Alpha Protocol (PC)

Release:
28.05.2010
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Sega

Alpha Protocol im Test: Beeindruckend vielfältiges Rollenspiel mit kleinen Macken

28.05.2010 00:00 Uhr
|
Neu
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Im Test zu Alpha Protocol erfahren Sie, wieviel Action im Rollenspiel steckt, welche Punkte nerven und warum Entwickler Obsidian Ihre Entscheidungen im Spiel über alles stellt.
Alpha Protocol im Test: Beeindruckend vielfältiges Rollenspiel mit kleinen Macken

Unser Test zu Alpha Protocol hat gezeigt, dass das Rollenspiel von Sega und Obsidian Entertainment eine wilde Achterbahnfahrt im Stile von 24 oder Die Bourne Identität ist. Das Spiel haut Ihnen Ihre Entscheidungen, gerade im späteren Spielverlauf, gnadenlos um die Ohren. Das Gameplay ist unglaublich vielfältig und ändert sich so dynamisch, dass ein zweites oder drittes Durchspielen komplett anders ausfällt. Die Dialoge und Charaktere sind zudem einfallsreich und unterhaltend. Technisch müssen Sie bei Alpha Protocol allerdings Abstriche machen. Die Grafik ist teilweise kantig und veraltet, das Speicherpunktesystem ist ein Ärgernis und die Künstliche Intelligenz hat ihren Namen oft nicht verdient. Die an sich schon auf Dauer nervigen Minispielchen werden auf dem PC zudem zum Hauptfrustpunkt, da sie eindeutig auf die Bedienung mit dem Gamepad ausgelegt sind. Trotzdem: Alpha Protocol ist ein rundum gelungenes Rollenspiel mit beeindruckender Entscheidungsfreiheit und abwechslungsreichem Gameplay.

Positiv:

Beziehungen zu Nichtspielercharakteren lassen sich bis ins Extreme treiben. Im Verlauf des Spiels hätten wir die Möglichkeit gehabt, diese Dame zu exekutieren. Da ihr Vertrauen zu uns nun aber sehr hoch ist, ergibt sich eine ganz andere Situation. Beziehungen zu Nichtspielercharakteren lassen sich bis ins Extreme treiben. Im Verlauf des Spiels hätten wir die Möglichkeit gehabt, diese Dame zu exekutieren. Da ihr Vertrauen zu uns nun aber sehr hoch ist, ergibt sich eine ganz andere Situation. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Story, Charaktere und Atmosphäre: Wer auf Jack Bauer und James Bond steht, wird mit Michael Thorton direkt warm. DIe Geschichte präsentiert sich wie ein waschechter Agenten-Thriller und wartet immer wieder mit Überraschungen auf. Sie wissen nie, wem Sie gerade trauen können und hetzen durch die halbe Welt, um einer großen Verschwörung auf die Schliche zu kommen. Die Charaktere, auf die Sie treffen sind teils skurril aber immer glaubwürdig und bereichern das Spielgeschehen merklich. Mit gut geschriebenen Dialogen und Zwischensequenzen in der Spielgrafik hält Alpha Protocol zudem den Spannungsbogen konstant hoch und bitet so beste Unterhaltung. Da stört es auch nicht, dass die insgesamt 130 Stunden Dialog nur als englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln vorliegen.

Entscheidungen und Freiheit: Alpha Protocol lässt Ihnen in fast allen Missionen die Wahl, wie Sie vorgehen möchten. Sie können schleichen, schießen oder quasseln, mit technischer Finesse vorgehen oder den brutalen Schläger geben. So wird jede Mission einzigartig und abwechslungsreich. Gleichzeitig macht sich an jeder Stelle bermekbar, welch krasse Auswirkungen Ihre Entscheidungen immer wieder haben. Die nette Dame retten oder ein Museum voller Touristen? Den Waffenhändler erschießen oder begnadigen? Die Wachen umlegen oder bequatschen? Immer hält Ihnen Alpha Protocol Ihre Entscheidungen als Spiegel vor, verändert sich der Spiel- und Missionsverlauf je nachdem, welche Wahl Sie getroffen haben. Das motiviert und trägt maßgeblich zur Faszination des Titels bei. Es lohnt sich also nach den knapp 30 Stunden des ersten Spieldurchgangs noch einmal von vorne zu beginnen.

Charakterentwicklung: Auch als waschechtes Rollenspiel schlägt sich Alpha Protocol gut. Für jede geglückte Aktion bekommen Sie Erfahrungspunkte, welche zum Stufenanstieg führen. Mehr Punkte in einer bestimmten Fertigkeit wirken sich spürbar aus. Sind Sie im Umgang mit Sturmgewehren ungeübt, treffen Sie kaum etwas. Investieren Sie aber genügend Punkte, schießt Thorton merklich besser. Selbiges gilt für Nahkampf - oder Technikfertigkeiten. So haben Sie immer das Gefühl, Ihren Agenten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig gewährt Ihnen Alpha Protocol immer wieder kleine Erfolge in Form von so genannten Vorteilen. Wer zum Beispiel 75 Feinde ungesehen überwältig, bewegt sich in Folge 20 Prozent leiser. Da Meldungen über solche Vorteile im Minutentakt am unteren Bildschirmrand auftauchen, motivieren sie, eine Mission besonders gut zu bewältigen.

Items und Nebenbeschäftigungen: Alpha Protocol bietet Ihrem Helden einen Haufen von Rüstungen, Waffen und Gadgets. Diese finden Sie entweder in den Missionen oder kaufen Sie zwischen den Einsätzen von einem Händler. Für Rüstungen und Waffen erstehen Sie zudem Upgrades in mehreren Stufen. Die Vor- und Nachteile eines Kaufs werden fein säuberlich in einem Menü mit dem gerade angelegten Ausrüstungsgegenstand abgewogen. Gerade die Vielzahl der Items macht aus Alpha Protocol ein deutlich tieferes Rollenspiel als etwa Mass Effect 2, obwohl beide Titel stark auf Action setzen. Zudem macht sich die Art der Aurüstung klar im Spiel bemerkbar, wenn Sie zum Beispiel Gegner per Täuschsensor ablenken oder dank Rüstungs-Upgrade Schlösser in Windeseile knacken. Wer noch tiefer in Story und Spielgeschehen eintauchen will, für den hat Obsidian Entertainment ein Email- und Dossiersystem eingebaut, mit dem Sie immer wieder Informationen zu Charakteren und Fraktionen abrufen und über das Sie sogar Informationen verkaufen können, um Geld einzufahren. Eine nette Nebenbeschäftigung, die sich wiederum auf die Story und Ihre Beziehung zu anderen Charakteren auswirkt.

Abwechslungsreiche Umgebungen: Alpha Protocol schickt Sie, ganz in Agentenfilmmanier, durch die Weltgeschichte. Spielt das erste Kapitel noch in Saudi-Arabien, steht es Ihnen in der Folge frei, welchen der drei Spielorte Rom, Taipeh oder Moskau Sie als nächstes besuchen. Die Umgebungen sind dabei sehr unterschiedlich gestaltet und sorgen immer wieder für Überraschungen. Mal zetteln Sie auf einer Luxusyacht eine Schießerei an, mal infiltrieren Sie das Haus eines Unterweltbosses, der total auf kitschige 80er-Jahre-Dekorationen steht, mal meucheln Sie sich in Rom durch eine Ausgrabungsstätte. Die einzelnen Level sind dabei liebevoll und detailreich gestaltet und sorgen immer wieder für Aha-Effekte.

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28.05.2010 00:00 Uhr
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Bewertung: 0
17.04.2013 18:57 Uhr
Zitat: (Original von Enisra;9578809)
schäm du dich lieber für ein Mimimi alte Threads auszugraben

Und dann noch, um so einen Stuss von sich zu geben. Also ich hab alle Hacking-Minigames in AP gelöst und die meisten dabei sogar beim ersten Versuch.....man muss eben nur mal das Prinzip verstanden haben und eine wenig Grips benutzen, dann klappt es auch..... 
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.04.2013 17:07 Uhr
Zitat: (Original von mab72;9578805)

Schämt euch diesem dreck so viele punkte zu geben.


schäm du dich lieber für ein Mimimi alte Threads auszugraben
Erfahrener Benutzer
Bewertung: -1
17.04.2013 17:00 Uhr
Was für ein riesen mist!
Auf stufe leicht ist es so schwer das ein sprung aus dem stand zum mond(und das ohne frühstück) dagegen pippifax ist!
ES KANN MIR KEINER ERZÄHLEN DAS ER WEITER ALS BIS ZU DIESEM SCHEISS HACKEN GEKOMMEN IST!!!
Na klar man soll innerhalb von 20 sek. 2 sechser blöcke aus zahlen und…

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