FIFA Online: Das kostenlose FIFA-Browsergame im Hands-on-Test
Leicht zu überwinden: Der Torwart.
Die Präsentation ist erfreulich hochwertig. FIFA Online nutzt die gleiche Grafik-Engine wie Fifa 10, das ja gerade wegen der schlechteren Grafik im Vergleich zu den Konsolenvarianten und der schlechten Performance stark verrissen wurde. Es sind auch tatsächlich die gleichen abgehackten Animationen und Grafiken, wie bei FIFA 10 für den PC - doch der Unterschied, dass FIFA Online kostenlos ist, lässt das Ganze schon in anderem Licht dastehen. Es ist keine Augenweide und sieht dennoch für ein Browserspiel sehr gut aus. Außerdem möchte EA sichergehen, dass möglichst viele Gamer FIFA Online spielen können und passte den Hardwarehunger dementsprechend an. Aber auch hier gilt: Alles noch in der Beta-Phase und es wird daran geschraubt.
Mit der richtigen Ausrüstung werden die eigenen Spieler besser.
Ganz nett sind die verschiedenen Spielmodi. Turniere können organisiert werden, die Weltmeisterschaft vor- und die letzte Bundesligasaison nachgespielt werden. Halb offline, man braucht ja zumindest eine Internetverbindung um das Spiel zu starten, oder eben online. Als Manager gilt es einen Verein an die Spitze der Liga zu führen, samt Transfers und Ausrüstungskauf. Das ist neu in FIFA Online: Nach jedem Spiel bekommt das eigene Team Erfahrungspunkte. Damit kann im Store dann spezielle Ausrüstung gekauft werden, die einzelne Spieler beispielsweise besser verteidigen oder stärker schießen lässt. Vermutlich wird es für diesen Laden dann auch spezielle Ausrüstungen gegen echtes Geld geben. Die Idee ist recht nett, verbaut aber den Fußballgedanken stark, wenn man auf einmal nicht mehr gewinnen kann, weil das andere Team besondere Schienbeinschoner besitzt. Wobei natürlich schon versucht wird, die Balance zu halten: Pro Partie kann nur ein Spieler im Team mit diesen Gegenständen ausgerüstet werden.
Unser Fazit: FIFA Online ist eine merkwürdige Mischung aus einem vollwertigen FIFA und einem für Casual-Spieler angepassten Fußball-Fun-Spiel. Es will beides sein und kann keines so richtig. Für die Fußballfans ist es nett, sie können jetzt auch ohne Konsole ein recht gutes FIFA-Erlebnis haben, dazu kommt eine wachsende Online-Community und die bekannten umfangreichen Lizenzen. Andererseits wird man schnell von der Steuerung und der recht geringen Freiheit genervt. Für Gelegenheitsspieler, die mit der Controller-Steuerung überfordert sind, ist es ein sehr guter Einstieg mit entsprechender Lern- und Motivationskurve. Dafür ist die Spieltiefe kaum gegeben, vieles scheint über den Zufall noch nicht hinauszugehen und das kann stark frustrieren. Bleibt die Frage, ob es auf Dauer wirklich so viel Spaß macht ein Fußballspiel nur mit der Maus zu steuern. Eine kurze Partie zwischendurch in der Mittagspause sicherlich, für längere Abende lohnt sich dann doch das Lernen der Controllersteuerung.


Wo hier allerdings Transfers gesehen wurden ist mir ein Rätsel, man bekommt lediglich einen zufällig…