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  • Dragon Age: Inquisition im Test - Update mit finaler Wertung

    Dragon Age: Inquisition im Test - Update mit finaler Wertung Quelle: Bioware

    Dragon Age: Inquisition ist ein Zeitfresser! Bioware hat unglaublich viel Spielinhalt in sein neues Rollenspiel hineingepackt. Inhaltlich ist es weder die Rückkehr zu Origins, noch eine Wiederholung von Dragon Age 2. Im Test gehen wir auf die vielen Neuerungen ein und sagen euch, wie sich Inquisition in der Review-Fassung schließlich anfühlt. Wie viel Dragon Age, Skyrim und Co. stecken in dem ambitionierten Rollenspiel? Nach 102 Spielstunden steht die finale Wertung fest.

    Bioware beschert uns mit Inquisition ein gigantisches Rollenspielmonster. In puncto Spielumfang sichert sich Dragon Age: Inquisition damit den Titel als PC-Rollenspielprimus für 2014. Doch Masse ist nicht alles, im Test beleuchten wir auch die qualitativen Stärken und Schwächen der Features von Inquisition und gehen auf den Spielspaß ein.

    Groß angelegter Fantasy-Geschichtsunterricht

    Dragon Age: Inquisition im Test - Am Himmel schwebt bedrohlich die so genannte Bresche, die für Dämonenrisse in der Fantasy-Welt Thedas verantwortlich ist. Dragon Age: Inquisition im Test - Am Himmel schwebt bedrohlich die so genannte Bresche, die für Dämonenrisse in der Fantasy-Welt Thedas verantwortlich ist. Quelle: PC Games Im Prolog erwacht euer Held im "Nichts", der mystischen Dämonenwelt der Dragon Age-Reihe. Hier nehmen nicht nur Angstträume Gestalt an, sondern passend dazu auch euer Hauptcharakter. Der üppig ausfallende Charakter-Editor erlaubt dabei sehr detaillierte Gesichter und es macht Spaß, sich hier richtig viel Zeit für die Heldengenerierung zu nehmen. Lediglich die Darstellung von Haaren und Ohren ist im Vergleich zu den übrigen Feinheiten des Editors nicht ganz so gelungen. Mit dem frisch erstellten Charakter wirft euch Bioware auch recht flott in die Geschichte: Raus aus dem "Nichts" und rein in die Welt von Thedas: Am hübsch gestalteten Himmel wabert die Bresche, ein Sphärendurchgang, der überall im Land Risse erscheinen lässt, aus denen Dämonen herauspurzeln. Mit einem magischen Mal versehen, seid ihr in der Lage, diese Risse ins "Nichts" zu verschließen. Damit beginnt ein sich zunächst typisch anfühlender Fantasy-Story-Auftakt. Doch Inquisition offenbart recht schnell weitreichendere Inhalte. Es herrscht Krieg zwischen den Fraktionen der Templer und Magier, die Kirche steht nach einem Attentat auf die Göttliche und ihrem Konklave führerlos da und auch am kaiserlichen Hof in Orlais drohen Gefahren. Für Kenner der Vorgänger bietet Inquisition viele Bezugspunkte, wer noch kein Dragon Age-Spiel erlebt hat, könnte zunächst etwas verwirrt sein, angesichts der vielen Namen, Fraktionen und Ereignisse, auf die Inquisition immer wieder anspielt.

    Im Verlauf der von uns bislang erlebten Hauptgeschichte punktet Inquisition abseits typischer Fantasy-Klischees auch mit etlichen Wendungen und Überraschungen. Dabei gilt es auch, Entscheidungen zu treffen, die sich erkennbar auf den Spielverlauf auswirken. Begnadigen wir Übeltäter, um sie für die Inquisition zu gewinnen, was jedoch für Unmut in den eigenen Reihen sorgen kann? Gehen wir ein Bündnis mit den Magiern oder lieber den Templern ein? Inquisition orientiert sich mit seinen Entscheidungsmöglichkeiten im Vergleich mit den Vorgängern eher am ersten Teil, was sich im Spiel gut anfühlt.

    Gedächtnisauffrischung

    Quasi als Geschichtsnachhilfe dient das an Inquisition extern angeflanschte Online-Tool Dragon Age: Keep. Damit könnt ihr die Ereignisse der Vorgänger noch mal kurz umrissen anhören, Entscheidungen der Haupt-Quest beeinflussen und in textlastiger Manier auch viele weitere Entscheidungen festlegen. Das hilft abseits der Hauptgeschichte zwar nicht viel weiter, da oft nur eine Frage als Text dasteht, die dazu passende Geschichte aber fehlt. Trotzdem bietet das Tool eine ganz gute Möglichkeit, die für Inquisition geltenden, geschichtlichen Rahmenbedingungen festzulegen. Die Keep wird final auch in deutscher Sprache verfügbar sein. Wer sich noch intensiver auf Inquisition vorbereiten will, kann dies mit dem ebenfalls per Keep spielbaren Textadventure The Last Court tun. Näheres dazu findet ihr hier. Wem das alles zu viel ist, pfeift auf das Angebot der Dragon Age: Keep und startet einfach mit einer Standard-Einstellung für den Hintergrund von Inquisition.

    10:28
    Dragon Age: Inquisition im Test - Video mit Eindrücken aus über 40 Stunden

    Gut erzählt ist halb gewonnen - die Vertonung in Inquisition

    Dragon Age: Inquisition im Test - Gespräche finden im typischen Bioware-Dialog-Rad statt und erlauben euch viele Entscheidungen. Dragon Age: Inquisition im Test - Gespräche finden im typischen Bioware-Dialog-Rad statt und erlauben euch viele Entscheidungen. Quelle: PC Games Die groß angelegte Geschichte in Inquisition lebt vor allem durch seine sehr gut gelungene deutsche Vertonung. Wichtige Szenen sind dabei meist hübsch cineastisch und effektvoll inszeniert. Ausgiebig plaudern könnt ihr nicht nur mit euren insgesamt neun verfügbaren Begleitern. Für den Inquisitions-Part des Spiels (dazu später mehr) stehen euch mit den Charakteren Josephine, Leliana und Cullen beispielsweise so genannte Berater zur Verfügung. Auch neu gewonnene Händler, Handwerker, Späher und mehr dienen euch immer wieder als Ansprechpartner. Die Gespräche mit den meisten Personen fallen dabei deutlich umfangreicher aus, als im Vorgänger. So verraten die NPCs mit ihren Geschichten viele Details ihrer Herkunft, beziehen Stellung zu den Fraktionen, Ereignissen und politischen Entwicklungen im Spiel. Sie liefern euch Hinweise zu euren Aufgaben, schalten mitunter neue Quests frei.

    Das Dialogsystem stützt sich dabei auf das Multiple-Choice-Verfahren, das man aus Dragon Age 2 oder auch der Mass Effect-Reihe her kennt. Die Antwortmöglichkeiten sind oft mit Emotions-Icons versehen, um das Gespräch in eine gewünschte Richtung zu lenken. Wer solche Icon-Hinweise nicht mag, kann sie in den Optionen abschalten. Themen lassen sich zudem vertiefen, um noch mehr über die Welt und deren Hintergründe zu erfahren, was meist in neue Kodex-Einträge im Menü führt, die jederzeit nachlesbar sind. Insgesamt 800.000 Zeilen galt es für Inquisition zu vertonen und das gibt den Dialogen ein insgesamt lebendigeres und tiefergehendes Rollenspielgefühl als etwa in DA 2.

    Der Pferdefuß angesichts der stark aufgebohrten Vertonung stellt die Dauer einzelner Gespräche dar. Eine Grundsatzdiskussion mit Magier Solas über das "Nichts" und den dortigen Dämonen oder ein Disput mit Dorian über Magie und das Reich Tevinter kann schon mal im zweistelligen Minutenbereich münden, wenn man alle Dialog-Optionen auskosten will. Schade hierbei ist, dass gerade bei den vielen Standard-Dialogen lediglich eine feste Kameraeinstellung zum Einsatz kommt, was ermüdend sein kann. Wie gerne würden wir hier doch in die detaillierten und toll ausgearbeiteten Gesichter der Gesprächsteilnehmer schauen, oder generell mehr Kamera-Regie genießen. Abseits der Vertonung bietet Inquisition auch eine Vielzahl an Texten, Dokumenten, Büchern und mehr, um noch tiefer in die Fantasy-Welt abzutauchen.

    Klassen, Skills und Spezialisierung

    Dragon Age: Inquisition im Test - Als Nahkämpfer steht ihr Dämonen Auge in Auge gegenüber. Dragon Age: Inquisition im Test - Als Nahkämpfer steht ihr Dämonen Auge in Auge gegenüber. Quelle: PC Games Die für die Hauptfigur zur Verfügung stehenden drei Grundklassen Krieger, Magier, Schurke erscheinen wenig, doch immerhin gibt es sie in verschiedenen Varianten mit jeweils eigenen Skill-Systemen. Die Fertigkeiten sind zunächst in je vier Kategorien unterteilt, beim Magier etwa in den vier Magie-Schulen Geist, Sturm, Inferno und Winter. Krieger schwingen wahlweise Zweihänder oder nutzen Einhandwaffe plus Schild, während Schurken mit Dolchen herumwirbeln oder zu Pfeil und Bogen greifen. Jede Klasse hat von Beginn an Zugriff auf je vier Skill-Kategorien, die ähnlich aufgebaut sind, wie im Vorgänger. Eine Rückkehr zur reichhaltigen, aber auch unübersichtlichen Skill-Überfrachtung wie seinerzeit in Origins, ist nicht gegeben.

    Im Verlauf der Charakterentwicklung steht noch eine Klassenspezialisierung zur Verfügung. Bei den Begleitcharakteren ist diese fest vorgegeben, eure Hauptfigur kann pro Klasse aus jeweils drei Pfaden wählen. Anders als bei den beiden PC-Vorgängern könnt ihr in Inquisition maximal acht aktive Skills ausrüsten und diese außerhalb eines Kampfes beliebig mit anderen, bereits gelernten Fertigkeiten austauschen und kombinieren. Im Verlauf des Tests konnten wir dabei gut funktionierende, klassenübergreifende Combos einsetzen. Welche Skills eine Combo auslösen, ist in der jeweiligen Skill-Beschreibung gut dokumentiert. Eine klassische Kombination stellt beispielsweise die "Eisige Umarmung" des Magiers mit dem "Schildschlag" des Kriegers dar. Das Skill-System in Inquisition setzt ausschließlich auf Kampf-Fertigkeiten, die Rückkehr von sozialen Eigenschaften wie etwa Überreden dürft ihr nicht erwarten. Auch Schlösserknacken oder Pflanzenkunde gibt es nicht. Einfache Schlösser beherrschen Schurken automatisch und Blümchen und Kräuter sammeln kann jede Figur. Das gilt auch für den übrigen Rohstoffabbau, wie Erze, Kristalle und all die übrigen Crafting-Materialien. Spezielle Skills oder gar Werkzeuge sind dafür nicht nötig.

    Was uns bislang ganz gut gefällt, ist das neue Fokus-System. Einige besonders mächtige Fertigkeiten, die es ausschließlich bei den Spezialisierungs-Skills gibt, sind nicht wie üblich auf Ausdauer oder Mana angewiesen, sondern auf die Ressource Fokus. Beim Kämpfen sorgt der von eurer kompletten Gruppe ausgeteilte Schaden dafür, dass sich die Fokus-Anzeige füllt. Jeder Charakter besitzt aber seine eigene Fokusleiste. Somit bestimmt ihr auch für jeden Charakter einzeln, wann er seine Fokus-Fertigkeit einsetzen kann. Als Inquisitor nutzt ihr zum Beispiel das "Mal des Risses", das gewaltigen Schaden verursacht oder Gegner gar komplett verschlingt. Begleiter Vivienne kann als Ritterlicher Verzauberer mit dem Fokus-Skill "Belebung" die Gruppe komplett heilen oder gar wiederbeleben. Die Fokusfertigkeiten stellen insbesondere bei schweren Kämpfen eine wichtige taktische Komponente dar, die Inquisition gut zu Gesicht stehen. Fokus-Fertigkeiten gibt es zudem in drei Ausbaustufen. Die Stufen 2 und 3 lassen sich durch die Investition von Inquisitionsboni in der Himmelsfeste steigern. Dadurch werden sie noch mächtiger und wertvoller für schwere Bosskämpfe.

    Wer mit allerlei verschiedenen Skill-Kombinationen spielen möchte, kann dies mithilfe von magischen Amuletten tun, die das Zurücksetzen ausgegebener Punkte erlauben. Die Amulette lassen sich bei örtlichen Händlern erwerben.

  • Dragon Age: Inquisition

    Dragon Age: Inquisition

    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Bioware
    Release
    20.11.2014
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 265 Kommentare zum Artikel
    Von Dosentier
    Ich habe damals DAO, auch nicht schneller oder langsamer gespielt als DAI und lag dort auch zwischen 90-100 Stunden.…
    Von Wamboland
    Kann ich auch fast nicht glauben. Habe für die Story und viele Nebenquests (die eine riesige Wüstenzone hab ich nicht…
    Von Dosentier
    Ja, lediglich alle Scherben habe ich nicht eingesammelt und eben einige Sammel Aufgaben links liegen lassen, einfach…

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    • Es gibt 265 Kommentare zum Artikel

      • Von Dosentier Erfahrener Benutzer
        Ich habe damals DAO, auch nicht schneller oder langsamer gespielt als DAI und lag dort auch zwischen 90-100 Stunden.
        Trotz des geringeren Umfangs.
        Darauf möchte ich aber auch gar nicht hinaus, mir ging es eher darum, ob eben…
      • Von Wamboland Erfahrener Benutzer
        Zitat von Dosentier
        Ja, lediglich alle Scherben habe ich nicht eingesammelt und eben einige Sammel Aufgaben links liegen lassen, einfach weil das für mich Außer Zeitaufwand nichts gebracht hätte.
        Aber davon ab, bin ich auch sehr von dem Ende enttäuscht aber ein DLC oder zumindest ein…
      • Von Dosentier Erfahrener Benutzer
        Ja, lediglich alle Scherben habe ich nicht eingesammelt und eben einige Sammel Aufgaben links liegen lassen, einfach weil das für mich Außer Zeitaufwand nichts gebracht hätte.
        Aber davon ab, bin ich auch sehr von dem Ende enttäuscht aber ein DLC oder zumindest ein 4ter Teil wird wohl kommen.
        Ich möchte das…
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Dragon Age: Inquisition
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Dragon Age: Inquisition ist ein Zeitfresser! Bioware hat unglaublich viel Spielinhalt in sein neues Rollenspiel hineingepackt. Inhaltlich ist es weder die Rückkehr zu Origins, noch eine Wiederholung von Dragon Age 2. Im Test gehen wir auf die vielen Neuerungen ein und sagen euch, wie sich Inquisition in der Review-Fassung schließlich anfühlt. Wie viel Dragon Age, Skyrim und Co. stecken in dem ambitionierten Rollenspiel? Nach 102 Spielstunden steht die finale Wertung fest.
http://www.pcgames.de/Dragon-Age-Inquisition-Spiel-21976/Tests/Test-des-gigantischen-Rollenspiels-Update-mit-finaler-Wertung-1142194/
14.11.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/10/dragon_age_inquisition_wallpaper_0003-pc-games_b2teaser_169.jpg
dragon age,rollenspiel,bioware
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