Drakensang: Am Fluss der Zeit: Sneak Peek mit Lesern - Das sagen die Spieler
Alle vier Leser empfinden die aventurische Spielwelt als sehr gelungen. Viele Details, die man als DSA-Fan kennt, bereichern die Szenen ungemein. Überall gibt es viel zu entdecken und im Vergleich zum Vorgänger wirkt die Welt lebendiger. Tagesabläufe oder Tag-Nacht-Wechsel bietet das Spiel jedoch nicht.
Michael und Ben schließen sich dieser Meinung an und bescheinigen Am Fluss der Zeit ein tolles DSA-Gefühl von Anfang an. Die anwesenden Entwickler nehmen dieses Lob sichtlich erfreut zur Kenntnis. Neben einer stimmigen Welt sind die Quests natürlich ein wichtiger Bestandteil eines Rollenspiels. Ben Klenke verrät uns dazu: "Die Quests finde ich schön, aber nicht sonderlich innovativ. Ich habe aber auch erst ein paar davon gesehen. Bisher bekommen Drakensang-Fans meiner Meinung nach vom Questablauf her vor allem Bekanntes geboten. Positiv ist mir allerdings bereits die größere Entscheidungsvielfalt aufgefallen: Welchem von meinen Freunden helfe ich? Schleiche ich mich vorbei oder greife ich an? Überrede ich die Wache oder hau ich drauf?" Michael Köpke ist rundum zufrieden: "Was ich bisher sah, war vorbildlich. Die gestellten Aufgaben empfand ich keine Sekunde als langweilig, alles wirkte straffer inszeniert als im ersten Drakensang. Dies wird vor allem durch die Interaktion mit den Gruppenmitgliedern verstärkt. Das gehört einfach dazu und ist bisher prima umgesetzt. Einzelne Figuren melden sich jetzt zu Wort, wenn sie zum Beispiel verletzt sind und den passenden Heilzauber selbst beherrschen oder wenn der Magier in der Gruppe vorschlägt, doch bitte den gegnerischen Zauberer mit einem Somnigravis-Spruch auszuschalten. Man hat ein intensiveres ,Mittendrin-Gefühl‘ als beim Vorgänger. Top!"
Raoul Zander hingegen ist mit der Questreihe seines Kampfmagiers nicht ganz zufrieden: "Die erste Aufgabe, Licht per Flim-Flam-Funkel-Zauber in einer dunklen Kammer zu machen, fand ich ziemlich lächerlich. Doch da dann zum Glück etwas anspruchsvollere und vor allem auch ungewöhnliche Quests kamen, war die Einstiegsgeschichte für mich ganz gelungen. Etwas enttäuscht war ich jedoch über Meister Bruckbart, der mit Magie nur so um sich warf, was in der Pen&Paper-Vorlage eigentlich undenkbar wäre; auch dass er dann den Zauberstab schweben ließ, verleitete mich zu einem Kopfschütteln, weil es nicht in das sonst so unglaublich stimmige DSA-Flair passte."
"Alles ist viel spannender, abwechslungsreicher und straffer inszeniert", sagt Michael zur Levelgestaltung und zum Gameplay, "es passiert viel mehr, aber ohne hektisch zu werden. Mir gefällt auch das Schnellreisesystem mit den Sprungpunkten sehr. Wer die nicht benutzen mag, muss es ja nicht tun. Das elende Gerenne im ersten Drakensang war mir aber einfach zu viel des Guten, bei aller Liebe zum Spiel. Daher freut mich diese Verbesserung ungemein." Raoul meint dazu: "Das Gameplay ist ziemlich linear gehalten, doch meistens eher unvorhersehbar. Zwischen den Hauptmissionen hat man freie Hand, um sich nach Nebenquests umzuhören und ein paar NPCs kennenzulernen. Leider fällt auf, dass viele Figuren einfach nichts Relevantes zu sagen haben, man erkennt sie an Namen wie Städter oder Holzfäller. Ansonsten steht einem eine einigermaßen große Fläche für Erkundungen bereit, weshalb man sich nicht an den linearen Weg gefesselt fühlt."
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Raoul Zander - seine Lieblingsspiele sind unter anderem Warcraft 3, die Thief-Reihe und Deus Ex 2.
Leser Raoul Zander, 20 Jahre alt, meint:
"Ich spiele schon seit Jahren Pen&Paper-DSA und kenne das Regelwerk in der Version 4.1 sehr gut. Drakensang habe ich noch nicht gespielt und daher wollte ich mir jetzt den neuen Teil mal anschauen. Ich habe bei der Sneak Peek den Archetyp Kampfmagier gespielt, dabei hat mir sehr gut gefallen, dass ich als zweiten Kampfzauber den Kulminatio-Kugelblitz bekommen habe. Der Spruch ist im normalen Pen&Paper-Spiel eher selten, daher fand ich es ganz cool, hier damit zu spielen. Ein bisschen enttäuscht hat mich, dass die Kampfzauber in der PC-Fassung nicht so mächtig sind, wie man das vom Regelwerk her gewohnt ist. Das war dann schon eine Umstellung für mich. Trotzdem war es schön zu sehen, dass man auch bei Solomissionen überall gut durchkommt. Und wenn man erst mal reingefunden hat, macht es sehr viel Spaß, die Kämpfe taktisch zu bestreiten und die verschiedenen Fähigkeiten der Charaktere einzusetzen."
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Hübsch inszenierte Zwischensequenzen lockern das Spielgeschehen auf und sorgen für viel Atmosphäre.
Teils zu schwere Kämpfe galt es im Vorgänger zu bestreiten. Am Fluss der Zeit wartet mit einem einstellbaren Schwierigkeitsgrad auf. Unsere vier Testspieler schlugen sich alle auf normaler Stufe durch die Kämpfe. Was sie dabei empfunden haben, verraten die folgenden Zeilen. "Ich finde den Schwierigkeitsgrad gut bis knackig", sagt Harro, "für mich und meine Spielweise ist das gut so. Schön, dass man nicht einfach nur tumb auf Gegner draufhauen muss, um zu gewinnen." Michael schließt sich dieser Meinung an: "Ich fand den Normal-Modus recht ausgewogen. Der erste echte Bosskampf in der Scheune gegen den Schrottgolem hat richtig Spaß gemacht, da er sehr fordernd war." Auch Raoul, der bislang noch kein Drakensang gespielt hat, meint: "Ich kam mit der Stufe Normal einwandfrei zurecht. Daher würde ich sagen, dass der Schwierigkeitsgrad sehr gut getroffen ist und wahrscheinlich für jeden Spieler die richtige Stufe bereithält."
Auch nach mehreren Stunden Spielzeit zeigen sich alle vier Teilnehmer erfreut - noch immer befinden sie sich in Nadoert, wo es genug zu entdecken gibt, um damit locker die ersten Spielabende zu verbringen. So fällt das abschließende Fazit unserer Leser auch durchweg positiv aus. "Mit der gespielten Version war ich mehr als glücklich", sagt Harro Brandenburg sichtlich zufrieden. "Ich habe schon eine fortgeschrittene Fassung erwartet, hätte aber echt nicht gedacht, dass diese so fertig ist. Am liebsten hätte ich das Spiel mitgenommen, um es zu Hause sofort weiterzuspielen." Auch Raoul Zander als eingefleischter Pen&Paper-Spieler meint: "Ich bin ohne große Erwartungshaltung an das Spiel herangegangen und freute mich, eine so gelungene Umsetzung des Pen&Paper-DSA spielen zu dürfen." Ben Klenke und Michael Köpke sind sich einig: "Das Spiel ist genau so, wie die Entwickler sagen - ein rundum verbessertes, grundsolides Drakensang-Spiel ohne riesige Innovationen, aber mit enormem Spielpotenzial! Tolles Setting, tolle Charaktere, tolles Spiel. Es ist eine wunderschöne Welt mit lebendigen, prägnanten Figuren, in der man sich sofort wohlfühlt und in der man ganz viel Zeit verbringen möchte."
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Ich kaufe seltenst Spiele zum Vollpreis, aber hier komm ich nicht drum herum, allein die Demo war schon hm...ja "gemütlich" und wunderschön.
Ich kaufe seltenst Spiele zum Vollpreis, aber hier komm ich nicht drum herum, allein die Demo war schon hm...ja "gemütlich" und wunderschön.