Armed Assault
Von gestern
Unter heftiger Gegenwehr und trotz erster Opfer zerstören wir die Flugabwehr-Panzer der Invasoren.
Seit Operation Flashpoint hat sich an der Steuerung nicht viel getan. Kenner des Vorgängers werden sich zwar ohne große Mühen zurechtfinden, alle anderen verbringen die ersten Stunden aber fluchend vor dem Bildschirm. Schon damals war die Steuerung mühevoll und unnötig kompliziert, heutzutage ist sie aber schlichtweg eine Frechheit. Besonders wenn Sie mehrere Soldaten befehligen, wird die Kommandofunktion zur Qual. Obwohl die Befehle in entsprechenden Tutorials erklärt werden, müssen Sie oft hilflos zusehen, wie Ihre Untergebenen auf offenem Feld niedergeschossen werden, weil Sie sich nicht schnell genug durch die Befehlskette wuseln. Hier hätten die Entwickler nachbessern müssen - Spiele wie Battlefield 2 zeigen, wie einfach eine gute Befehlsführung aussehen kann.
Eine sinnvolle Neuerung von Armed Assault ist die Möglichkeit, alle Einheiten per Druck auf die Leertaste zu befehligen. So geben Sie blitzschnell Angriffsbefehle auf einzelne Ziele. Sofern dann die KI nicht streikt, wird Ihr Kommando ruck, zuck ausgeführt. Übersichtlichkeit gewährt die einblendbare Karte, die wichtige oder optionale Missionsziele, Ortschaften und gesichtete Gegner einzeichnet.
KI-Katastrophe
Der größte Kritikpunkt am Spiel ist, wie schon angedeutet, die künstliche Intelligenz. Egal ob Freund oder Feind, irgendwann spinnen sie alle. So kam es erschreckend oft vor, dass der Soldat, der uns zum Einsatzort fahren sollte, den Kurs nicht fand oder minutenlang das Fahrzeug wendete. Ein anderes Mal fuhr unser Fahrer die fünf Kilometer zum Ziel im Schneckentempo, weil direkt vor ihm auf der Straße ein gegnerischer Soldat um sein Leben lief. Schlimm wird es, wenn durch solche Aussetzer bestimmte Skripte nicht ausgelöst werden, die für den Fortgang der Mission entscheidend sind.
Ein Fall für das Kriegsgericht: Als Kommandant hatten wir öfter das Problem, dass Soldaten unsere Befehle ignorierten. Wir konnten noch so oft den Feuerbefehl geben, die Männer rührten sich keinen Meter. Es gibt Situationen, in denen die KI aber auch zu schlau agiert. Beispiel: Wir düsten an einen Einsatzort, um einen Überraschungsangriff zurückzuschlagen. Dort angekommen, hatten unsere künstlichen Kameraden aber schon alle Gegner ausgeschaltet - Einsatz erfolgreich abgeschlossen!
Leider waren solche Patzer keine Einzelfälle. In fast jeder Mission tauchte der ein oder andere Fehler auf - mal kaum merklich, dann wieder zum Schreien schlimm. Das ist schade, denn sobald die künstliche Intelligenz "mitspielt", sind die Einsätze an Spannung kaum zu überbieten.
Große Schlacht
Vor jeder Mission bietet Ihnen Armed Assault zwei optionale Einsätze an. Diese wirken sich aktiv auf die Hauptaufgabe aus. Sprengen Sie etwa in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Hand voll Panzer, rückt der Feind daraufhin mit weniger Stahlkolossen an. Transportieren Sie eigene Soldaten im Hubschrauber durch die Gegend, ist Ihre Streitmacht im kommenden Kampf stärker.

Bei OFP konnte man sowas ja noch als Anfängerfehler oder Kinderkrankheiten verzeihen. Aber beim Nachfolger hätte ich mir da schon mehr erwartet. Kacke. Ein Blindkauf kam sowieso nicht in Frage aber das trübt meine Vorfreude doch gewaltig.
Ich will endlich diese verf#%*te Demo zocken.
SoSchautsAus