Bulletstorm im Test: Ein erwachsener Ego-Shooter mit überraschenden Qualitäten
Der Bohrer ist die letzte Waffe, die Sie im Spiel erhalten - und dementsprechend auch die mächtigste. Diese Creeps sind damit lediglich Kanonenfutter. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Eines direkt vorneweg: Bulletstorm ist vermutlich nicht das, was Sie sich darunter vorstellen. Bulletstorm ist keine banale Gewaltorgie, in der nur wild um sich geschossen wird. Nein, vielmehr ist Bulletstorm ein erwachsener Ego-Shooter mit einer komplexen Story, facettenreichen Charakteren und einer der besten Shooter-Mechaniken, die wir seit Langem gesehen haben. Gut, das Belohnen von Schüssen in die Weichteile mag auf den ersten Blick geschmacklos erscheinen, doch wie so oft lohnt sich ein zweiter Blick.
Einwandfreie Grundmechanik
Bulletstorms große Stärke ist – das dürfte niemanden verwundern – sein Shooter-Herz, das wild und ungestüm in einem unwiderstehlichen Rhythmus schlägt. Vom Bewegungsapparat der Charaktere, der auch Treten, Peitschen und Rutschen umfasst, über das kreative und aufrüstbare Waffenarsenal bis hin zur heiß diskutierten Skillshot-Mechanik – es funktioniert einfach alles nahezu tadellos. Die Elemente greifen ineinander und das Punktesystem, das Sie fürs kreative Aneinanderreihen von für Gegner schmerzhaften bis tödlichen Aktionen belohnt, motiviert tatsächlich – in erster Linie, weil die so verdienten Punkte in wichtige Waffenverbesserungen und Munition fließen. Die Abwechslung ist dabei ein Stück weit selbst gemacht – keiner hindert Sie daran, Gegner immer auf die gleiche Weise um die Ecke zu bringen. Jedoch drückt Ihnen das Spiel in einem angenehmen Tempo nach und nach neue Waffen, neue Umgebungen und neue Gegner aufs Auge, sodass es Ihnen schwerfallen dürfte, Ihr Vorgehen NICHT zu variieren.
Die weitläufigen Außenareale sind die optischen Höhepunkte des Spiels. Hier zeigt die Unreal Engine 3, was sie kann. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Super Lern- und Motivationskurve mit viel Abwechslung
Bulletstorm schickt Sie über die gesamten sieben bis neun Spielstunden hinweg auf eine spannende Reise entlang einer fair, aber kontinuierlich ansteigenden Lern- und Anspruchskurve – immer wieder aufgelockert durch Bosskämpfe, Railshooter-Passagen, ferngesteuerte Saurier-Roboter und Quicktime-Events –im Prinzip müssen Sie über den Spielverlauf von Bulletstorm aber nur eines wissen: Es steckt sehr viel mehr drin, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Komplexe Story
Die Story ist im Grunde zwar "nur" ein einfaches Rachedrama, wenn auch mit einigen Wendungen, aber sie wird überraschend komplex und überzeugend vorgetragen. Dem abgestürzten Weltraumpiraten Gray, den Sie in Ego-Sicht durchs Spiel lenken, kauft man seine Gefühlslage ab und begleitet ihn und seine Kollegen mit Freuden bei deren Vergeltungsfeldzug. Wer dabei Nonstop-Shooter-Action erwartet, stört sich vermutlich ein bisschen daran, dass eher ruhige Story-Passagen immer wieder den Spielfluss unterbrechen. Anderen schmeckt wahrscheinlich der vulgäre Ton der Charaktere nicht: Bereits in den ersten Spielminuten fallen schon pubertäre "Deine Mutter"-Sprüche und je mehr es aufs Ende zugeht, desto mehr hat es den Anschein, als litten die Sprecher am Tourettesyndrom.
Nette Dreingaben
Der Vollständigkeit halber: Neben der Solo-Kampagne gibt es noch den Echo-Modus, in dem Sie in Abschnitten aus der Kampagne auf Highscore-Jagd gehen, sowie einen kooperativen Mehrspieler-Modus, in dem bis zu vier Spieler immer aggressiver werdenden Gegnerwellen entgegentreten. Beide Bonusspielarten konnten wir bisher noch nicht lange genug ausprobieren, um uns ein Testurteil zu erlauben. Für die Solokampagne erteilen wir aber einen klaren Kaufbefehl!
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das einzige was stört ist der Kopierschutz (Games for Windows LIVE )
bei dem man sich mit einem Online-Profil anmelden muss, selbst wenn man offline spielt....:S
Aber ansonsten ist es ein Super Spiel,
also von mir daher absolute Kaufempfehlung für die uncut Version!
Story 9/10
Gameplay 10/10
Grafik 9/10
Multiplayer werde ich noch testen müssen und die Epochs auch