Nach über 160 Stunden in Hyboria - PC Games Nachtest zu Age of Conan
Wäre Frau Schwarzer mit Feministen-Formation doch am Funcom-Hauptquartier in Norwegen aufmarschiert! "Gleichberechtigung für Frauen in MMORPGs!", hätte es auf den Protestschildern geheißen. Immerhin richteten bis zum August männliche Charaktere mehr Kampfschaden an als weibliche - in derselben Zeit. Ein Bug natürlich. Und wenn man beim Ankreiden der Notstände gewesen wäre, dann gleich alle: "Kriegen wir keine Belagerungskämpfe", hätten die Angefeuerten in Glasbruch-Frequenzen gekreischt, "dann machen wir eigene!" Sie hätten eine Menge Slogans erfinden, eine Menge Plakate malen müssen.
Beim Spell Weaving fügen High-Level-Helden ihre Spells zur Kette zusammen. Das sieht super aus, kann aber schiefgehen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Vielleicht wären Aggro-Amazonen die Medizin für einen Entwickler, den Perfektionismus am Fortschritt hindert. Dass die Conan- Kunden gehen oder es zu tun drohen, scheint ungenügend anzutreiben. Für den Juni war der PvP-Patch gedacht, im August las man von offizieller Seite, es dauere länger, weil man einen "zentralen Teil" der Grundidee des Spiels ungern auf die Schnelle hinschludern wolle. Übersetzung: Ein ursprünglich für den Spielstart angekündigtes Mega-Feature schwirrt noch skizzenhaft durch Designer-Gedanken.
Das Update-Tempo Funcoms - ein Patch pro Woche, früher zwei - könnte sich bald verschlimmern ... Für Banalitäten wie die eingangs erwähnte Schadensverteilung gingen Wochen und Monate drauf, bis allein Wortmeldung kam. Ein Mitarbeiter hat sich im Gegenwind der Proteste zum Online-Statement aufgerafft, das verbriefte Recht der Zahlenden aufs Wissen um Gründe betonend: Es seien die Animationen, die man neu anpassen müsse, weil Schlaggeschwindigkeit und Schaden damit zusammenhingen. Solche Krisen wachsen aus Bug-Bagatellen. Wie schlimm mag es dann ums wirklich Wichtige stehen?
Dass Kneipenprügeleien angekündigt statt umgesetzt wurden: erträglich. Schwerer lastet auf den Schultern jener, die Hoffnung hegen oder ein Drei-Monats-Abonnement abgeschlossen haben, das für den Spielstart angekündigte Revolutionäre, sich nun offenbar allzeit "In der Mache"-Befindliche. Das intensiv beworbene Parade- PvP etwa - mehr PvP-Oh-weh. Ränge und Spieler-gegen-Spieler- Gegenstände zur Belohnung fehlen, Reittiere machen Siege wegen des Zauberspruch-Lottos ("Geht der Spell, geht er nicht?") von Launen abhängig.
Oder Gildenkämpfe - eher Gildenkrämpfe. Zum fairen Match fehlt es an Bug-Freiheit; leidlich lustige Teleporter beamen zu leidlicher lustigen Ecken; zerstörbare Wände halten Dauerbeschuss stand, stehen manchmal woanders als angezeigt. Oder sind unsichtbar. Nirgendwo Söldner zum Anheuern, damit auch kleinere Gilden beim Burgenbelagern mitmischen dürfen. NPC-Überfälle auf Spielerstädte - eher NPC-Ausfälle. Computergesteuerte Figuren sind schon bei Wegfindung und Blickkontakt zum Angreifer überfordert. Man stelle sich vor, sie stolperten zum Raid he ran! Einerlei: Feature versprochen, verbockt, vergessen. Angreifen dürfen inzwischen gegründete Gilden.

es ist schon traurig was pc games hier bietet
Funcom hat serwohl nachgebessert zb mit update 4 dort enthalten war eine neues gebiet
für spieler ab lvl 55+ sowie mehr 80er entcontent (schlathaus keller, xibalukku
und T2 mittlerer wing)
auch das pvp wurde weiter verbessert wo man jetzt auch pvp xp…
Kann nur jedem von dem Produkt und der Firma abraten, schade ...
Das stimmt so nicht ganz :
Dreamfall und The Longest Journey sind Spitzenspiele! Wobei ich immer noch auf einen Dreamfall-Nachfolger (in Episodenform wahrscheinlich) warte... es waren zu viele Fragen offen.