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  • Doom (2016): Wie id Software die Modder-Szene mit dem Snapmap-Editor revolutionieren will

    Der neue Ego-Shooter Doom bietet vorerst keine "echten" Editor-Tools für Profis. Mit Snapmap hat id Software aber eine Geheimwaffe für von Usern kreierte Inhalte in der Hinterhand. PC Games zeigt euch, was das Map-Programm so einzigartig macht.

    Wer an Doom denkt, denkt meist auch an coole Mods wie Brutal Doom. Seit ihrer Entstehung ist die Serie ein Mekka für Hobby-Entwickler, die über die Jahre unzählige neue Maps und sogar ganze Kampagnen gratis zum Download bereitgestellt und damit die Langlebigkeit der Ego-Shooter extrem erhöht haben (siehe unser Mod-Special zu Doom 1-3). 2016 kommt ein neues Doom. Grund zur Freude für Modder? Ja und nein.

    Denn einerseits hat Doom (2016) mit Snapmap einen einfach zu bedienenden Editor im Gepäck, der selbst Anfängern das Erstellen neuer Karten für Einzel-, Mehrspieler- und sogar Koop-Modus erlaubt. Andererseits gibt's darüber hinaus vorerst keine komplexeren Tools, mit denen sich eigene Grafiken importieren lassen. Und Mods werden bei Release auch nicht offiziell unterstützt.

    So einfach wie möglich

    Doom (2016): Die Gamepad-Steuerung des Snapmap-Editors ist selbsterklärend und komfortabel. Doom (2016): Die Gamepad-Steuerung des Snapmap-Editors ist selbsterklärend und komfortabel. Quelle: Bethesda Den im Hauptmenü prominent platzierten Snapmap-Editor kann man sich in etwa so vorstellen wie die Tools für das uralte PC-Rollenspiel Neverwinter Nights: leicht verständliche Benutzeroberfläche, große Objekt-Datenbank und eine Skriptsprache, die das Festlegen komplexer Algorithmen erlaubt. Entwickler id Software hat zusammen mit Partner Escalation Software viel Zeit darauf verwendet, die Steuerung per Gamepad so reibungslos wie nur irgend möglich zu gestalten. Wir konnten uns davon bei einem Besuch in ids Büroräumen selbst überzeugen. Auch per Maus und Tastatur wählt ihr bequem Level-Module aus einem Menü und passt diese anschließend an.

    Üblicherweise navigiert ihr Snapmap aus der Ego-Perspektive, aber gerade bei größeren Karten ist die übersichtliche Blaupausen-Ansicht unerlässlich. Klasse: Ihr könnt ganze Räume per Maus markieren, drehen und an anderer Stelle absetzen. Noch besser: Mit einem Tastendruck wechselt ihr ins Spiel und erforscht den Level aus Spielerperspektive, testet ihn also. Kompilierungszeit? Das war gestern!

    Snapmap umfasst alle Gegner, Texturen und Objekte aus Doom. Für jedes Element gibt es einen Beispiel-Level. Dazu kommen mehrstufige Tutorials, die alle Funktionen vorbildlich erklären, und sogenannte Snap Puzzles, bei denen ihr Aufgaben mithilfe der vorgegebenen Elemente lösen müsst. So lernt man spielerisch den Umgang mit dem mächtigen Tool.

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    Doom (2016) im Video: So spielt es sich, Teil 1 von 2
    Spielecover zu Doom (2016)
    Doom (2016)

    Versteckte Komplexität

    Der Snapmap-Editor von Doom erlaubt theoretisch unendlichen Karten-Nachschub - gratis! Der Snapmap-Editor von Doom erlaubt theoretisch unendlichen Karten-Nachschub - gratis! Quelle: Bethesda Alle platzierten Objekte lassen sich bearbeiten und an Logikketten knüpfen. Dadurch weiß das Spiel etwa, dass der Level nach dem Tod des Bossmonsters als abgeschlossen gilt oder das Betätigen eines Knopfes die Tür im nächsten Raum öffnet und eine Dämonenhorde beschwört. Möglicher Stolperstein: Die Anzahl an Logikketten und Objekten wird von der maximalen Dateigröße begrenzt. Dafür garantiert id, dass ihr die kleinen Baupläne, anhand derer das Spiel die Levels automatisch nachbaut, innerhalb weniger Sekunden auf die Server hoch- und wieder herunterladen könnt.

    Unerlässlich für ein stimmiges Level-Bild: Ihr platziert auch Licht­effekte und legt Sounds fest. Die Datenbank umfasst Hunderte Einträge. Wer sich lieber von anderen Künstlern inspirieren lässt, kann veröffentlichte Karten als Grundlage für sein eigenes Modul verwenden. Fair: Der ursprüngliche Ersteller wird beim Download gekennzeichnet. So schmückt sich niemand mit fremden Federn. Jedes Objekt kann mit einer Reihe von Bedingungen verknüpft werden, so lassen sich komplexe Logikketten erstellen. Jedes Objekt kann mit einer Reihe von Bedingungen verknüpft werden, so lassen sich komplexe Logikketten erstellen. Quelle: Bethesda

    Keine Genre- oder Plattform-Grenzen

    Für den Editor zeichnet das id-Partnerstudio Escala­tion verantwortlich. Dessen Chef Tom Maistan gründete einst Ritual Entertainment (Heavy Metal: F.A.K.K. 2) und baute selbst als Modder über 100 Karten für das originale Doom. Was Snapmap so faszinierend macht: Der Nachschub an neuen, kostenlosen Maps ist quasi unbegrenzt und im Gegensatz zu vielen ausgewachsenen Mods ist die Installation problemlos, Kompatibilitätsprobleme sind ausgeschlossen. Besonders interessant: Mit Snapmap lassen sich nicht nur Standard-Maps für Einzel-, Mehr- und Koop-Modus bauen. Es sind auch völlig neue Spielprinzipien möglich, die mit dem ursprünglichen Shooter-Grundgerüst nicht mehr allzu viel zu tun haben!

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    Doom (2016) im Video: So spielt es sich, Teil 2 von 2
    Spielecover zu Doom (2016)
    Doom (2016)

    Entwickler Escalation hat schon fleißig Beispiel-Karten gebastelt; die Kreativität der vielen tausend Spieler dürfte deren Variantenreichtum noch übertreffen. Unter anderem sahen wir: ein Musikspiel mit funktionierenden Klaviertasten, eine Memory-Variante, einen an Mirror's Edge angelehnten Parkour-Level und ein vollständig ausgearbeitetes Tower-Defense-Spiel!

    Lust auf eine an Doom 3 angelegte Horrorerfahrung? Dann baut sie euch per Snapmap doch einfach selbst! Lust auf eine an Doom 3 angelegte Horrorerfahrung? Dann baut sie euch per Snapmap doch einfach selbst! Quelle: Bethesda Top: Eine Community-Anlaufstelle im Spiel sortiert erstellte Maps nach Beliebtheit. Dort werden auch plattformübergreifend Karten ausgetauscht, die auf Playstation 4 und Xbox One entstanden. Allerdings ist dafür - und für das Hochladen von Maps - ein kostenloses Konto bei der neuen Webseite Bethesda.net nötig. Dabei handelt es sich anders als vermutet nicht um eine Bethesda-exklusive Alternative zu Steam oder Origin, es ist lediglich eine Anlaufstelle für die Community. Wer nur Levels von seiner eigenen Plattform herunterladen oder eigene Projekte mit Freunden spielen möchte, braucht keinen Account.

    Übrigens: Die Doom-Entwickler denken darüber nach, später komplexere Tools für die aktive Modding-Szene am PC zu veröffentlichen. Mit denen wären dann auch neue Kampagnen und Story-Zwischensequenzen denkbar. Denn zumindest zum Release lassen sich einzelne Snapmap-Karten noch nicht zu längeren Feldzügen verbinden.

    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von Kartamus Erfahrener Benutzer
        Es dauert dann ungefähr 3 Stunden, nach Release, und die ersten paar Levels von Doom 1 und 2 sind nachgebaut und spielbereit im Netz.
      • Von Weissbier242 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Shadow_Man
        Das schöne dabei ist ja, dass man auch Einzelspielerlevels machen kann :)
        Das war schon bei Doom/ q3 und co damals cool, da gabs unmengen an Mods usw und Levelnachschub  Unter anderem sind ja auch so die legendären Mods Team Fortress, oder Rocket Arena entstanden. So hat man Spiele Jahre gezockt.
      • Von Shadow_Man Erfahrener Benutzer
        Das schöne dabei ist ja, dass man auch Einzelspielerlevels machen kann 
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Doom (2016)
Doom (2016): Wie id Software die Modder-Szene mit dem Snapmap-Editor revolutionieren will
Der neue Ego-Shooter Doom bietet vorerst keine "echten" Editor-Tools für Profis. Mit Snapmap hat id Software aber eine Geheimwaffe für von Usern kreierte Inhalte in der Hinterhand. PC Games zeigt euch, was das Map-Programm so einzigartig macht.
http://www.pcgames.de/Doom-2016-Spiel-56369/Specials/Snapmap-Vorschau-Editor-Mods-Modding-1184019/
26.01.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/01/Doom_2016_Snapmap_Editor-pc-games_b2teaser_169.jpg
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