Armed Assault - Mehrspielertest Teil 2
Gefiederter Freund
Abhängig von der jeweiligen Karteneinstellung stehen Ihnen Respawn-Punkte zur Verfügung und Sie befinden sich nach einem Pixeltod wieder im Basislager, um erneut zu den feindlichen Linien vorzurücken. Ohne Respawn-Punkte bleibt Ihnen nur ein Leben. Verlieren Sie es, schlüpfen Sie in die Rolle einer Möwe und verfolgen passiv das Kampfgeschehen bis zum Rundenende aus der Luft. Nicht nur draufgängerische Rambos finden sich öfter in dieser Möwenrolle wieder, auch vorsichtiger zu Werke gehende Kameraden erhalten hin und wieder den unliebsamen Platzverweis. Die meisten Mauslenker geben sich von dieser harten Geduldsprobe geschlagen und wechseln kurzerhand den Spielserver. Ein flüssiger Spielablauf sowie ein gesteigertes Teamplay werden dadurch unnötig erschwert.
Viele Leut', noch mehr Freud'
Erst im reinen Mehrspielermodus, so finden wir, entfaltet sich das volle Spaßpotenzial von Armed Assault. Im Capture the Flag oder Capture the Island liefern sich ausschließlich von Menschen gelenkte Pixelsoldaten packende Scharmützel. Der hochgepeitschte Realitätsgrad fühlt sich hier am besten an. Die sehr leichte Verwundbarkeit der Spielfigur, maßstabsgerechte Kilometer, natürliche Bewegungsfreiheit, fortlaufende Tageszeit und mit Panzern verwüstbare Umwelt sorgen für ein unübertroffenes wirklichkeitsnahes Spielgefühl. Die Gefechte in Armed Assault verlaufen dabei weitaus weniger hektisch als im arcadelastigeren Battlefield 2.
Eine Runde erstreckt sich schon mal über zwei Stunden und mehr. Glücklicherweise dachten die Entwickler von Bohemia Interactive an das begrenzte Zeitbudget vieler Spieler und spendierten Armed Assault zeit- und nervensparende Transporthilfen. So wählen Sie zum Beispiel in Missionen mit kilometerlangen Anfahrtswegen per Klick auf die Landkarte Ihren Wiedereinstiegspunkt direkt an der nächsten Front aus und steuern zwei Lidschläge später mit einem Fallschirm aus luftiger Höhe den feindlichen Truppen entgegen. In diesen schwebenden Augenblicken ist die Gefahr, vom Gegner abgeschossen zu werden, am höchsten. Für die enorme Zeitersparnis und den beeindruckenden Blick aus der Vogelperspektive auf die detailverliebte und objektreiche Landschaft nimmt man dieses Risiko jedoch gerne in Kauf.
Falls eine gegnerische Kugel Sie doch einmal erwischt, landen Sie wieder im entfernten Ausgangspunkt und Ihr Kontrahent gewinnt dadurch wertvolle Zeit, um sich neu zu formieren und in Stellung zu gehen. Der Anreiz und Anspruch, taktisch und damit gezwungenermaßen im Team zu agieren, bewegt sich auf hohem Niveau. Denn nur die Partei, welche tatsächlich als eingespieltes Team und nicht planlos nebeneinander operiert, tritt am Ende als Sieger aus der Mensch-gegen-Mensch-Partie hervor.
Reden ist Gold
Um seine gewinnbringenden Taktiken im Gruppenverband umzusetzen und auf unvorhergesehene Ereignisse schnell zu reagieren, ist eine blitzschnelle Kommunikation zwischen jedem einzelnen Spieler unentbehrlich. Der militärische Informationsaustausch geschieht in Armed Assault unter anderen über die höchst umständliche Befehlsfunktion mit den Zifferntasten von 1 bis 0. Sich während eines Kampfeinsatzes damit durch die Kaskaden von Befehlsfenstern zu fummeln, um seine Order an den Mann zu bringen, bleibt wahrscheinlich nur Klaviervirtuosen vorbehalten. Alle anderen greifen lieber zur integrierten Voice-over-IP-Verständigung oder zum altbewährten Team Speak.


Stimmt. Das ist bei einem mehr auf Simulation ausgerichteten Spiel eigentlich immer so. Anders als bei einem typischen Shooter ist bei Arma eine gewisse "Einarbeitungszeit" erforderlich. Das Fehlen schneller Erfolgserlebnisse ist daher meiner…
ich habe noch nicht einen Fehler bemerkt ausser
der Performance die ist leider nicht so gut
ansonsten geiles Spiel