Devil May Cry 5 im Test: Wächst mit der Heldenriege auch der Spielspaß? + Testvideo
V, Dante und Nero - Capcom lässt euch diesmal gleich mit drei Dämonenjägern auf das Höllengesocks los. Im Test von Devil May Cry 5 klären wir die Frage, ob die drei unterschiedlichen Kampfstile nicht nur für Abwechslung sondern auch für mehr Spielspaß sorgen. Oder wirkt sich die regelmäßige Umgewöhnung eher negativ aus?
Franklin, Michael, Trevor - die Entscheidung von Rockstar Games, in GTA 5 auf drei spielbare Charaktere zu setzen, erwies sich als goldrichtig. Statt nur einem konnten gleich drei Storystränge erzählt werden und auch die Dialoge untereinander gewannen an Reiz, schließlich konnte man jeden der drei Hauptprotagonisten über viele Stunden kennenlernen.Während sich Charakterwechsel in GTA 5 allerdings nur marginal auf das Gameplay auswirken, multipliziert Devil May Cry 5 (jetzt kaufen 8,11 € ) das Kampferlebnis mit dem Faktor Drei. Dante, Nero und V unterscheiden sich nicht bloß durch ihre Waffenauswahl, sondern verwenden einzigartige Gameplay-Stile. Ob sich dieses Konzept als genialer Spielspaßfaktor erweist oder sich die japanischen Entwickler mit den regelmäßigen Wechseln eher verzettelt haben, lest ihr in unserem Test zum neuen Third-Person-Action-Schnetzler.
In diesem Artikel
Die Legende lebt
Am meisten Spaß hat uns während des zehn- bis 15-stündigen Schnetzel-Abenteuers Dante bereitet. Der legendäre Teufelsjäger bietet mit Abstand die größte Kampfvarianz, kann man doch jederzeit per Schultertasten zwischen verschiedenen Schuss- und Schlagwaffen sowie mittels Digipad aus vier Kampfstilarten wählen: Trickster, Gunslinger, Swordmaster und Royal Guard. In der Rolle des Royal Guards versteht sich Dante als Konterkämpfer, während sich für entfernte oder fliegende Dämonen der Gunslinger-Modus eignet. Trickster lässt Dante zum Martial-Arts-Kämpfer werden, was ebenfalls ordentlich Laune bereitet, da sich Dante damit deutlich von den restlichen Recken unterscheidet.
Dantes Schlagwaffenauswahl beschränkt sich zunächst auf sein Rebellion-Schwert und eine Art Feuerfäuste namens Balrog. Es braucht durchaus etwas, bis die Spielspaßkurve mit Dante ansteigt. Spätestens als der Dämonenjäger nach einem der vielen Bosskämpfe jedoch das Cavaliere erhält, geraten wir in den so geliebten Fighting Flow. Das Cavaliere ist eine Mischung aus Motorrad und Schwert. Damit pflügt Dante nicht nur durch Gegnermassen, sondern kann das Cavaliere im Nahkampf in zwei Teile zerlegen und den Dämonen damit förmlich das Fleisch aus den Rippen sägen. Eine Zeit lang wollten wir den zum Schwert umfunktionierten Chopper gar nicht mehr aus den Händen legen, so viel Freude hatten wir mit dieser höchst ungewöhnlichen Waffe.Für jeden Dämonenärger lassen sich mittels der verdienten roten Kugeln eine Reihe an Fertigkeiten freischalten. Neben dem Cavaliere kitzelten auch beim King Cerberus unsere Upgrade-Finger. Die Waffe mit den an einem Ring befestigten drei Stangen erinnert an einen traditionellen chinesischen Dreistock. King Cerberus lässt sich entweder ähnlich wie ein Nunchaku verwenden oder zu einer langen Stange zusammensetzen. Die Waffe spuckt Feuer, Eis und Blitze, ist also für jede Gegnerart geeignet. Am Ende des Abenteuers kann Dante aus insgesamt acht Waffen wählen. Überdies ist unser Dämonenschreck in der Lage sich in eine zweite Devil-Trigger-Gestalt zu verwandeln, wodurch Machtgefühl und Spielspaß merklich ansteigen.
Newcomer mit Startschwierigkeiten
Das angesprochene Machtgefühl will sich bei Neuling V zunächst nicht so richtig entfalten. Statt den Dämonen eigenhändig auf die Mütze zu geben, muss sich V auf seine Helfer Griffon, Shadow und Nightmare verlassen. Es dauert eine Weile, bis man Vogel, Panther und Golem als das ansieht, was sie eigentlich sind: Vs Waffen, die sich ebenso über verschiedene Fertigkeiten aufwerten lassen. Mit der Zeit gingen Vs Befehle immer mehr in Fleisch und Blut über, wodurch auch der Spielspaß anstieg.Der Dritte im Teufelsjäger-Bunde, Nero, verfügt dank seiner Devil-Breaker-Armaufsätze zwar über eine ähnlich große Waffen-Varianz wie Dante. Allerdings lässt sich Neros Devil-Breaker-Auswahl nicht durchschalten. Möchtet ihr einen anderen mitgeführten Devil Breaker nutzen, müsst ihr den aktuell angeschraubten Elektro-Arm wegwerfen - er wird dadurch immerhin zu einer Bombe.Diese Design-Entscheidung der Entwickler halten wir für falsch, denn dadurch verhindert man taktische Manöver, zu denen die Devil Breaker ansonsten wunderbar einladen würden. Zwar habt ihr die Möglichkeit vor einer Mission ein Devil-Breaker-Set auszuwählen und dabei auch die Reihenfolge der Aufsätze zu bestimmen. Doch sind strategische Überlegungen hier zwecklos, da natürlich vorher niemand weiß, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Gegnerarten sich uns in den Weg stellen.Auf dem einfachsten von anfangs zwei Schwierigkeitsgraden, macht sich dieser Makel nicht allzu sehr bemerkbar, da ein Ableben hier eine Seltenheit bleibt. Die höhere Stufe verlangt da schon nach mehr Bedacht, da sich hier eure Lebensenergie deutlich schneller dem Minimum entgegen neigt. Nach dem Durchspielen wird ein dritter Schwierigkeitsgrad freigeschaltet, der selbst Profis einiges abverlangt.
Teuflisch gut oder aus der Hölle?
Ist die dämonenjagende Dreifaltigkeit nun also Segen oder Fluch? Der Glaubwürdigkeit ist die Aufteilung auf drei Charaktere mit Sicherheit dienlich. Würde man einem der drei Dämonenjäger all diese Waffen, Devil Breaker und tierischen Helferlein an die Hand geben, wäre das mit der Story nicht mehr vereinbar. Insofern standen die Devil May Cry 5-Macher vor der Entscheidung, ob sie die Kampfvarianz deutlich beschneiden oder auf der anderen Seite dem Spieler abverlangen, sich regelmäßig umzustellen und Tastenkombinationen für Fertigkeiten wieder in Erinnerung zu rufen.Trotz unserer Skepsis im Vorfeld halten wir das gewählte Konzept letztlich für gelungen. Wie bei GTA 5 buhlen drei Charaktere um eure Sympathie. Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, sollte doch für den Großteil der Spielerschaft mindestens ein Teufelsjäger dabei sein, mit dem man besonders gerne viel Zeit verbringt. Bestimmte Missionen verlangen euch diesbezüglich eine Entscheidung ab: Stürzt ihr euch mit Nero, V oder Dante in den Kampf? Die Rolle des nicht gewählten Charakters übernimmt hier übrigens ein Online-Mitspieler.
Kombo-Hilfe
Die unglaubliche Varianz an Moves hat natürlich zur Folge, dass man sich unzählige Tastenkombinationen merken muss, will man seine Style-Bewertung gen Maximum treiben und so ordentlich rote Kugeln verdienen. Allerdings waren sich die Entwickler dieser Herausforderung bewusst, weshalb sie ein jederzeit zuschaltbares Auto-Hilfe-Feature eingebaut haben. Ist die Funktion aktiviert, lassen sich durch einfache Befehlseingaben komplexe Kombos ausführen - sofern man die entsprechenden Kampf-Fertigkeiten zuvor freigeschaltet hat.Danke der Auto-Hilfe fällt es Einsteigern oder Gelegenheits-Schnetzlern deutlich leichter, stilvolle Kämpfe zu absolvieren. Dies sorgt für ein befriedigendes Kampfgefühl und ist dem Spielspaß durchaus zuträglich. Nachteil ist jedoch, dass zum Beispiel Dante automatisch Waffen und Kampfstilarten wechselt. Möchtet ihr also etwa das erwähnte Cavaliere nicht aus der Hand geben, solltet ihr die Auto-Hilfe ausschalten. Profis werden die Hilfe ohnehin links liegen lassen und sich stattdessen über einen höheren Bonus an roten Kugeln freuen, der sie nach einer abgeschlossenen Mission erwartet.
Einfach nur abscheulich
Capcoms Kampf gegen Dämonen ist seit jeher voll von superekligen Gestalten, die wir nicht mal unseren größten Feinden in ihre Alpträume wünschen würden. In Devil May Cry 5 übertreffen sich die Macher jedoch selbst. 19 kreative Gegnerarten und ebenso viele Bosse sorgen für Gänsehaut und Ekelgefühle gleichermaßen. Die Death Scissors zum Beispiel sind fliegende Geister, die ihre riesigen Scheren am liebsten um unseren Hals legen. Der krabbelnde Nobody trägt eine riesige Greifhand auf dem Rücken, während dem Behemoth gleich zwei fette Zungen aus dem Maul wachsen.
Auftritte neuer Dämonen und Bosse werden gut inszeniert, man kriegt Lust das Teufelszeug schnurstracks zurück in die Hölle zu schicken. Wie von der DMC-Serie gewohnt, werden Kampfabschnitte nach dem Auftauchen von Gegnern abgesperrt, so dass ihr nicht flüchten könnt - was für einen ambitionierten Dämonenjäger ohnehin nie in Frage käme. Die Herausforderung speist sich dabei vor allem aus der Masse der Gegner, besonders "clever" agieren die Dämonen nicht. Auch die Bosskämpfe spielen sich recht ähnlich.

Es wird auch festgestellt, dass in den westlichen Nationen die Bevölkerungszahlen zurückgehen. Es gab auch in New York einst einen Stromausfall, Fernseher und Co gingen also nicht.
Naja, dass es neun Monate später einen merklichen Anstieg der Geburten gab, hängt "natürlich nicht" damit zusammen, auch die obengenannten Fakten sind eben nicht kausal zu sehen.
Es wird auch festgestellt, dass in den westlichen Nationen die Bevölkerungszahlen zurückgehen. Es gab auch in New York einst einen Stromausfall, Fernseher und Co gingen also nicht.
Naja, dass es neun Monate später einen merklichen Anstieg der Geburten gab, hängt "natürlich nicht" damit zusammen, auch die obengenannten Fakten sind eben nicht kausal zu sehen.
Ich kenne durchaus gut aussehende Frauen, die sich gern "sexy" zeigen, aber eben auch was in der Birne haben und dies auch deutlich machen. Und mit ihren körperlichen Makeln eben auch frei und offen umgehen. Ich hab noch nie erlebt, dass diesen Frauen derartiges vorgeworfen wurde. Es gab immer lediglich eine Diskussion darüber, ob man sich so zeigen sollte, wenn man in einer Beziehung ist. Aber bei einer simplen, respektvollen Diskussion blieb es auch. :ugly:
Ich kenne auch fülligere Frauen, die sich für irgendwelche Kampagnen gegen body shamingauch mal in Dessous gezwängt haben. Mag optisch nicht jedem gefallen (ich selbst stehe ja auch eher auf schlankere Vertreter des schönen Geschlechts), ist aber durchaus zu respektieren. Weil diese "Makellosigkeit" noch immer Schönheitsideal Nr. 1 ist und mehr als genug body shaming betrieben wird.
Eine ganz andere Schiene ist es aber, wenn in der Werbung für ein Produkt geworben wird, indem man eine Frau halbnackt rum tanzen lässt. Da kann man auch ne halbnackte Dicke rum laufen lassen, es stünde in Kritik. Sex Sells ist der eigentliche Kritikpunkt, weil ein halbnackter Frauenkörper nur dazu dient, um die Aufmerksamkeit entsprechend zu lenken. Die Frau wird damit also zum Objekt.
Es ist auch Gegenstand dieser Diskussion, wenn Frauen in Videogames darstellt werden, als würden sie sich einzig und allein durch ihr sexy Aussehen definieren, nur um irgendwelche pupertären Fantasien anzusprechen. Immerhin ist das Äußere und die oft knappen Klamotten genau das, was als erstes ins Auge sticht. Nicht der Charakter, nicht die Story des Charakters usw. Sondern das Aussehen, das oft genug auf "Hochglanz" und "perfekt" getrimmt ist, um einem Schönheitsideal zu entsprechen und weiter zu etablieren. Und ob dieser optische Fokus auf das "perfekte" Äußere, in Verbindung mit knapper, körperbetonter Kleidung, dem jeweiligen Spiel zuträglich ist, will ich mal bezweifeln. Jedenfalls bereichert diese Art der Darstellung ein Spiel keinesfalls.
Im weiteren Sinne geht es also tatsächlich um das Aussehen. Insofern, dass nach wie vor ein vollkommen unrealistisches Schönheitsideal präsentiert wird, dem in der Realität kein Mensch entspricht. Jedenfalls nicht ohne Hilfe von Photoshop. Aber es geht eben auch darum, dass Frauen viel zu oft zu Objekten degradiert werden.
Ich kenne deinen persönlichen Geschmack ja nun mittlerweile. ;) Du stehst halt auf Weiber a'la DoA und das gern auch in Verbindung mit knappen Klamotten. Das hast du schon oft genug deutlich gemacht, ungeachtet der Wesenszüge dieser Frauen. Sei dir auch gegönnt und daran ist erstmal grundsätzlich alles okay. Vielleicht solltest du aber doch mal darüber nachdenken, ob du diesem medialen Schönheitsideal nicht doch auf den Leim gegangen bist. Denn dein Frauengeschmack entspricht eben genau diesem.
Interessant ist auch, dass du scheinbar nur strikt zwischen "hässlich" und "hübsch" (in deinen Augen) unterscheidest. Ich zumindest (und vermutlich auch sonst kaum einer hier) würde nicht auf den Trichter kommen, eine Frau, die nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht, als hässlich zu bezeichnen. Das ist immerhin schon ziemlich respektlos, beleidigend und der Inbegriff von "body shaming". Zumal "hässlich" schon ein extremes Wort ist und sicherlich auf die wenigsten Menschen zutrifft.
Nichtsdestotrotz sollte man trotzdem wenigstens nachvollziehen können, warum Spiel X und Medium Y kritisiert werden. Ob man der Kritik nun zustimmt oder nicht, ist ja dann das zweite Paar Schuhe.
Dass es natürlich auch irgendwelche "Hitma'ams" gibt, die ihre Meinung ziemlich radikal vertreten, ist ja korrekt. Aber das sind die lautesten, nicht der Großteil. Nur werden die lautesten eben als erstes gehört und angehört. Aber solche Trottel, die einem eine vernünftige Diskussion unmöglich machen, gibt es überall. Man darf halt nur nicht den Fehler machen, diese als Maß aller Dinge anzusehen.
Manches finde auch ich überzogen, z.B. die Lensflares über Trishs Hinterteil, um mal wieder etwas mehr zum Thema zurück zukommen. Stört zwar überhaupt nicht im Spiel und hat keinerlei Einfluss auf das, was da passiert. Daher ist es mir auch keinen Aufreger wert. Aber unnötig ist es trotzdem, dass ist korrekt. Es ist die Mühe einfach nicht wert gewesen, weil weder das eine, noch andere Einfluss auf das Spiel hat.
Dennoch ist und bleibt DMC5 ein super Spiel, ob nun zensierter Hintern oder nicht. :) Ich bin, denke ich, bald mit dem 1. Durchgang durch und danach wird es noch den zweiten Durchgang geben, eventuell auch noch n dritten. Dadurch, dass man an einigen Stellen auch den Charakter wählen kann, steigt dann auch der Wiederspielbarkeitswert ein klein wenig mehr. Hätte nicht erwartet, dass mich das Spiel so dermaßen motiviert, wo ich von der Demo doch eigentlich eher mäßig begeistert war.
Ob eine Frau hübsch ist oder nicht, ist überhaupt gar nicht Gegenstand der Debatte. Es geht einzig und allein um die "Übersexualisierung" und Objektifizierung von Frauen in Medien (Werbung, TV, Filme, Spiele o.ä.). Du kannst n Kopfstand machen und die Luft anhalten, es würde nichts an der Tatsache ändern, dass es rein gar nicht um das Aussehen an sich geht, sondern um die mediale Darstellung. Und das hat rein gar nichts mit Prüderie zu tun.
Frage mal die Grid-Girls bei der Formel 1 ob die so begeistert über ihre Entlassung waren, nachdem die SJWs da Druck gemacht hatten.
Aber warum sprichst du eigentlich immer von schönen Frauen im Zusammenhang mit Freizügigkeit und Nacktheit? Das würde mich mal ernsthaft interessieren. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Ist in deinen Augen eine Frau nur dann schön und begehrenswert, wenn sie mehr nackte Haut zeigt? Oder wie darf ich das verstehen? Ernsthaft, ich würde das jetzt gern mal wissen, wie du da den Zusammenhang herstellst.
Ob eine Frau hübsch ist oder nicht, ist überhaupt gar nicht Gegenstand der Debatte. Es geht einzig und allein um die "Übersexualisierung" und Objektifizierung von Frauen in Medien (Werbung, TV, Filme, Spiele o.ä.). Du kannst n Kopfstand machen und die Luft anhalten, es würde nichts an der Tatsache ändern, dass es rein gar nicht um das Aussehen an sich geht, sondern um die mediale Darstellung. Und das hat rein gar nichts mit Prüderie zu tun.
Außerdem kann ich schwerlich das Argument akzeptieren, dass Videospielfiguren selbstbestimmt sind. Letztlich sind sie auch nur von realen Menschen erdacht, mit welchem Hintergrund auch immer. Frauen in Videospielen sind letztlich nichts anderes als die Darstellung der Fantasie realer Personen. Wenn eine Frau auf Instagram sich halbnackt zeigt und das vlt. auch aus Protest vor "Du solltest dich als Frau nicht so zeigen", ist das schon wieder was anderes. Denn diese Frau ist, im Gegensatz zu Polygon-Frauen, tatsächlich selbstbestimmt.