Deus Ex: Invisible War

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Viel Licht, viel Schatten

In kleineren Levelabschnitten zeigen die Designer, dass Sie stimmungsvolle Räume basteln können, ... In kleineren Levelabschnitten zeigen die Designer, dass Sie stimmungsvolle Räume basteln können, ... Auch das Leveldesign hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die Levels sind durch die Bank sehr klein und kompakt. Selbst in den Außenlevels hat man das Gefühl, sich eher in einem großen Raum
zu befinden, als wirklich irgendwo draußen herumzuspazieren. Das verkürzt zwar die Ladezeiten, dafür wird insgesamt öfter nachgeladen als in anderen Actionspielen (vergleichbar mit Elite Force 2). Optisch übertreffen Schauplätze wie die hübsche Moschee in Kairo, die dunklen Straßenzüge in Trier oder die Basis in der Antarktis das Grafikniveau aktueller Shooter. An anderen Stellen sieht es wiederum sehr schlicht, ja geradezu hässlich aus. Man muss den Leveldesignern aber zugute halten, dass sie das offene Spieldesign von Deus Ex 2 konsequent mit Alternativ-Routen zu den jeweiligen Missionszielen unterstützen. Zwar führen viele dieser Routen durch schnöde Luftschächte, aber Sie kraxeln auch schon mal durch stillgelegte Fahrstuhlschächte oder schleichen sich über Umwege durch die Kanalisation zum Ziel. Auch der Schatten spielt in Deus Ex: Invisible War eine große Rolle. In der Dunkelheit sind Sie für Ihre Gegner schlechter zu sehen und können sich oft unbemerkt durch die feindlichen Reihen schummeln. Manche Lichtquellen sind frei beweglich und leuchten nach einem Schubser die Umgebung sehr stimmungsvoll aus, wobei sich die Schatten im Level dynamisch den Bewegungen der Lichtquelle anpassen. Anders als in Splinter Cell lassen sich Straßenlichter und dergleichen nicht zerstören - laut Warren Spector eine Design-Entscheidung, da das Spiel sonst zu einfach geworden wäre. Sehr schön ist die Liebe zum Detail: In den Levels selbst wimmelt es geradezu von Kisten, Flaschen, Paletten, Basketbällen, Möbelstücken und sonstigem Kleinkram, den man realistischer als in Max Payne 2 herumschubsen und -werfen kann. Freilich sorgt die überzogene Spielphysik aber auch schon mal für unrealistische Situationen, in denen schwere Kisten oder bewusstlose Körper meterweit durch die Luft fliegen.

Technologie von Epic

dafür sehen viele der Außenlevels wirklich grottig aus, wie beispielsweise diese Häuserfront in Lower Seattle. dafür sehen viele der Außenlevels wirklich grottig aus, wie beispielsweise diese Häuserfront in Lower Seattle. Entwickler Ion Storm setzt in Deus Ex 2 eine modifizierte Version der Unreal-Engine ein, die, wie bereits erwähnt, um dynamischen Schattenwurf sowie viele Extras (Havoc-Physikengine, fortschrittlicheres Soundsystem) erweitert wurde. Ohne DirectX-8-Grafikkarte läuft gar nichts, eine Geforce3 sollte es schon mindestens sein. Der Sound bietet leider keine EAX-Unterstützung, dafür passen die Musikstücke schön zur Atmosphäre des jeweiligen Levels. Die deutsche Synchronisation ist bis auf einen Totalausfall gut gelungen - dass viele Charaktere ihre Lippen bei Gesprächen geschlossen halten, liegt laut Eidos an unserer Testversion.

Wertung zu Deus Ex 2: Invisible War (PC)

Wertung:

8.5 /10

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