X-Men: Dark Phoenix: Kinokritik zum neuesten Mutanten-Film

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Test Christian Horn - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Szenenbild aus "X-Men: Dark Phoenix"
Quelle: Fox

Seitdem die X-Men um Charles Xavier vor zehn Jahren den machthungrigen Mutanten Apocalypse zur Strecke gebracht haben, sind sie in den Köpfen der Menschen zu Helden aufgestiegen und genießen nun ein gutes Ansehen. Doch der damit einhergehende Ruhm lässt Xavier wagemutige Entscheidungen für seine Schützlinge treffen. In einer Mission sollen Mystique, Beast, Storm, Nightcrawler und Quicksilver ins Weltall reisen, um dort verunglückte Astronauten zu retten. Auf dem Weg jedoch werden sie von einer Sonneneruption erschüttert. Diese kann Jean Grey zwar absorbieren, jedoch wachsen in ihr dadurch unheilvolle Kräfte...

Das X-Men-Franchise hat bisher kaum enttäuscht. Die im Jahr 2000 gelaunchten Adaptionen der Marvel-Comics überzeugten mit spannenden Charakterkonflikten und den individuellen Eigenarten der mutierten (Anti-)Helden. Zuletzt blieb lediglich Apocalypse mit einem zu starken Action-Fokus etwas hinter den Erwartungen zurück. Bei Dark Phoenix - dem letzten X-Men-Film, den Fox vor der Übernahme durch Disney produzierte - übernahm der vorherige Skriptautor und Produzent Simon Kinberg den Regiestuhl vom geschassten Bryan Singer. Dass ein Autor den Film inszenierte, zahlt sich in diesem Fall aus: Die Belange der Figuren stehen klar im Vordergrund, Dark Phoenix ist insgesamt mehr Drama als Feuerwerk.

Der Plot startet mit einer Rettungsmission im All, bei der die Mutantin Jean Grey aka Phoenix (wirklich toll: Sophie "Sansa Stark" Turner) einer kosmischen Macht ausgesetzt wird. Im Nachgang wirkt Jean verändert, verliert bisweilen die Kontrolle über ihre Kräfte und bringt einen Teil der X-Men unversöhnlich gegen sich auf. Zugleich jagen gestaltwandlerische Aliens (darunter Jessica Chastain) der mysteriösen Macht hinterher.

Kinberg entfaltet die Konflikte mit viel Ernst und bewahrt selbst inmitten größter Dramatik die Ruhe. Die visuell ausgetüftelte und von Hans Zimmer musikalisch fachmännisch untermalte Action nimmt erst beim Finale zu und enttäuscht schon deshalb nicht, weil es beim Kampf um etwas geht und die Konsequenzen gewisser Handlungen der Gruppenspaltung dramatisches Gewicht verleihen. Spannungsfördernd ist auch die Verletzlichkeit der X-Men: Wo die Avengers bei einem Fight erst warmlaufen, wenn Städte über ihren Köpfen zerbersten, gehen die Mutanten einfach drauf. Auch deswegen dürfen sie dem Cinematic Universe von Marvel gern fernbleiben. Die X-Men kommen gut allein klar!

Fazit: Brillante Comicadaption, bei der die zeitgemäße Tricktechnik mit Emotionen einhergeht - und darum umso mehr mitreißt.

Wertung zu X-Men: Dark Phoenix

Wertung:

9.0 /10
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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HandsomeLoris Hobby-Spieler/in
        Eine 9 von 10? Damit steht die Widescreen wohl ziemlich allein da, da der Film generell zertreten wird und die paar positiven Stimmen eher in Richtung "ganz okay" zu gehen scheinen.
      • Von HandsomeLoris Hobby-Spieler/in
        Eine 9 von 10? Damit steht die Widescreen wohl ziemlich allein da, da der Film generell zertreten wird und die paar positiven Stimmen eher in Richtung "ganz okay" zu gehen scheinen.
      • Von Threadstone-01478 Spiele-Novize/Novizin
        jetzt musste ich doch glatt den Duden nach dem wort"geschasst" fragen. ´:D
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