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Call of Duty: Black Ops (PC)

Release:
09.11.2010
Genre:
Action
Publisher:
Activision Blizzard

Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg und mögliche Schauplätze - Eine Exkursion in die Geschichte

17.02.2010 19:53 Uhr
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Neu
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Call of Duty 7, offiziell noch ohne Untertitel und Setting, soll laut Gerüchten im Vietnamkrieg spielen. Doch was war der Vietnamkrieg eigentlich und welche Schlachten könnten im Spiel behandelt werden?

Generalleutnant Do Cao Tri beim Einfall in Kambodscha im Jahr 1970. Generalleutnant Do Cao Tri beim Einfall in Kambodscha im Jahr 1970. Mittlerweile wurde in den USA neu gewählt und Richard Nixon gelang an die Macht. Der Antikommunist wollte mithilfe eines Geheimplans einen Ausweg aus der Vietnam-Misere finden – allerdings nicht, indem er den Krieg aufgab. Ansonsten wäre er als erster amerikanischer Kriegsverlierer in die Geschichte der US-Präsidenten eingegangen. Mit der sogenannten Nixon-Doktrin sollte die US-Armee nur noch in Sonderfällen eingreifen und ein schrittweiser Abzug der US-Truppen erfolgen. Gleichzeitig sollte die ARVN gestärkt und geschult werden. Darüber hinaus wurde die Drohkulisse Madman theory eingeführt, die Hanoi zur Aufgabe zwingen sollte. Die Taktik sah im äußersten Fall sogar einen Atomwaffen-Einsatz vor und sollte den US-Präsidenten als nicht einschätzbaren Machthaber aussehen lassen. In diesem Sinne wurde die Operation MENU eingeleitet. Das Nachbarland Kambodscha wurde massiv mit Bomben belegt, um den Ho Chi Minh Pfad endgültig zu zerstören. Doch Hanoi gab nicht nach und auch die Nordvietnam-Unterstützer China und Russland halfen dem bedrohten Staat weiterhin. Also griffen die Bodentruppen Kambodscha an, um die Rückzugsmöglichkeiten des Vietcong einzuschränken. Auch diese Mission scheiterte. In den USA wuchs der Widerstand erneut und Nixon musste nach der Erschießung von vier US-Demonstranten durch die Nationalgarde die Invasion beenden. Weitere Operationen wie Kingpin - eine Befreiungsaktion – oder Lam Son 719 scheiterten. Vor allem durch den weiteren Abzug von US-Truppen und die Unerfahrenheit der ARVN waren zukünftige Aktionen bedroht und die Kommunisten konnten sich nach der Tet-Offensive wieder sammeln und waren zu neuen Schlägen bereit. Der NVA gelang es 1972 in den Süden einzumarschieren und große Teile einzunehmen. Erst Mitte des Jahres konnte die Offensive zurückgeschlagen werden. 100.000 Tote aufseiten der NVA standen rund 25.000 Toten aufseiten der US-Verbündeten gegenüber. Erst im Herbst 1972 gelang es dem US-Sicherheitsberater Henry Kissinger eine Übereinkunft mit den Kommunisten zu schließen. Diese sah unter anderem das Ende der Angriffe auf den Nordvietnam sowie einen Abzug der US-Truppen vor, so dass Anfang September 1972 nur noch rund 40.000 Soldaten in Südvietnam stationiert waren. Die letzte Operation seitens der USA war die Operation Linebacker II – elf Tage lang bombardierten die USA die Städte Haiphong und Hanoi, da der nordvietnamesische Präsident Thieu sich zuerst nicht für die Friedensbemühungen interessierte. Schlussendlich willigte er allerdings ein und alle Parteien unterschrieben am 27. Januar 1973 das Friedensabkommen. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten Verluste in Höhe von 58.193 Mann. Es folgten mehr als 60.000 weitere US-Opfer, die zum Beispiel aufgrund traumatischer Erfahrungen Selbstmord begangen. Letzte Zahlen besagen, dass insgesamt eine Million vietnamesische Kämpfer und vier Millionen Zivilisten starben. Erst am 2. September 1976 wurde die Sozialistische Republik Vietnam gegründet.

Mögliche Schauplätze für Call of Duty 7
Vor diesem kriegerischen Hintergrund spielt höchstwahrscheinlich Call of Duty 7. Doch welche Schlachten wären möglich? Sollte sich das Szenario bestätigen, dürfte der Fokus sicher auf der amerikanischen Phase liegen und die Tet-Offensive wäre so gut wie gesetzt, schließlich zählt sie zu den bedeutendsten Auseinandersetzungen während des Vietnamkrieges. Hier böte es sich an, die Geschichte – ähnlich wie in den Zweiter Weltkriegs-Filmen Flags of our Fathers und Letters from Iwo Jima – aus zwei Perspektiven zu zeigen. Einmal den Angriff des Vietcong aufseiten Nordvietnams und einmal den Gegenangriff der Amerikaner aufseiten der US-Streitkräfte. Da die letzten Teile der Serie immer auf besonders harte Szenen setzten, ist auch ein Einsatz im Phönix Programm denkbar. Das wiederum könnte zu einem Verbot in Deutschland führen – je nach Gewaltgrad der Darstellungen. Darüber hinaus sind Luftangriffe auf den Ho Chi Minh Pfad ebenso denkbar wie das virtuelle Bombardement Kambodschas. Zwar sind Szenen aus der französischen Phase nicht zwingend wahrscheinlich, Geschichtsinteressierte Spieler könnten aber beispielsweise mit dem französischen Angriff auf Hau Phong im Jahre 1946 zufriedengestellt werden. Doch offiziell ist Call of Duty ja noch ohne Untertitel. Und vor allem ohne Setting.

Online-Redakteur
Moderation
17.02.2010 19:53 Uhr
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Neuer Benutzer
Bewertung: 0
24.02.2010 11:55 Uhr
Klasse Artikel,

wenn es so wie bei MW2 ist werde ich es nicht kaufen!!!

Gruss Sybo
spw
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
18.02.2010 22:30 Uhr
Ein Verwandter meinerseits diente bei den Fallschirmjägern ,wurde in Tunesien,als das DAK kapitulieren musste, gefangengenommen,meldete sich zur Legion und hatte in Vietnam ein einschneidendes erlebnis....
dunkle nacht,dschungel: er war der letzte überlebende seiner guppe,floh vor den ihn verfolgenden…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
18.02.2010 21:35 Uhr
@homeboy: Man sollte schon wissen, dass Vietnam in den 60ern war. Da war auch die Hippie-Antikrieg-Welle, erinnerst du dich? 

Ach ja, gerade bei Vietnam wird der Ami 100%ig als Held dargestellt, Vietnam ist ja heute noch ein heikles Thema in den USA.

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