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  • Battlefield 1: Schauplätze - Was erwartet uns in Arabien?
    Quelle: EA

    Battlefield 1: Die Schauplätze - Was erwartet uns wohl in Arabien?

    Obwohl wir auf der E3 den Mehrspielermodus von Battlefield 1 ausgiebig spielen konnten, hüllen sich die schwedischen Entwickler über die Solo-Kampagne in Schweigen. In unserer Artikel-Reihe wollen wir uns die historischen Schauplätze des Ersten Weltkrieges näher anschauen und sagen, worum es in den jeweiligen Missionen wohl gehen wird.

    Der Erste Weltkrieg hat seinen Namen nicht von ungefähr. Obwohl es zum Beispiel mit dem Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) bereits Jahrhunderte zuvor einen Konflikt in der Weltgeschichte gegeben hat, der neben den großen Schlachten in Europa durch die militärischen Auseinandersetzungen in den damaligen Kolonien einen globalen Charakter bekam, handelt es sich beim Ersten Weltkrieg doch um den ersten, der zurecht als ein Weltkrieg in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

    Aktuelles aus der Battlefield-Reihe:

    Von 1914 bis 1918 wurde etwa in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und ebenso auf den Weltmeeren gekämpft, insgesamt waren dabei Soldaten aus mehr als 40 Ländern an den Schlachten beteiligt. Am bekanntesten dürften die Schlachtfelder in Europa sein, die noch heute den zugleich blutigen, aber auch industriellen Charakter des Ersten Weltkrieges verdeutlichen. Auch fast hundert Jahre nach dem die letzten Kugeln abgefeuert wurden, gleichen viele Stellen an den Ufern der Somme einer grünen Mondlandschaft und wecken Erinnerungen an die Millionen Opfer der verheerenden Artillerieschläge, der tödlichen Maschinengewehrsalven und gemeinen Gasangriffe - ähnlich sieht es auch in Verdun, Ypern oder Arras aus.

    02:00
    Battlefield 1: Neuer Gameplay-Trailer mit Luftkämpfen
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)

    Dice hat uns aber bei der Ankündigungsveranstaltung in Berlin versprochen, dass die Kampagne von Battlefield 1 uns eben nicht (oder nicht nur) zu diesen bekannten Schlachtfeldern führen soll. Vielmehr stehen Schauplätze auf der Agenda der schwedischen Entwickler, die für die heutige Generation mitunter nicht einmal aus den Geschichtsbüchern bekannt sind. Im Trailer bekamen wir etwa Szenen zu sehen, in denen Doppeldecker in den Alpen heiße Luftkämpfe ablieferten und ebenso einen Beduinen, der durch eine Wüstenlandschaft ritt. Damit dürften zwei der "unbekannten" Schlachtfelder folglich bereits jetzt feststehen: Der sogenannte Gebirgskrieg zwischen Österreich-Ungarn und Italien sowie der Arabische Unabhängigkeitskampf gegen das Osmanische Reich.

    Battlefield 1 und seine Schauplätze: Der Arabische Unabhängigkeitskampf

          

    Der britische Feldmarschall Lord Kitchener (links im Bild) inszipiert die Front bei Gallipoli. Der britische Feldmarschall Lord Kitchener (links im Bild) inszipiert die Front bei Gallipoli. Quelle: Gemeinfrei Obwohl auch deutsche Militärberater den osmanischen Generälen zur Seite standen, ist der Erste Weltkrieg und seine Schlachtfelder im Nahen Osten und in der Türkei hierzulande in Vergessenheit geraten. Vielen dürfte aber der Film Lawrence von Arabien (mit Peter O'Toole in der Hauptrolle) noch ein Begriff sein. Wir gehen jedenfalls davon aus, dass Dice eben diesen Stoff als Vorlage für einige Missionen von Battlefield 1 verwenden wird - dafür spricht auch ein bereits jetzt angekündigter Lawrence von Arabien-DLC für den Mehrspielermodus.

    Die Kämpfe in der Türkei brachen bereits im Jahr 1914 aus und erreichten ihren Höhepunkt in der Gallipoli-Schlacht (1915-16), in der das Osmanische Reich gegen die Kräfte der Entente (darunter Briten, Neuseeländer und Australier) behaupteten. Insgesamt verloren beide Seiten über 350.000 Soldaten, davon rund 200.000 als Verwundete. Ziel der Briten war es eigentlich, das als militärisch schwach angesehene Osmanische Reich im Handstreich durch eine groß angelegte Invasion an den Dardanellen (unweit von der damaligen Hauptstadt Konstantinopel entfernt) in die Knie zu zwingen und so den überlebenswichtigen Zugang zum Sueskanal zu sichern. Der Grund: Englische Schiffe sollten ohne Gefahr die wohl wichtigste Kolonie des Empire - Indien - erreichen.

    Wie so oft im Ersten Weltkrieg, waren die Pläne der britischen Generäle überaus ambitioniert und scheiterten kläglich. Nach fast einem Jahr harter und ebenso verlustreicher Gefechte musste die britische Führung einsehen, dass die Schlacht bei Gallipoli nicht zu gewinnen war. Neben den eventuell zu hoch gesteckten Zielen spielte vor allem der Kriegsbeitritt Bulgariens im Oktober 1915 eine Rolle, als die Entente sich rund einen Monat später für eine Evakuierung entschied. Die wohl einzig geglückte Operation der Briten ermöglichte es, insgesamt 14 Divisionen von Dardanellen zurück nach Ägypten zu verschiffen, von wo aus das Empire den Krieg gegen das Osmanische Reich fortführte.

    Die Einsicht aber, dass man gegen die Mittelmächte durch konventionelle, großangelegte Schlachten nicht ankam, bekam in der britischen Führung immer mehr Befürworter -zumal man wenige Monate nach Gallipoli eine weitere Auseinandersetzung in Irak gegen das Osmanische Reich verlor. Genau im Zuge dieses Strategiewechsels betraten T.E. Lawrence und Scherif Hussein von Mekka die Bühne der Weltgeschichte, als sie einige der Beduinenstämme unter einer Flagge vereinten und eine Art Guerilla-Krieg gegen das Osmanische Reich führten.

    T.E. Lawrence, auch als Lawrence von Arabien bekannt. Die Aufnahme stammt von 1915, als Lawrence für den britischen Nachrichtendienst angehörte. T.E. Lawrence, auch als Lawrence von Arabien bekannt. Die Aufnahme stammt von 1915, als Lawrence für den britischen Nachrichtendienst angehörte. Quelle: Gemeinfrei Der damals erst 28jährige Lawrence war in seiner Studienzeit bei Ausgrabungen in Karkemisch beteiligt und hatte dabei die arabische Sprache erlernt. Als Scherif Hussein, der Emir von Mekka, mit seinen Söhnen im Juni 1916 einen Aufstand gegen den osmanischen Sultan anzettelte, wurde Lawrence von der britischen Führung als sein Verbindungsmann auserkoren. Dank seiner ausgezeichneten Sprach- und Ortskenntnisse sowie seiner engen Verbindung zu einem der Söhne des Scherifen, Faisal I., entwickelte Lawrence sich zu einer Führungsfigur des arabischen Aufstandes. Die Entscheidung, statt großer Offensiven auf kleinere Überfälle gegen osmanische Posten zu setzen, rührte daher, dass die Beduinen mit ihren Pferden einfach zu schlecht für offene Feldschlachten organisiert und ausgestattet waren. Die Hauptlast der Kampfhandlungen während des Aufstandes übernahmen hingegen die britischen Truppen.

    Der Guerilla-Krieg erwies sich als genau die richtige Entscheidung. Bereits nach einem Jahr der Überfälle, unter anderem an der lebenswichtigen Eisenbahnlinie von Damaskus nach Medina und der Wasserversorgung am Jamur, war die osmanische Armee derart geschwächt, dass die Truppen von Scherif Hussein die Städte Al Wajh und Akaba ohne große Probleme einnehmen konnten. Als Damaskus am 1. Oktober an die arabischen Rebellen fiel, war der Krieg - ebenso wie zeitgleich in Europa - so gut wie entschieden. Die Unabhängigkeit für die arabischen Stämme brachten die erfolgreichen Überfälle und die Eroberungen jedoch nicht. Die Briten hatten mit den Franzosen im geheimen Sykes-Picot-Abkommen den nördlichen arabischen Raum in britische beziehungsweise französische Einflusszonen eingeteilt. Die Beduinen gingen trotz ihrer großen Bemühungen erst einmal leer aus.

    Battlefield 1 und seine Schauplätze: So könnte es in der Kampagne sein

          

    Für die Handlung von Battlefield 1 bietet der Arabische Unabhängigkeitskampf einen Stoff, der sehr viel Potenzial birgt. So wäre es zum Beispiel spannend, wenn Dice auf die echten Bewegründe der Briten in Nahost eingehen und es betonen würde, dass es dem Empire aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um die Unabhängigkeit der Beduinenstämme ging, sondern vielmehr um die Erhaltung ihrer Kolonien beziehungsweise um die Sicherung des Sueskanals.

    Ein Konzeptbild der Battlefield 1-Entwickler deutet darauf, dass die Evakuierung von Gallipoli in der Kampagne enthalten ist. Ein Konzeptbild der Battlefield 1-Entwickler deutet darauf, dass die Evakuierung von Gallipoli in der Kampagne enthalten ist. Quelle: EA / DICE Ebenso interessant wäre es, falls die Entwickler die Geschehnisse in Gallipoli aufgreifen würden und die Menschenleben verachtenden Offensiven der Briten thematisieren würden. An schillernden Persönlichkeiten dürfte es ebenso wenig für die Kampagnenpassage in Nahost mangeln. Vor allem T.E. Lawrance ist ein Charakter, der noch heute als ein wahrer Held gefeiert wird - zumal der Gute sich auch nach dem Ersten Weltkrieg tatkräftig für die berechtigte Unabhängigkeit der arabischen Stämme eingesetzt hat. Unschlüssig sind wir nur darüber, wie die Entwickler den amerikanischen Protagonisten nach Nachost verfrachten wollen. Amerikanische Divisionen wurden in Arabien nämlich auch nach dem Kriegseintritt der USA nicht eingesetzt. Womöglich dient unser Held als Freiwilliger unter den Briten, wer weiß?
    Die Überfälle auf die lebenswichtige Bahnlinie zwischen Damaskus und Medina werden wohl in der Kampagne thematisiert. Die Überfälle auf die lebenswichtige Bahnlinie zwischen Damaskus und Medina werden wohl in der Kampagne thematisiert. Quelle: EA / DICE Was das Missionsdesign betrifft, bietet der Unabhängigkeitskrieg der Araber ebenfalls viele Möglichkeiten. Wir könnten es uns zum Beispiel gut vorstellen, dass man zum einen die riesige Schlacht oder die Evakuierung in Gallipoli aufwendig in Szene setzt und es anschließend zu den Beduinen geht, denen man dann in ihrem Guerilla-Krieg gegen die Osmanen hilft. Die Überfälle könnten dabei auf einige Schleichpassagen zurückgreifen und zudem natürlich stark von der angekündigten, verbesserten Zerstörungs-Engine profitieren - ein explodierender Zug, der in seine Einzelteile fällt, dürfte der Kampagne den nötigen Hollywood-Charakter verleihen.

    Ob auch Panzer und Flugzeuge in den Einzelspielermissionen eine Rolle spielen werden, darüber - wie auch über alles andere - lässt sich natürlich nur spekulieren. In den bisherigen Battlefield-Teilen haben die Entwickler stets durch Fahrzeugmissionen für Abwechslung gesorgt und daher gehen wir davon aus, dass dies auch auf Battlefield 1 zutrifft. Doch könnten diese Levels eher wo anders - etwa in den Alpen oder an der Westfront - stattfinden. So oder so sind wir sehr gespannt, was für eine Kampagne uns Dice im Oktober abliefern wird!

    01:16
    Battlefield 1: Grafikhammer und Gänsehaut - der erste Trailer
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)
    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von Austrogamer Erfahrener Benutzer
        Hinsichtlich "Vergessenheit" kann man in unseren Breiten den Gebirgskrieg sicher nicht mit dem osmanisch-arabischen gleichsetzen. Letzteren in die Releaseversion zu nehmen, aber Franzosen und Russen wegzulassen, leuchtet mir nicht ein. Ein Game "an sich" sollte stets ein abgerundetes Produkt sein, zu dem…
      • Von TheSinner Erfahrener Benutzer
        Gute Nacht, Deutsch.
      • Von wuselsurfer Neuer Benutzer
        Zitat von MichaelG
        ist Film-Pflichtstoff (min. 1x anschauen)
        Ich hab den Film um die 10 x gesehen ... .
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Battlefield 1: Die Schauplätze - Was erwartet uns wohl in Arabien?
Obwohl wir auf der E3 den Mehrspielermodus von Battlefield 1 ausgiebig spielen konnten, hüllen sich die schwedischen Entwickler über die Solo-Kampagne in Schweigen. In unserer Artikel-Reihe wollen wir uns die historischen Schauplätze des Ersten Weltkrieges näher anschauen und sagen, worum es in den jeweiligen Missionen wohl gehen wird.
http://www.pcgames.de/Battlefield-1-2016-Spiel-54981/Specials/Schauplaetze-Kampagne-1199519/
26.06.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/06/battlefield-concept-20-pc-games_b2teaser_169.jpg
battlefield 1,dice
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