemplarische Liste der fehlerhaftesten, verbuggtesten und holprigsten PC-Launches zusammengestellt. Natürlich möchte wir auch Ihre Meinung zum Thema hören. Sind Sie schon mal auf einen verbuggten Titel hereingefallen? Benutzen Sie die Kommentarfunktion.

Freier Mitarbeiter
Moderation
28.11.2010 18:00 Uhr
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Neuer Benutzer
Bewertung: 0
08.01.2011 16:43 Uhr
Wie hier schon jemand schrieb fehlt Silent Hunter 5 auf der Liste.
Bei diesem war es sogar richtig Frech.
Spiel wurde als Verkaufsversion ohne komplett Funktionierende Benutzeroberfläche in die Regale gestellt.
2 Patches später waren die groben Fehler beseitigt und man wartete darauf das nun noch die vielen…
Benutzer
Bewertung: 0
19.12.2010 06:40 Uhr
"Die Hersteller dürfen zwar fehlerhafte Spiele bis zu zweimal per Patch nachbessern. Läuft das Spiel dann aber immer noch fehlerhaft, hat der Kunde das Recht, sein Geld zurückzuverlangen"
is nur die frage "Wie lange hab ich das recht dazu?" .. und ich glaub ab jetzt werd ich das mal so händeln ^^ evtl. wacht man dann ja mal auf ..

und jo .. byaliar is das perfekte beispiel für: "Schreib dich nicht ab, lern lesen und schreiben" ^^ 
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
01.12.2010 12:47 Uhr
Tach,

ich hatte mir geschworen kein COD mehr zu kaufen.
Nach der Pleite mit MW2 dachte ich mir " Schlimmer geht nimmer " aber naja, was soll ich nun sagen ^^.
Selbst dran schuld (Asche auf mein Haupt) - wieder einen Fuffi zum Fenster raus.
Wenn ich dafür gesoffen hätte, hätte ich zumindest Kopfschmerzen gehabt  

@byaliar
Bin ich jetzt der Einzige, der Deinen Text schwer bis gar nicht verstehen kann  

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