Flatterhafter Himmelsbote
SCHEIBENSCHIESSEN Nvidias GeForce-Chips fabrizieren bunte Kästchen in den Spielszenen. Ein brandneuer Treiber behebt den Fehler.
Vier Monate nach unserem Test hat uns der Hamburger Vertrieb Virgin den eingedeutschten Bob zugesandt doch der sieht anders aus als erwartet. Hat sich der Engel auf der Reeperbahn verausgabt?
Bereits kurz nach seiner Ankunft stellt sich Ernüchterung ein: Nur auf einem einzigen Arbeitsrechner läuft das Spiel ohne auffällige Aussetzer. Auf vielen PCs stürzt Bob bereits während der Installation ab, andere Computer zieren sich trotz aktueller Grafikkartentreiber lange, bis sie ein erschreckend zähes Spiel zu Stande bringen. Spätestens nach den ersten Schritten in der Messiah-Welt stellen sich dann die ersten derben Darstellungsfehler in Form bunter Kästchen und überblendeter Figuren ein.
Während die Testversion vom Dezember 1999 technisch weniger fehlerhaft zu sein schien als das fertige Produkt, hat sich am Spielprinzip nichts geändert: Sie lenken Engel Bob durch eine düstere Zukunftswelt und schlüpfen in die Körper harmloser Passanten oder feindlicher Soldaten, um in relativ kurzer Spielzeit Kämpfe zu bestehen oder Rätsel zu lösen. Die deutsche Sprachausgabe ist überwiegend gelungen und auch die Gewaltszenen sind weiterhin drastisch, aber auch äußerst glaubwürdig inszeniert.

Wobei ichs schon gern mal wieder zocken würde.