Codename: Panzers
Schützen Sie die Veteranen!
In drei Kampagnen erwarten Sie insgesamt 30 Aufträge, zwölf davon aufseiten der Wehrmacht, die Feldzüge für die Rote Armee und die Westalliierten haben jeweils neun. Je nach Kartengröße müssen Sie pro Einsatz rund 60 bis 90 Minuten einplanen, sodass Codename: Panzers auf eine Gesamtdauer von satten 35 bis 40 Stunden kommt - dreimal mehr als Leichtgewichte wie C&C Generäle auffahren. Allerdings gleicht der Ablauf auch eher Afrika Korps oder Praetorians als Command & Conquer. Wie im Taktik-Genre mittlerweile üblich, konzentrieren Sie sich aufs Kämpfen. Der typische Basisbau fehlt ebenso wie Ressourcenmanagement und Truppenproduktion. Ihre Streitmacht stellen Sie sich im Voraus zusammen. Dazu steht Ihnen eine bestimmte Menge an Prestigepunkten zur Verfügung. Ein Panzer ist beispielsweise für 200 zu haben, eine Gruppe Gewehrschützen schon für 40. Zusatzpunkte gibt's für überzeugend abgeschlossene Einsätze. Einmal angeheuert, bleiben Ihnen Ihre Männer bis zum bitteren Ende treu - solange Sie gut auf sie Acht geben. Nicht nur deshalb lohnt sich vorsichtiges Vorrücken: Ihre Untergebenen gewinnen im Spielverlauf an Erfahrung und erhöhen damit ihre Schlagkraft. Gefallene Veteranen sind nur schwer zu ersetzen. Upgrades sind dagegen für ein Butterbrot zu haben: Wer seiner kampferprobten Panzerbesatzung einen nagelneuen T-34 spendieren und den rostigen BT-7 verschrotten will, zahlt nur den Differenzbetrag. Wie die Schlachten orientiert sich auch die Ausrüstung an historischen Vorlagen, ohne es jedoch sehr genau zu nehmen - allzu große geschichtliche Ungleichheiten haben die Entwickler zugunsten der Spielbarkeit ausgebügelt.
Ein Hoch auf die Pausetaste
Auf drei Seiten erleben Sie die Landung der Alliierten in der Normandie, die Schlacht um Stalingrad und den Vormarsch auf Paris mit. In den Missionen selbst dominiert das von Blitzkrieg bekannte Puzzlespiel. Nicht die Aufgaben sind das Spannendste - obwohl die Macher die üblichen Aufträge der Marke ""robere Punkt X und halte dann Punkt Y" mit Skript-Ereignissen und Story-Einlagen aufgepeppt haben -, sondern die Kämpfe selbst. Beispiel: Scharfschützen haben an einer Straßenkreuzung eine kleine Verteidigungsstellung der Deutschen ausgemacht. Eine Pak, ein Maschinengewehr, ein Mörser. "Kein Problem", denken Sie und schicken die Infanterie vor. Dann passiert Folgendes: Die Infanterie schaltet die Bedienmannschaft der Pak schnell aus, kommt dann aber unter Feuer des MGs und des Mörsers. Zu allem Übel schlagen nun auch noch Granaten von einer schweren Artilleriestellung ein, die die Verteidiger irgendwo außerhalb ausgehoben haben. Und dann heulen Dieselmotoren auf und zwei Panther-Tanks poltern ins Blickfeld. Der Finger schnellt zur Pausentaste - zum Glück lassen sich auch in der Auszeit Befehle erteilen. Die Infanterie wird auf dem schnellsten Weg zurückbeordert, denn auf Artilleriebeschuss reagiert sie äußerst allergisch. Stattdessen werden zwei T-34/85 zur Unterstützung gerufen. Die können die beiden Panther dank Kampferfahrung im Duell überwältigen, geraten dann aber erneut unter Feuer von der Panzerabwehrkanone, die die Deutschen inzwischen wieder bemannt haben. Der Gesundheitsbalken des einen Sowjet-Tanks ist bereits im roten Bereich, jetzt heißt es schnell handeln. Auf Knopfdruck wird Luftunterstützung angefordert - zwei Sekunden später taucht ein Sturmovik-Kampfflugzeug auf die Verteidiger herab und beendet den Einsatz der Pak ein für alle Mal.


panzers ist nur leider kein deutsches spiel.
Doch, ursprünglich schon! (Ideen etc.)
Nur die Entwickler kommen…
panzers ist nur leider kein deutsches spiel.
Oder was meint Ihr?
[hitazcl]
Hat's ja auch verdient.
Ausser der T-34-Missions-Bug hat bei mir zu einigem Kopfzerbrechen geführt.