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  • Hands-On Sharkoon BW9000-W und allgemeine Marktübersicht mit 60 PC-Gehäusen

    Mit dem BW9000-W hat Sharkoon ein Gehäuse der preislichen Mittelklasse auf den Markt gebracht, das auch für Wasserkühlungen geeignet ist. Wir werfen einen genaueren Blick auf die weiße Variante des BW9000-W und bieten zudem noch eine allgemeine Marktübersicht zu PC-Gehäusen.

    In unserem Special stellen wir euch das Gehäuse BW9000-W von Sharkoon näher vor und nehmen unser Hands-On zum Anlass, euch auf der zweiten Seite eine Marktübersicht mit 60 PC-Gehäusen anzubieten. Und zwar inklusive einigen Tipps zum Gehäusekauf, die euch bei der Wahl eine passenden Modelles helfen.

    Eckdaten BW9000-W

          

    Beim Sharkoon BW9000-W handelt es sich um ein Midi-Gehäuse für Mainboards bis einschließlich ATX-Format mit Sichtfenster, welches ihr seit November 2015 in schwarz und weiß im Handel erhaltet. Aktuell kostet es ab etwa 70 bis 75 Euro. Die Version ohne Sichtfenster, das BW9000-V, ist aktuell nur in schwarz zu haben und kostet etwa fünf Euro weniger. Die Eckdaten aller drei Gehäuse lauten wie folgt:

    • 21 Zentimeter Breite, 48 Zentimeter Tiefe und 49 Zentimeter Höhe; Leergewicht 8,0 Kilogramm.
    • Platz für Grafikkarten bis zu einer Länge von 29,3 Zentimeter. Bei entferntem mittleren Festplattenkäfig bis zu 43 Zentimeter.
    • Maximal mögliche CPU-Kühler-Höhe bis zu 16,5 Zentimeter
    • Zwei Lüfter mit je 140mm-Rahmenbreite sind vorne, einer mit 120mm-Rahmenbreite hinten vorinstalliert. Oben ist Platz für drei 120mm-Lüfter oder zwei 140mm-Lüfter.
    • Der untere Festplattenkäfig bietet Raum für je zwei Laufwerke mit 3,5 und 2,5 Zoll-Bauformat. Der mittlere, entfernbare Teil ist für bis zu drei 3,5-Zoll-Festplatten gedacht. Oben ist zudem noch Platz für zwei externe 5 1/4-Zoll-Laufwerke oder auch Frontpanels in entsprechender Größe.
    • Eine Adapterblende, um in einem 5 1/4-Zoll-Schacht ein externes 3,5-Zoll-Gerät einzubauen (zum Beispiel Cardreader), ist enthalten
    • Je zwei Anschlüsse für USB3.0 und USB2.0 sowie ein Kopfhörer- und Mikrofonanschluss sind oben ganz vorne am Gehäuse platziert
    • Platz für Wasserkühlungs-Radiatoren oben und vorne ist vorhanden - dazu später mehr.

    Äußerer und innerer Eindruck des BW9000-W

          

    Die weiße Variante des BW9000-W macht aus den ersten Blick einen schicken Eindruck mit vielen runden Formen, die von kantigen Meshgittern an der Seite der Gehäusefront als Kontrast begleitet werden. Als Material kommt bis auf die Front und manche Einzelteile wie beispielsweise die Standfüße lackiertes Metall zum Einsatz.

    Sharkoon BW9000-WSharkoon BW9000-WQuelle: Antonio FunesDer Kunststoff der Gehäusefront wirkt dabei dadurch, dass er eine eher matte Oberfläche hat, nicht billig, sondern solide. Die eigentlich Front ist geschlossen, wird dabei von den zwei schon erwähnten, über die gesamte Höhe platzierten schwarzen Meshgittern flankiert. Durch diesen Designkniff bekommen die vorderen Lüfter auch mehr Luft als bei einer komplett geschlossenen Front. Eine schöne Lösung ist auf der Gehäuseoberseite zu sehen: dort ist ein schwarzer Staubfilter aufgelegt, der magnetisch seine Position hält und den PC auch dann vor dem gröbsten Staub schützt, wenn man keine Lüfter oben im Gehäuse montiert. Die Gehäusefront lässt sich abziehen, indem ihr in eine Furche unter der Front greift und die Front dann einfach mit etwas Kraft abzieht - diese Furche solltet ihr also nicht als Transporthilfe missverstehen! Bei entfernter Front sieht man sofort, dass auch für die beiden vorderen Lüfter vorbildlicherweise ein Staubschutz montiert wurde, den man zur Reinigung leicht entfernen kann. Hinten unter dem Gehäuse ist übrigens ebenfalls ein Staubfilter, denn nach Montage des Netzteils saugt dieses dort frische Luft ein. Mit dem Netzteil sind wir auch schon bei der inneren Betrachtung des Sharkoon BW9000-W. Bei der weißen Version des Gehäuses ist vieles, aber nicht alles in Weiß lackiert. Die Mainboardplatte ist beispielsweise in schwarz gehalten, wird aber ja nach dem Einbau der Hardware ohnehin fast komplett verdeckt.

    Sharkoon BW9000-W: Anschlüsse oben auf dem Gehäuse - hinten im Bild der obere, magnetische StaubschutzSharkoon BW9000-W: Anschlüsse oben auf dem Gehäuse - hinten im Bild der obere, magnetische StaubschutzQuelle: Antonio FunesDie Farbgebung könnt ihr auch auf unserem Bild mit einer Seitenansicht des offenen Gehäuses weiter unten gut erkennen. Die Verteilung der beiden Farben ergibt unserem Empfinden nach aber ein gutes Gesamtbild. Laufwerke werden seitlich in die Festplattenkäfige eingeschoben, so dass mehr Platz im Innenraum für Mainboard und Grafikkarte vorhanden ist. Wichtig zur Montage: die Mainboardplatte. Hier sind mehrere Aussparungen vorhanden - die drei wichtigen, größeren Aussparungen rechts nahe am Festplattenkäfíg sind dabei mit Gummi-Lamellen versehen, so das viele Kabel blickdicht aus dem Innenraum verschwinden können. Denn zum rechten Bereich eines Mainboards führen typischerweise das Hauptstromkabel und die SATA-Kabel, oft auch USB-Kabel zum Onboardanschluss. Um CPU-Kühler auch bei einem bereits eingebauten Mainboard gut (de)montieren zu können, ist - wie heutzutage üblich - eine großzügige Aussparung im Bereich vorhanden, über dem nach dem Mainboardeinbau der CPU-Sockel liegt. Die Verarbeitung des Gehäuses ist übrigens insgesamt einwandfrei. Wir haben keine scharfen Kanten oder schlecht lackierte Stellen gefunden.

    BW9000-W: Montage und Betrieb

          

    Dank entnehmbarem mittleren Festplattenkäfigs und massig Platz im Deckelbereich lässt sich beim Sharkoon BW9000-W das Mainboard kinderleicht einbauen und festschrauben, ohne ständig irgendwo anzuecken - vor allem dann, wenn das Netzteil erst später an seinen angestammten Ort befördert wird. Laufwerke können werkzeuglos montiert werden: ihr schiebt einfach zwei Laschen der Festplatten- oder SSD-Halterung zusammen und könnt diese somit herausziehen.

    Sharkoon BW9000-W: Seitenansicht des offenen GehäusesSharkoon BW9000-W: Seitenansicht des offenen GehäusesQuelle: Antonio FunesDann legt ihr die Festplatte oder SSD passend in die Halterung, wo durch Nippel aus Kunststoff (für 2,5-Zoll-Laufwerke) oder Metall mit Dämpfungsringen (für 3,5-Zoll-Laufwerke) die Laufwerke arretiert werden. Am Schluss schiebt die Halterung inklusive Laufwerk wieder in den Schacht, bis sie einrastet. Wer will, der kann trotzdem Schrauben verwenden, um die Laufwerke in der Halterung bombenfest zu fixieren. Optische Laufwerke werden einfach in einen der oberen Schächte geschoben und durch seitliche Halterungen fixiert, die man bei Bedarf leicht lösen kann. Kommen wir zum Kabelmanagement: es gibt genügend Durchgänge, um Kabel zwischen Mainboardplatte und rechtem Seitenteil entlang zu verlegen und zu verbergen. Allerdings scheint der Platz recht eng bemessen - beim Schließen des rechten Seitenteils nach Verlegen der Kabel wird aber klar, dass doch genügend Zwischenraum vorhanden ist. Trotzdem kann es sein, dass ihr die Stromkabel für 3,5-Zoll-Festplatten etwas gröber wegdrücken müsst, damit alles ohne Hakeleien passt - denn durch das seitliche Einsetzen der Laufwerke zeigt ja der Stromanschluss der Laufwerke nach hinten. Bei 2,5-Zoll-Laufwerken wie zum Beispiel SSD gibt es dieses Problem nicht, da die Rückseites des Laufwerks mehrere Zentimeter entfernt vom Seitenteil schon endet. Nachdem wir schließlich die komplette Hardware eingebaut hatten, kam unser erster Testlauf mit eingeschalteter Hardware: die drei vorinstallierten Lüfter, die wir direkt am Mainboard angeschlossen haben, sind erstaunlich leise, wenn man bedenkt, dass manch einer für leisere Lüfter weitere 15 Euro oder mehr pro Stück investiert.

    Sharkoon BW9000-W im BetriebSharkoon BW9000-W im BetriebQuelle: Antonio FunesWir vernehmen im Betrieb nur ein leichtes Rauschen und bei genauem Hinhören auch Summen, wobei der PC direkt unter dem Schreibtisch stand. Der hintere Lüfter gibt als Extra ein blaues Licht von sich, welches den Innenraum dezent beleuchtet und nicht zu hell ist - das Bild links gibt die Helligkeit recht gut wieder. Die Festplatten geben keine merkbaren Brummgeräusche an das Gehäuse weiter - dies erwähnen wir, da unser Autor bei zwei anderen Gehäusen stets Vibrationen einer seiner Festplatten deutlich wahrnehmen konnte. Die Halterungen des Sharkoon BW9000-W erfüllen also auch eine gewisse Dämmungsfunktion. Insgesamt gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Mehr nennenswerte Detaillösungen sind auch bei deutlich teureren Gehäusen nur selten zu finden.

    BW9000-W: Paradies für Wasserkühlungen?

          

    Wer eine ausgewachsene Wasserkühlung einbauen will, wird mit dem BW9000-W durchaus positiv überrascht sein und entsprechende Features vorfinden, die man eher aus der Preisklasse über 100 Euro oder deutlich größeren Gehäusen erwartet: ein einzelner Radiator mit 240er-Baugröße, also für zwei Lüfter mit 120 Millimeter Rahmenbreite, passt ihn viele Midi-Gehäuse hinein. Beim BW9000-W kann aber auch vorne ein solcher Radiator platziert werden, und oben ist sogar die 360er-Baugröße für drei 120mm-Lüfter möglich. Alternativ sind beide Montageplätzen auch zu 280er-Radiatoren kompatibel, die mit je zwei 140mm-Lüftern arbeiten.

    Sharkoon BW9000-W: viel Platz für einen Radiator zwischen dem 5 1/4-Zoll-Bereich und dem DeckelSharkoon BW9000-W: viel Platz für einen Radiator zwischen dem 5 1/4-Zoll-Bereich und dem DeckelQuelle: Antonio FunesDies ist erwähnenswert, da trotz einer Gehäusehöhe von unter 50 Zentimetern weiterhin Platz für zwei optische Laufwerke vorhanden ist. Lediglich bei der Dicke des Radiators inklusive Lüfter müsst ihr aufpassen: oben sind laut Sharkoon bis zu 5,5 Zentimeter, vorne bis zu 6,5 Zentimeter möglich. Mit Standardlüftern (2,5 Zentimeter dick) bieten sich daher Radiatoren mit einer Dicke bis zu drei Zentimetern an. Wenn ihr oben allerdings die 5 1/4-Zoll-Schächte nicht nutzt, finden auch dickere Radiatoren Platz. Bei Verwendung eines Radiators vorne müsst ihr allerdings den mittleren Festplattenkäfig entfernen. Wer noch nicht genug hat, kann natürlich auch hinten noch einen 120mm-Radiator anstelle eines normalen Lüfters montieren. Es gibt aber auch Dinge, die das Bild des Sharkoon BW9000-W für Wasserkühlungs-Fans ein wenig trüben. Das kleinste Problem: der Kabelstrang, der die Kabel für das weit oben liegende Frontpanel beinhaltet, nimmt Platz weg und muss etwas gequetscht entlang des Radiators verlegt werden, wenn ihr oben einen 360er-Radiator einbauen wollt. Unser zweiter Negativpunkt: Wasserkühlungen werden gerne präsentiert, und genau dafür könnte das Sichtfenster durchaus etwas größer sein und mehr vom vorderen Bereich des Gehäuseinneren zeigen. Der gravierendste Punkt ist aber: für Pumpen und Ausgleichsbehälter kann es sehr eng werden, vor allem wenn ihr optisch auffälligere Produkte wählt, die im Sichtbereich des Fensters platziert werden sollen.

    Sharkoon BW9000-W: Staubilter vor den vorderen Lüfteren nach Abnehmen der GehäusefrontSharkoon BW9000-W: Staubilter vor den vorderen Lüfteren nach Abnehmen der GehäusefrontQuelle: Antonio FunesZwischen Netzteil und dem nicht entfernbaren unteren Festplattenkäfig, wo ein guter Pumpenstandort wäre, sind nur etwa 10 Zentimeter Platz - durch die Netzteilkabel wird der Raum noch weiter verengt. Die Platzprobleme waren aber angesichts der Gesamtmaße auch zu erwarten. Wer sich etwas Mühe bei der Planung gibt, wird das Sharkoon BW9000-W auch als vergleichsweise günstiges, relativ kompaktes Modding-Gehäuse für Wasserkühlungen sehr gut nutzen können. Wer ohnehin nur eine All-In-One-Komplettwasserkühlung für die CPU kauft, der kann problemlos eine der leisen Varianten mit 360er-Radiator oben im Gehäuse einbauen wie zum Beispiel die Thermaltake Water 3.0 Ultimate.

    Fazit

          

    Mit dem BW-9000W hat Sharkoon ein sehr feines Mittelklassegehäuse auf den Markt gebracht, welches preislich zwar über den Modellen liegt, mit denen Sharkoon bereits seit längerem sehr erfolgreich ist, aber trotzdem ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Zudem ist das Design eher schlicht und edel im Vergleich zu anderen eher aggressiver oder verspielter gestalteten Sharkoon-Erfolgsmodellen. Mit einer ordentlichen Qualität, dem Montagekonzept, Kabelverlege-Optionen und auch der Möglichkeit, eine ausgewachsene Wasserkühlung einzubauen, kann das BW-9000W manch einem deutlich teureren Gehäuse Paroli bieten. Die drei mitgelieferten Lüfter sind ebenfalls solide, und bis auf den hinteren Lüfter sind an allen Lüfterplätzen Staubfilter montiert. Insgesamt können wir das Sharkoon BW9000-W empfehlen. Natürlich werden viele Nutzer aber auch mit einem 20 bis 30 Euro günstigeren Gehäuse zufrieden sein, und manch ein User, der gehobenere Sphären gewohnt ist, wird die ein oder andere Schwachstelle finden, die man bei Modellen über 100 Euro nicht findet. Doch das Preis-Leistungs-Verhältnis des Sharkoon BW9000-W kann man am Ende als sehr gut bezeichnen. Auf der nächsten Seite findet ihr noch eine Markübersicht mit 50 Gehäusen ab 40 Euro sowie einige kurze Tipps, die die Gehäusewahl erleichtern.

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Hands-On Sharkoon BW9000-W und allgemeine Marktübersicht mit 60 PC-Gehäusen
Mit dem BW9000-W hat Sharkoon ein Gehäuse der preislichen Mittelklasse auf den Markt gebracht, das auch für Wasserkühlungen geeignet ist. Wir werfen einen genaueren Blick auf die weiße Variante des BW9000-W und bieten zudem noch eine allgemeine Marktübersicht zu PC-Gehäusen.
http://www.pcgames.de/Gehaeuse-Hardware-213436/Specials/Sharkoon-BW9000-W-Marktuebersicht-mit-50-PC-Gehaeusen-1186388/
21.02.2016
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