Age of Empires Online: Test des Free-2-Play-Strategiespiels - Kein Ersatz für Age of Empires 4 [Test des Tages]
Ohne entsprechende Belagerungsmaschinerie kostet euch ein Angriff auf solche Festung zahlreiche Truppen.
Age of Empires Online ist kein echter Teil der Serie. Wer Age of Empires 3 als Collector's Edition erwarb, stieß in dem darin enthaltenen Making-of-Buch auf Konzeptzeichnungen zu einem möglichen vierten und fünften Teil der Reihe. Die Illustrationen legen nahe, dass Age of Empires 4 im zweiten Weltkrieg und der fünfte Teil in einer fernen Zukunft spielen würden. Nach dem nur mäßigen Erfolg von Age of Empires 3 entschied man sich bei Microsoft (vorerst) jedoch gegen die direkte Weiterführung der weltberühmten Echtzeitstrategie-Serie und stattdessen für die Entwicklung von Age of Empires Online – einer Free-2-Play-Variante des Klassikers. Nun, da AoE Online fertig ist, stellt sich die Frage: War das wirklich eine gute Idee?
Trotz seiner Free-2-Play-Ausrichtung vergisst AoE Online nicht seine Wurzeln. Bereits nach wenigen Minuten stellt sich das von Age of Empires wohlbekannte Spielgefühl ein. Wir bilden Dorfbewohner aus, um sie dann zum Rohstoffabbau abzukommandieren. Für die erwirtschafteten Ressourcen errichten wir bequem mit nur wenigen Klicks neue Gebäude oder bilden Krieger, Bogenschützen und Reiter in den entsprechenden Kasernengebäuden aus. Diese Truppen brauchen wir zur Erfüllung des jeweiligen Missionsziels auf der gespielten Karte und um uns gegen KI-Gegner zur Wehr zu setzen. Das alles funktioniert reibungslos und Kenner der Serie fühlen sich umgehend zu Hause. Für alle, die noch keine Erfahrung mit Age of Empires haben, stehen aufschlussreiche Tutorials zu Verfügung, die keine Fragen offen lassen.
Anders als in bisherigen Teilen der Reihe erhalten wir für jeden besiegten Feind und jedes erfülle Missionsziel Erfahrungspunkte. Hier kommt der Rollenspielansatz von AoE Online zum Tragen. Jeder Spieler verfügt über eine ihm eigene Hauptstadt, in die er zwischen den Aufträgen zurück kehrt und deren Stufe mit wachsender Erfahrung ansteigt. Je höher der Rang dieser Stadt, desto mehr Forschungspunkte können wir in neue Technologien investieren, um weiterführende Gebäude oder stärkere Einheiten für die Quests frei zu schalten. Zudem winken für jeden abgeschlossenen Auftrag auch Items, mit denen wir unsere Soldaten und Gebäude ausrüsten, um deren Kampfwerte zu erhöhen oder die Kosten zu senken. Mit einem simplen Craftingsystem stellen wir auf Wunsch sogar eigene Gegenstände her. Die nötigen Materialien erwerben wir in den Städten anderer Spieler (gegen Goldstücke, die es ebenfalls für Missionen gibt), finden sie während eines Einsatzes in Schatztruhen oder stellen sie in entsprechenden Gebäuden in unserer Hauptstadt her. Das motiviert dazu, nach immer besserer Ausrüstung für unsere Mannen zu suchen und immer weiter in der Stufe aufzusteigen – ganz wie in einem Rollenspiel.
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Und dieser Comic-Modus ist echt kindisch und lächerlich - passt nicht zum Spiel. Das Argument, dass Comis halt zeitlos ist, zieht hier nicht.
Es ist…