Darksiders im Test: Kann der God of War- und Zelda-Klon für den PC überzeugen?
Wurmkur: Die End- und Zwischengegner sind mitunter riesig. Mit diesen Sandwürmern etwa sollten Sie sich erst anlegen, wenn Sie Ihr Pferd erhalten haben. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Um alle Secrets in Darksiders zu entdecken, sollten Sie rund 20 Spielstunden einplanen. Obwohl die Story nicht so recht in Fahrt kommt und die Charaktere blass bleiben, schafft es der Titel dennoch, den Zocker über die gesamte Spieldauer zu motivieren. Das liegt am wunderbaren Mix aus Kampf-Sequenzen, die an God of War oder Devil May Cry erinnern, mitunter recht knackigen Rätseln und einem früh einsetzenden Sammel- und Entdeckertrieb. Aufgelockert wird das Ganze zusätzlich noch durch Third-Person- und Tunnel-Shooter-Passagen. Alles in allem also ein gelungenes Action-Adventure, aufgrund des hohen Gewaltgrads jedoch nichts für Kinder und Jugendliche.
Das gefiel uns an Darksiders:
Drive-by-Shooting: Auf Ihrem rasanten Pferd mit der Pistole im Anschlag sind selbst große Gegnermassen kein Problem. Wie auch, Sie sind einfach viel zu schnell. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Die Kämpfe
Ob Bossfights, Gefechte hoch zu Ross, Shooter-Einlagen oder Scharmützel gegen große Gegnermassen – Kämpfe bestreiten Sie in Darksiders zuhauf. Bis auf die erste, stupide Spielstunde wird Abwechslung dabei auch großgeschrieben. Schließlich setzen Sie eine große Zahl an Kombos, Waffen, Gegenständen und Zaubern ein, um Ihre Gegner über den Jordan zu schicken. Und wenn alle Stricke reißen, verwandeln Sie sich bei entsprechend gefüllter Wutleiste einfach in einen feurigen Dämon.
Die Rätsel
Neben den zahlreichen Kämpfen lösen Sie diverse Rätsel. Die machen zwar grundlegend nichts neu, sind aber schick inszeniert und mitunter richtig knackig. Meist verschieben Sie Blöcke und andere Objekte, betätigen Schalter und / oder setzen Ihre zahlreichen Gegenstände sinnvoll und miteinander kombiniert ein.
Der Sammeltrieb
Nach jedem Dungeon erhalten Sie neue Gegenstände, einen größeren Lebensbalken oder andere Dinge. Zudem erschließen sich mit jedem neuen Gegenstand, wie etwa dem Enterhaken oder dem Bumerang, neue Wege. Eine große Faszination erschließt sich also daher, dass Sie bereits besuchte Gebiete nach versteckten Ecken oder Geheimgängen abgrasen.
Die Atmosphäre
Die spielerische Apokalypse wird gut herübergebracht. Das hat mehrere Gründe. Erstens zieht das Spielgeschehen den Spieler in den Bann und passt hervorragend zum Rätsel-Kampf-Erkunden-Mix. Auch der comichafte Grafikstil sorgt für ein stimmungsvolles Gesamtbild, auch wenn er anfangs sicher für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig wirken mag. Und schlussendlich wurde auch auf der soundtechnischen Seite gut gearbeitet. Die Sprecher verrichten einen tollen Job und der orchestrale Soundtrack untermalt das Spiel dezent, aber atmosphärisch.
Die Gegenstände
Nach und nach häufen sich immer mehr Gegenstände in Ihrem Inventar an. Die meisten davon mögen dreist geklaut sein, etwa der Enterhaken oder der Bumerang aus Zelda oder die Portalkanone aus Portal (hier stimmt sogar die Farbkodierung mit Valves Hit überein), fügen sich aber stimmig ins Spiel ein. Vor allem in die zahlreichen Rätsel sind die Gegenstände intelligent eingearbeitet und sorgen so für Abwechslung. Zudem motiviert es ungemein, sein Inventar immer weiter zu füllen und sich so neue Wege zu erschließen. Ein besonderer „Gegenstand“: Nach rund der Hälfte des Spiels erobern Sie Ihr Pferd Ruin zurück. Fortan dürfen Sie Ihren Gegnern in bestimmten Gebieten auch beritten den Garaus machen.
Das Upgrade-System
Sensenmann: Gegen größere Gegneransammlungen empfiehlt es sich, die bei Händler Vulgrim erhältliche Sense zu nutzen. So sammeln Sie unter anderem mehr Seelen ein. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Beim Dämonenhändler Vulgrim erstehen Sie neue Angriffe, Zauber und Waffen. Als Währung dafür dienen gesammelte Seelen besiegter Gegner. Mit der Zeit häuft sich so ein wahres Arsenal an Kombo-Attacken an. Die Auswahl an Waffen und Zaubern ist da schon überschaubarer, aber dafür sind diese umso wirkungsvoller und unterscheiden sich stark voneinander. Ihre Waffen erhalten sogar Erfahrungspunkte, steigen im Level auf und werden somit stärker. Zudem besitzt jeder Prügel einen Ausrüstungsplatz für einen Zusatzeffekt. So sammeln Sie etwa mehr Seelen von Gegnern oder richten mehr Schaden mit Kombo-Attacken an.
Die Steuerung
Eins vorneweg: Bereits auf der Konsole war die Steuerung überfrachtet, daran hat sich auf dem PC nichts geändert. Nichtsdestotrotz sind einige Dinge sehr gut mit Maus und Tastatur zu steuern. Normale Kämpfe etwa gehen locker von der Hand, Quicktime-Events sind quasi „nebenbei“ auslösbar und fügen sich so flüssig in die Kämpfe ein und auch der Einsatz von Gegenständen, das Herbeirufen Ihres Pferdes und die Verwandlung in die Dämonenform sind sehr gut steuerbar.
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Musste mir daraufhin nochmals durchlesen, was ihr hier über das Spiel geschrieben hattet. Meiner Meinung nach wird hier auf einem hohen Niveau kritisiert.
Was mich störte, war wie auch hier erwähnt, die Steuerung.…
Aber erst mal Dantes Inferno durchzocken! Das hätte EA mal für PCs rausbringen sollen!