WoW: Housing offiziell angespielt - so gut ist das neue Midnight-Feature wirklich
Wir durften Blizzard in deren Büros besuchen und dort erstmals hinter verschlossenen Türen das Housing aus WoW Midnight testen - und es ist fantastisch.
Als die WoW-Entwickler im vergangenen November über die Zukunft von WoW sprachen, gab es lange Zeit nur das übliche Blabla. Doch ganz am Ende rasteten die Fans förmlich aus - denn Blizzard kündigte ganz salopp mal eben Housing für WoW an. Ein Feature, nach dem die Fans seit Jahren immer und immer wieder erfolglos gefragt hatten.
Auf dieser Seite
- 1 WoW: Blizzards Vision von "Housing"
- 2 WoW: So funktioniert das Housing in Azeroth
- 3 WoW: Der Advanced Mode - jetzt gibt es (fast) keine Grenzen mehr
- 4 WoW: Die Kirsche obendrauf - das "Einfärben"
- 5 WoW: Die Nachbarschaften - gemeinsam wohnen
- 6 WoW: Nur die "erste" Version - was uns noch fehlt
- 7 WoW: Das Damokles-Schwert - der InGame-Shop
- 8 WoW: Unser Fazit zum Housing - ein großartiger Beginn für ein fantastisches Feature
Was folgte, war viel Rätselraten, wie das Housing-System in WoW (jetzt kaufen ) aussehen könnte und an welchen Vorbildern man sich wohl orientieren möchte. Mehrere Blogposts verrieten zudem einiges über die Hintergründe - dass es sich beispielsweise gelohnt hat, wenn man schon seit 20 Jahren WoW spielt.
Wie das Housing am Ende aber aussieht, ob es den Qualitätsansprüchen der Spieler und Entwickler genügt und wie viele Freiheiten wir bekommen, solche Fragen blieben lange offen. Einige davon können wir euch aber nun endlich beantworten. Denn wir wurden von Blizzard in deren Büro nach Boston eingeladen und durften gemeinsam mit einer Handvoll Streamern und Journalisten aus der ganzen Welt (und dabei Deutschland-exklusiv) einen ersten Blick auf das Housing werfen.
Doch wir durften nicht nur zuschauen, wie die Chefentwickler uns ihre Housing-Vision vorstellen, sondern auch selbst Hand anlegen und die Devs in zahlreichen Interviews ausquetschen. In vielen Stunden Hands-On konnten wir das neue Housing-Feature wirklich auf Herz und Nieren testen und unser eigenes Heim erschaffen. Spoiler: Wir haben ein unfertiges, rohes Feature erwartet und uns ein funktionales, ganz ordentliches Feature erhofft. Die Entwickler überraschten uns jedoch mit einem so polierten Feature, dass wir uns fragen, warum wir eigentlich bis Midnight warten müssen?
WoW: Blizzards Vision von "Housing"
Bevor wir zum eigentlichen Housing-Feature kommen, müssen wir erstmal einordnen, was sich die Entwickler darunter vorstellen und worauf wir uns einstellen müssen. Denn das Housing in WoW soll kein "Nebenschauplatz" werden, wie es in anderen Spielen mitunter der Fall ist.
Blizzard will das Housing ins komplette Spiel integrieren. Es soll nahezu keine Inhalte geben, die nicht mit dem Housing verknüpft werden. Dabei handelt es sich natürlich in erster Linie um die einzelnen "Assets", die wir in Dungeons, Raids oder der offenen Welt bekommen können. Aber auch Ruf-Rüstmeister, PvP-Händler oder Rare-Mobs können Quellen für die Items sein, die wir fürs Housing brauchen. Erfolge sind eine weitere wichtige Quelle - insbesondere die Meta-Erfolge der verschiedenen Erweiterungen wurden von den Entwicklern angesprochen.
Spieler sollen sich durch ihr Haus nicht nur selbst ausdrücken können, sondern auch ein wenig "flexen" dürfen - ähnlich wie bei Reittieren. Ob man nun Onyxias Kopf über seinen Eingang hängt oder das neueste Gladiator-Mount im Vorgarten grasen lässt, um den Nachbarn zu zeigen, wer hier die Plattenhosen anhat - es wird zahlreiche "Trophäen" geben, die ihr ausstellen könnt. Übrigens, ja. Ihr habt richtig gelesen - unsere Häuser bekommen nicht nur einen Garten, sondern auch jede Menge Nachbarn - darüber aber später mehr.
Bildergalerie
Auf der anderen Seite soll das Housing auch ein Feature für alle Spieler sein. "Jeder, der Housing nutzen will, soll Housing auch nutzen können" - war eine oft von den Entwicklern wiederholte Aussage. Das äußert sich in verschiedenen Wegen. So ist der Einstieg ins Housing extrem simpel. Wir bezahlen eine kleine Gebühr (in Gold, nicht in Euro) und schon bekommen wir die Schlüssel zu unserem kleinen Häuschen. Die Einführungsquest versorgt uns dann gleich mit einem ganzen Haufen an "Standard-Items" für unser Haus: simple Stühle, Tische, ein Bett, Schränke und Co. Das reicht bereits, um sich ein bequemes Heim zu erschaffen. Zudem sind zahlreiche weitere Items relativ simpel zu bekommen. Wir können uns in Eisenschmiede Möbel oder Assets im Zwergen-Stil kaufen, in Lorenhall shoppen wir hingegen Goblin-Möbel und so weiter und so fort.
Den Entwicklern ist es extrem wichtig, dass niemand außen vor bleibt. Selbst komplette Neueinsteiger sollen so viel Auswahl bei der Gestaltung ihres Hauses haben, dass sie glücklich und zufrieden sind. Gleichzeitig soll das Feature natürlich dazu anregen, alte Inhalte erneut oder erstmals zu besuchen. Vielleicht würde sich das Bärenfell vor eurem Kamin gut machen - dafür müsst ihr dann beispielsweise einen Rare-Mob in den Grizzlyhügeln umhauen. Oder ihr wollt ein paar fliegende Bücher unterm Dach - ab nach Karazhan.
Housing und die bestehenden Berufe
Den Entwicklern sind noch weitere Punkte am Housing sehr wichtig. So soll das eigene Heim sehr stark mit den Berufen verknüpft werden. Das wurde bereits in einem Blogpost klar. Doch während der Gespräche mit den Entwicklern vertiefte sich das noch weiter. Jeder bestehende Beruf wird zahlreiche Gegenstände zu unserem perfekten Heim beisteuern können und es wird in Midnight auch eine Spezialisierung auf solche Items möglich sein - ähnlich wie sich Handwerker jetzt auf Rüstungen, Waffen oder Ähnliches spezialisieren können.
Diese Verknüpfung ist allerdings noch in einem frühen Planungsstadium. Die Entwickler diskutierten mit uns die verschiedenen Ideen, wie eine bessere Verknüpfung funktionieren könnte. Zwei Punkte, denen die Entwickler nicht abgeneigt erschienen, kamen dabei immer wieder zur Sprache. Handwerker sollten dank besonderer Erfolge besondere Items herstellen können. Warum sollte (als aus der Luft gegriffenes Beispiel) "ein Nachtelfen-Bett" in meinem Haus daran gekoppelt sein, dass ich die Nachtelfen-Meta-Erfolge erledigt habe - und nicht daran, dass der Handwerker das geschafft hat? Handwerker könnten sich noch mehr auf das Housing spezialisieren und die Spieler hätten mehr Freiheiten. Denn einen neuen Beruf rund ums Housing - beispielsweise einen Schreiner - wird es nicht geben. Oder sagen wir es so: Die Entwickler planen aktuell nicht mit einem solchen.
Quelle: Blizzard
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Der zweite Punkt, der den Entwicklern offenbar gefallen hat, war es, innerhalb des Hauses kleine Goodies für Handwerker zu bekommen. Ob nun ein Handwerkstisch, ein kleiner Blumengarten oder dergleichen - die Möglichkeiten sind endlos. Die Entwickler wollen hier aber extrem vorsichtig sein. Denn das Housing soll keinesfalls den Garnison-Fehler wiederholen und den Spielern so viele Vorteile und Annehmlichkeiten bieten, dass diese nicht mehr rauswollen oder Housing ein "Pflicht-Feature" für alle Spieler wird.
Die Idee, dass im eigenen Haus nur "Housing-relevante" Vorteile warten, kam da schon besser an. Vielleicht wachsen im Garten ja nur Kräuter, die man für Housing-Items braucht. Oder an eurer Handwerksstation können nur Housing-Items gebaut werden. Wir würden aber vermuten, dass solche Dinge eher ein Feature für die "Nachbarschaft" werden, zu der wir gleich noch kommen.
Quelle: Blizzard
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WoW-Housing ist für alle da
Das haben wir schon mehrfach erwähnt. Gleichzeitig sollen auch Spieler stundenlang an Kleinigkeiten feilen können, um ihr Haus wirklich zu perfektionieren. Bei den Klassen in WoW würde man jetzt von "Easy to learn, hard to master" sprechen. Beim Housing passt das nur bedingt.
Dennoch ist es den Entwicklern elementar wichtig, dass jeder Spieler mit wenigen Klicks ein ordentliches Haus bauen kann. Gleichzeitig muss das System aber so komplex sein, dass es viele neue Möglichkeiten eröffnet. Daher haben sich die Entwickler für ein "2 in 1"-System entschieden - den Basic- und den Advanced-Mode. Und das bringt uns nun endlich zum eigentlichen Housing, das wir stundenlang selbst testen durften.
WoW: So funktioniert das Housing in Azeroth
Wenn wir unser Haus bekommen, dann ist es nicht viel mehr als ein einziger, kleiner quadratischer Raum, den wir mit Leben befüllen können. Unser Haus kann aber wachsen. Über eine spezielle Ansicht können wir weitere Räume anfügen und sogar weitere Stockwerke bauen. Aktuell gibt es noch kein "Raum-Limit" - wir konnten also ganze Schlösser bauen. Später wird die Menge an Räumen aber an euer "Haus-Level" geknüpft sein. Wie euer Haus im Level steigt, das ist derzeit noch genauso unklar wie die Menge an Räumen, die wir dann haben dürfen.
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Wie und wo wir die Räume platzieren, wirkt sich übrigens nicht auf das Aussehen unseres Hauses aus. Von außen bleibt es weiterhin das kleine, schnuckelige Häuschen. Doctor Who hat den Architekten also offenbar das Geheimnis seiner T.A.R.D.I.S verraten - auch die ist von innen größer als von außen.
Das Haus steht - ab an den Innenausbau
Wir haben also einen Boden, vier oder mehr Wände und ein Dach über dem Kopf. Der erste Schritt, das alles an unsere Traumvorstellung anzupassen, ist dieser "Basis" den gewünschten Anstrich zu verpassen. Wir dürfen die Basis unseres Hauses nämlich in unterschiedlichen Settings anpassen. Blutelfen besitzen andere Wände als Nachtelfen, Zwerge oder andere Völker. Und so wird aus einem Steinboden ein gepflegter Parkettboden oder die Fachwerk-Wände werden zu massiven Stein-Wänden oder aus der wuchtigen Holzdecke wird ein Baumgeflecht. Ihr dürft übrigens jede Wand, Boden und Decke einzeln anpassen - für noch mehr Freiheit.
Während diese "Außenwände" des Hauses die Grenze darstellen, dürft ihr im Inneren nach Belieben eigene Wände ziehen. Wer will schon in einem großen einzelnen Raum leben - wenn man nicht gerade Hagrid heißt. Auch hier stehen euch zahlreiche unterschiedliche Wände zur Verfügung - von welchen, die optisch exakt den Außenwänden entsprechen, bis zu solchen mit Holzvertäfelung oder anderen Tapeten.
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Auf den Innenausbau folgt die Innenausstattung
Wir haben also unser Haus auf Wunsch mit verschiedenen Räumen und diversen Zwischenwänden ausgestattet - nun wird es Zeit, die leeren Räume zu befüllen. Dafür bekommen wir Zugriff auf eine Extra-Kiste, in der sich alle Housing-Assets befinden, die wir besitzen. Wir klicken den Holztisch an und ziehen ihn ganz simpel aus der Kiste in unser Haus. Am Mauszeiger erscheint nun der Tisch und wir schieben ihn so lange an einem Raster auf dem Boden hin und her, bis er ganz da steht, wo wir es haben wollen. Ein weiterer Klick und der Tisch steht. Das wiederholen wir mit Stühlen, Teppichen, Lampen, Schränken und allem, was man sich vorstellen kann. Wir können natürlich auch jedes Item jederzeit verschieben oder wieder zurück in unsere Kiste packen. Letzteres ist wichtig, denn es handelt sich wirklich um Items. Habe ich nur den einen Tisch im Inventar und stelle ihn in die Küche, dann ist er weg. Will ich einen zweiten Tisch aufstellen, muss ich den ersten wieder entfernen oder aber mir einen zweiten Tisch besorgen - wo auch immer ich diesen herbekomme.
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Das System ist zudem im Basis-Modus so klug, dass es Bilder automatisch an der Wand platziert, während Stühle standardmäßig am Boden bleiben und Kronleuchter bei Bewegung der Maus an der Decke entlanggleiten. Zudem gibt es ein sogenanntes "Parenting-System". Stellen wir einen Krug auf den Tisch, dann wird dieser automatisch mit dem Tisch verknüpft. Bewegen wir nun den Tisch an eine andere Stelle, dann wandert der Krug mit. Dasselbe funktioniert auch bei Schränken oder Regalen. Einige Items sind davon aber absichtlich ausgenommen - darunter etwa der Teppich. Verrutscht ihr diesen, wandert nicht das komplette Mobiliar darauf mit. Kluger Schachzug der Entwickler.
Theoretisch könnte das Housing-Team jedes einzelne Asset in WoW implementieren. Das wäre aber wohl sehr, sehr unübersichtlich. Daher beginnen die Devs mit einer Auswahl von (wahrscheinlich) mehreren Tausend Items zum Release und bauen diese weiter aus. Darunter sind aber nicht nur Möbel, sondern auch andere Items, die euer Haus zum Leben erwecken sollen. Wir finden Kochgeschirr, Bierkrüge, Essensplatten, Fackeln und Kerzen, Lampen, Vorhänge, Pokale, Schränke, Kisten, Truhen, Kissen und jede Menge mehr. Natürlich sind aucheinige Items vorhanden, die man bei Housing vielleicht nicht sofort im Kopf hat.
Quelle: Blizzard
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Wir dürfen Spinnenweben platzieren oder packen den "Problemlöser von Gilneas" ins Wohnzimmer - aka eine Guillotine. Auch ein Klo gibt es übrigens - wenn auch nur ein Plumpsklo, dessen Tür man nicht öffnen kann. Lustige Anekdote an der Stelle: All die vorhandenen Assets im Spiel haben bisher keine "richtigen" Namen. Jeder Gegenstand, der fürs Housing freigeschaltet wird, muss daher mit einem neuen Namen versorgt werden.
Mit diesem Basis-System füllt ihr einen kompletten Raum in wenigen Minuten mit Leben. Vorausgesetzt natürlich, ihr besitzt alle Items, die ihr platzieren wollt. Damit könnten sich viele Spieler schon zufriedengeben. Doch wer seinem Haus ein wenig mehr "Kreativität" verleihen will, der kann nun zum "Advanced Mode" greifen. Denn der gibt euch fast so viele Freiheiten, als wärt ihr ein Level-Designer bei Blizzard. Eigentlich sogar noch mehr Freiheiten und eine deutlich simplere Bedienung, wie uns einige der Blizzard-Designer mit neidischem Blick verrieten.
WoW: Der Advanced Mode - jetzt gibt es (fast) keine Grenzen mehr
Beim Wechsel in den fortgeschrittenen Modus ändert sich erstmal nicht besonders viel. Ihr könnt weiterhin Items per Klick überall platzieren. Doch ihr bekommt in eurer speziellen Aktionsleiste drei neue Funktionen, und ein Sicherheits-Feature wird deaktiviert. Beginnen wir mit den drei neuen Funktionen.
Wo ihr im Basismodus die Items per Klick aufgenommen habt und woanders neu platzieren konntet, stehen euch nun drei andere Funktionen zur Verfügung. Funktion 1 verschiebt das Item. Ihr klickt und aktiviert damit ein Item und es erscheinen sechs Pfeile - je zwei für jede Richtung im Koordinatensystem. Klickt ihr nun einen der Pfeile an, könnt ihr das Item gaaaanz langsam in die gewünschte Richtung schieben. So lässt sich die Platzierung genauer vornehmen, vor allem aber ist dabei die Kollisionsabfrage deaktiviert. Ihr könnt die Dinge also in andere hineinschieben oder teilweise im Boden oder der Wand verschwinden lassen.
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Damit eröffnet sich den kreativen Spielern ein gewaltiger Spielplatz voller Möglichkeiten. Schiebt den Tisch zur Hälfte in die Wand und ihr habt ein Sideboard. Versenkt das Feuer im Boden und ihr habt eine rauchende Stelle. Schiebt den hohen Zaun nach unten und ihr habt einen kniehohen Zaun für die Hühner. Und das sind nur offensichtliche Möglichkeiten. Schon beim Hands-On-Termin haben sich die Journalisten und Streamer kreativ gezeigt. Ein Haufen in den Boden versenkte Käfige ergaben ein nettes Nagelbett und in die Wand geschobene Kutschen hinterließen schöne Kutschenräder als Dekoration über dem Esstisch.
Die zweite Funktion baut hierauf auf und erhöht die Anzahl der Möglichkeiten um ein Vielfaches. Ihr dürft alle Items nämlich auch noch nach Wunsch drehen. Aktiviert ihr den Drehmodus und klickt ein Item an, erscheinen drei Kreise in unterschiedlichen Farben - einer auf jeder Achse des Items. Klickt ihr den Kreis an, könnt ihr das Item um genau diese Achse langsam drehen. Damit ist quasi jede Position im Raum möglich. Tische an der Wand, Gemälde auf dem Boden, umgefallene Krüge oder Feuer, das aus einer Wand schießt. Wir können damit eine Rampe ins Obergeschoss bauen, falls wir keine Treppen laufen wollen und alles kreuz und quer platzieren. Doch man muss gar nicht so kompliziert denken. Allein schon, einen Stuhl Richtung Tisch zu drehen oder den Tisch schräg in den Raum zu packen - dafür müssen wir ihn drehen.
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WoW: Housing offiziell angespielt - so gut ist das neue Midnight-Feature wirklich (24)
Die dritte neue Funktion wird sicherlich für die meiste Kreativität sorgen. Denn wir können die Items skalieren. Wir dürfen jedes Item auf bis zu 200 Prozent vergrößern oder auf 20 Prozent verkleinern. Das klingt erstmal relativ simpel, war aber technisch ein gewaltiger Aufwand und birgt unendliche Möglichkeiten. Diese reichen von sehr einfach bis enorm kompliziert. Wir können beispielsweise das Bett und die Stühle vergrößern, damit unser Taure besser drauf passt oder für unseren Gnom verkleinern. Wir können aber auch aus einem Gemälde eine ganze Wand oder Deckenbemalung machen, wenn wir es groß genug ziehen und passend platzieren. Kleiner Fun Fact am Rande: Die Entwickler fanden die Idee, Bilder mit dem eigenen Charakter zu haben, sehr interessant und werden schauen, ob das technisch umsetzbar ist.
Beim Hands-On haben wir beispielsweise einen Spießrutenlauf durch einen langen Gang gebaut, indem wir verschiedene Windmühlen gedreht, vergrößert und in der Wand versteckt haben. Die Blätter der Windmühle drehten permanent durch den Gang und verwandelten ihn in eine Todesfalle - wobei man aktuell in seinem eigenen Haus nicht sterben kann. Andere wiederum haben verschiedene Jumping-Puzzles gebaut oder einen Irrgarten mit versteckten Türen.
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Die Assets lassen sich aber auch für "normale" Zwecke anpassen. Warum nicht zu den großen Gläsern auf dem Tresen ein paar Schnapsgläser packen, indem man diese einfach verkleinert? Oder wir packen neben den Esstisch ein paar kleinere Stühle auf einer kleinen Kiste und bauen uns daraus einen Hochstuhl für die Kinder unserer Charaktere? Es wird spannend zu sehen sein, auf welche Ideen die Community kommen wird. Einer der Kollegen hat beispielsweise einen gewaltigen Wrestling-Ring gebaut - inklusive Tribüne und Einlaufweg. Allerdings werden unsere Behausungen "sichere Zufluchten" sein - PvP und Duelle sind dort nach aktuellem Stand also leider nicht möglich.
Dennoch werden unsere Häuser ein absoluter Traum für alle Rollenspieler werden. In anschließenden Diskussionen mit den Entwicklern kamen gleich mehrere abgefahrene Ideen ans Licht. Von Werkstätten für Azeroths beste Handwerker über ein Rekrutierungsbüro für die eigene Gilde bis zu - wer hätte es gedacht - einem blutelfischen Stripclub. Vielleicht hat der Wald von Elwynn bald ausgedient.
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WoW: Die Kirsche obendrauf - das "Einfärben"
Die Entwickler hatten es in einem Blogpost bereits geteasert. Es wird uns möglich sein, dass wir verschiedene Assets im Rahmen des Housings "einfärben" dürfen. Auch das haben wir natürlich ausprobiert und waren begeistert. Denn skeptisch, wie wir nun mal sind, dachten wir nicht, dass wir so viele Freiheiten haben. Erstmal der Wermutstropfen: Wir können leider nicht alle Assets einfärben. Einige Dinge, wie Onyxias Kopf, haben ihre vorgegebene Farbe, die sich nicht ändern lässt.
Auch Dinge wie der Boden oder die Wände lassen sich (noch) nicht einfärben. Ein absolutes Clown-Haus wird also schwierig. Zudem gibt es die technischen Hindernisse. Um das Einfärben möglich zu machen, müssen die Assets von den Designern quasi "neu gebaut" werden. Bereits jetzt wurden aber hunderte Items dafür geschaffen, und der Aufwand ist laut Designern nicht sonderlich groß.
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WoW: Housing offiziell angespielt - so gut ist das neue Midnight-Feature wirklich (7)
Kommen wir nun zum Einfärben an sich. Das funktioniert erschreckend gut und erschreckend einfach. Wir wählen das "Dye-Tool", klicken ein passendes Item an und schon öffnet sich eine Farbpalette aus Dutzenden Farben. Zudem gibt es pro Item meistens mehrere Slots, die wir einzeln einfärben können. So dürfen wir beispielsweise das Holz einer Kiste in Blau einfärben, während wir den Metallteilen ein knackiges Rot verpassen. Manche Items haben mehr Slots, andere wiederum nur einen einzigen. Ihr wollt euer Haus also passend zu eurer Fraktion in Rot oder Blau halten, dann ist das genauso möglich, wie alles in strahlendem Gold glänzen zu lassen.
Technisch gesehen könnten wir eigentlich alles farblich anpassen. Die Entwickler haben sich aber sehr klar dafür entschieden, eine ganze Menge Grenzen zu setzen, damit unser Haus nicht allzu "lächerlich bunt" aussieht und der WoW-Stil erhalten bleibt. Daher überlegen sie sich bei jedem Item ganz genau, ob es eingefärbt werden soll oder eben nicht. Vor allem aber bei Dingen wie Teppichen, Vorhängen und dergleichen macht das Ganze einen echten Unterschied. Fun Fact an der Stelle: Als wir anmerkten, dass dieses Feature sofort alle Transmog-Fans dazu bringt, das Gleiche für unsere Klamotten zu fordern, kam mehr oder weniger wie aus der Pistole geschossen: "Das ist uns bewusst" - gefolgt von einem Lächeln. Durchaus möglich also, dass wir uns auch dort bald über Neuigkeiten freuen können - ohne Gewähr oder jegliche Form der offiziellen Bestätigung natürlich.
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WoW: Die Nachbarschaften - gemeinsam wohnen
Wir hatten eingangs die Nachbarschaften erwähnt und wollen das natürlich näher ausführen, auch wenn die Entwickler hier sehr vorsichtig mit konkreten Infos waren. Vorneweg: In unserem Hands-On konnten wir unser Haus nicht verlassen - wir haben allerdings kleine Videopräsentationen und Hintergrundinfos zu der "Nachbarschaft" bekommen.
Bei Blizzard wollte man unbedingt verhindern, dass sich unser Haus wie ein abgetrennter Bereich in der Welt anfühlt. Der Worst Case wäre also, per Portal rein und per Portal wieder rauszugelangen. Ganz verhindern wird sich das wohl nicht lassen, durch die Nachbarschaften soll sich das aber mehr nach "unser Haus steht in Azeroth" anfühlen. Was also sind Nachbarschaften?
Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von rund 50 bis 55 Häusern (wobei sich diese Zahl noch ändern kann). Ihr bezieht euer Haus in Nachbarschaft A und um euch herum beziehen andere Spieler die restlichen Häuser. Diese Nachbarschaften sind persistent. Ihr habt also stets und für alle Zeit die gleichen Nachbarn - zumindest, bis ihr oder sie aus ihrem Haus ausziehen. Es wird auch die Möglichkeit geben, sich gezielt eine Nachbarschaft auszusuchen oder einzuschränken, wer bei euch wohnt.
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So lassen sich beispielsweise "Gilden-Nachbarschaften" gründen. Wie genau das technisch geht, konnten oder wollten uns die Entwickler noch nicht verraten. Klar ist aber schon, dass beispielsweise Spieler von RP-Servern standardmäßig in eine Nachbarschaft zusammengesteckt werden und auch die verschiedenen Sprachen eine Rolle dabei spielen. Würde der deutsche Rollenspieler plötzlich neben dem französischen Roffelroxxer123 wohnen, würde sich das für ihn nämlich sicherlich nicht sonderlich gut anfühlen. Das ist allerdings wichtig, denn pro Fraktion bekommt ihr nur ein Haus.
Seid ihr mit eurer Nachbarschaft unzufrieden, müsst ihr wohl euer Haus aufgeben und woanders hinziehen - neues Haus bauen inklusive. Wer übrigens gehofft hatte, dass er sein Haus aus der "normalen Welt von Azeroth" sehen würde, den müssen wir enttäuschen. Die Entwickler wollten noch nicht verraten (oder wussten es schlicht noch nicht), wie sich die Nachbarschaft in die Zonen einfügen wird, stellten aber klar, dass es sehr unwahrscheinlich sein wird, dass es wie ein NPC-Dorf irgendwo eingebaut wird. Wir werden also nicht von Sturmwind aus in unseren Vorgarten schauen können.
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Marktplatz, Quests und viel Immersion
Die Nachbarschaften sollen aber mehr als nur eine Ansammlung von Häusern sein. Die Entwickler wollen sie mit Leben füllen. So ist beispielsweise in Diskussionen, verschiedene Quests oder Aufgaben dort zu implementieren. Auch die Möglichkeit, einen Marktplatz mit einer Art Mini-Hauptstadt zu bekommen, wird intern diskutiert. Klar ist hingegen schon, dass unsere Nachbarschaft mit saisonalen Events ausgestattet wird. Das Housing-Team tauscht sich intensiv mit dem Weltevent-Team aus, was möglich wäre. Ob es letztlich dabei bleibt, dass an Weihnachten ein Winterfest-Baum aufgestellt und die Häuser geschmückt werden, oder wir wirklichen Content in unserem Viertel bekommen - das muss sich erst noch zeigen.
So oft wie die Entwickler davon gesprochen haben, die Nachbarschaften mit Leben zu füllen und nach und nach immer weiter auszubauen, glauben wir allerdings nicht, dass es bei ein wenig Schmückerei bleiben wird. Ausschließen können wir es allerdings auch nicht. Generell sind die WoW-Entwickler bei den Nachbarschaften offen für alles und scheinen noch keinen "finalen Plan" im Kopf zu haben. Ohne das nachgezählt zu haben, würden wir aber behaupten, die entsprechenden Devs hatten mehr Fragen an uns als wir an sie.
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WoW: Housing offiziell angespielt - so gut ist das neue Midnight-Feature wirklich (13)
Ein paar Vorschläge von uns und anderen WoW-Journalisten gefällig? Zahlreiche NPC-Bewohner, denen wir in regelmäßigen Quests unter die Arme greifen, wodurch unsere Nachbarschaft sauber bleibt und sich stetig weiterentwickelt - bessere Straßen, bessere Händler und einen pompöseren, zentralen Marktplatz. Kleine Handwerksviertel, die immer besser ausgestattet werden, wenn die Bewohner dort ihrem Handwerk nachgehen. Oder auch eine eigene kleine Version der Kampfgilde - wobei das vielleicht nicht zum "Cozy Character" der Nachbarschaft passen würde. An Ideen mangelt es jedoch wahrlich nicht. Und wir sind uns sicher, dass die Entwickler aufmerksam in den Foren und Kommentarspalten mitlesen werden, um zu erfahren, was sich die Spieler für "ihre Nachbarschaft" wünschen.
WoW: Nur die "erste" Version - was uns noch fehlt
Was wir in Blizzards Büro in Boston anschauen durften, war natürlich nur ein Bruchteil des späteren Housing-Features. Zum Release werden nicht nur unfassbar mehr Assets zur Verfügung stehen, es werden hoffentlich auch keine Bugs mehr vorhanden sein. Dennoch muss man sagen, dass die Pre-, Pre-Alpha-Version, die man uns vorgesetzt hat, erstaunlich rund lief - von diversen fehlenden Texturen oder Funktionen abgesehen. Sortierung der Items? Funktionierte genauso wenig wie die Filter-Funktion. Hier und da ließen sich platzierte Items nicht mehr wegnehmen, weil sie auf krude Weise mit denen in anderen Räumen verbunden wurden und das Parenting-System funktionierte noch nicht reibungslos - mitunter wurde die Skalierung von Items entfernt, wenn das "Eltern-Item" verschoben wurde - was für lustige Momente gesorgt hat. Die Basis des Housings steht aber - und sie steht solide und gut.
Quelle: Blizzard
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Drumherum wartet aber noch jede Menge Arbeit auf die Entwickler - und noch jede Menge Entscheidungen. Nicht nur bei der Nachbarschaft muss noch viel geklärt werden, auch im Bezug auf das wie, wo und weshalb stehen noch viele Fragen im Raum. Was kostet unser Haus (immerhin ist bestätigt, dass es keine Miete kosten wird)? Wo genau wird es platziert? Weshalb sollten wir überhaupt ein Haus bauen und wie funktioniert am Ende das Housing-Level, welches bestimmt, wie viele Zimmer wir haben dürfen? Und woher bekommen wir all die vielen Items?
Nun zumindest bei Letzteren ist ja ein bisschen was bekannt, wie wir eingangs beschrieben haben. Und, für viele von uns wohl am wichtigsten, welche besonderen Items alle für unser Haus in Frage kommen. Onyxias Kopf haben wir live gesehen und platziert - er macht sich übrigens hervorragend in verkleinerter Größe auf einem Teller auf dem Grill platziert. Aus dem ersten Teaser kennen wir noch weitere Items wie das Bollwerk von Azzinoth oder Quel'Delar. Das Housing-Team steht jedenfalls nach eigener Aussage im permanenten Kontakt mit dem Rewards-Team, um abzuklären, welche Dinge sich fürs Housing eignen könnten, als auch welche Housing-Assets sich als Belohnung für andere Inhalte anbieten.
Wir haben natürlich nachgebohrt, ob wir ikonische Dinge wie Frostgram, den Helm der Herrschaft, Illidans Gleven oder auch Sylvanas Bogen an die Wand hängen dürfen. Bisher hielten die Entwickler aber eisernes Schweigen diesbezüglich - man wolle nicht zu viel verraten. Das gilt auch für einige andere Ideen und Pläne. So durften wir bei unserem Hands-On leider nicht den Garten verschönern, was später definitiv möglich sein wird. Ein Bild der Präsentation zeigte dabei eine Art Schuppen, in der ein Mount untergebracht war. Ob und wie wir Mounts und Pets ins Housing integriert bekommen ... die Entwickler entschieden sich für ein Augenzwinkern und Schweigen.
Quelle: Blizzard
WoW: Housing offiziell angespielt - so gut ist das neue Midnight-Feature wirklich (22)
Bisher noch nicht auf dem Schirm hatten sie den Reaktionen nach zu urteilen, die Idee, dass wir unsere Charaktere ebenfalls im Haus platzieren könnten. Was würde das Housing-System mehr mit Leben füllen als unsere Twinks, die im Haus umherwandern, im Garten ein Sonnenbad nehmen oder durch die Nachbarschaft schlendern. Der Umstand, dass bei dieser Idee mehrere Entwickler ihre Notizbücher gezückt haben, könnte aber ein gutes Zeichen sein. Das galt übrigens auch für die Idee, unsere Tier-Sets auf Holzständern ausstellen zu können - ein wenig wie in der Galerie der pandarischen Hauptstädte, nur dass es dort die Challenge-Mode-Sets waren.
WoW: Das Damokles-Schwert - der InGame-Shop
Wir nehmen mal ganz dreist an, niemand war wirklich überrascht, als die Entwickler im Rahmen einer früheren Aussage bestätigt haben, dass es auch Housing-Assets über den InGame-Shop zu kaufen geben wird. Natürlich handelt es sich dabei um ein extrem heikles Thema, das unweigerlich mehrfach zur Sprache kam. Denn Blizzard führt hier eine Neuerung ein, die für manche Spieler sicherlich eine Grenze überschreitet. Aber der Reihe nach: Die Entwickler haben erneut bekräftigt, dass es in der Tat so sein wird, dass auch der Echtgeld-Shop als Quelle für Assets herangezogen wird. Die Dev fahren das volle Programm und implementieren die Items in jedem Bereich von WoW - von Beutetabellen über das Handwerk und die Erfolge bis zum Handelsposten und dem Shop.
Dabei soll weiterhin das Prinzip gelten, das auch schon bei Pets, Mounts und dergleichen angewandt wird. Der Echtgeld-Shop soll eine Erweiterung sein - keine Abkürzung. Es wird definitiv keine Items geben, die ihr euch im Spiel UND im Shop besorgen könnt. Stattdessen soll die absolute Mehrheit über die verschiedenen Spielsysteme erhältlich sein und ausgewählte Items im Shop landen.
Dabei wird es sich wahrscheinlich vor allem um solche Items handeln, die neu sind und sich aktuell thematisch nicht gut unterbringen lassen. Designen die Entwickler also beispielsweise ein cooles neues Goblin-Asset, aber wir haben aktuell und in den kommenden Monaten nichts mit den Goblins am Hut, könnten sie es über den Shop raushauen - oder es in die Schublade packen und warten, bis es irgendwann mal passt. Wir tippen auf Ersteres.
Quelle: Blizzard
WoW: Housing offiziell angespielt - so gut ist das neue Midnight-Feature wirklich (23)
Der große Unterschied ist aber die Implementierung des Shops. Die sorgte beim Hands-On hier und da für Verständnis, aber auch teils auch für Entsetzen. Denn in der aktuellen Version hat unser Auswahl-Fenster für die Assets, die wir platzieren wollen, zwei Reiter: "Storage" und "Shop". Wir wechseln also mit einem Klick zwischen den Items in unserem Inventar und denen, die wir im Shop kaufen. Auf Nachfrage, ob das wirklich der Echtgeld-Shop sein wird (denn in unserer Anspiel-Version war der Reiter ohne Funktion), wurde das zähneknirschend bestätigt und darauf hingewiesen, dass noch nichts in Stein gemeißelt sei und sich auch am Interface noch einiges ändern werde.
Auch zu den Preisen der Shop-Assets gab es keine konkreten Antworten - was auch im jetzigen Entwicklungsstadium nicht zu erwarten war. Wir hoffen aber inständig, und haben das den WoW-Entwicklern auch sehr eindrücklich gesagt, dass am Ende keine 20 Euro für einen schönen Stuhl aufgerufen werden. In unseren Augen gibt es zwei Möglichkeiten - wir gehen nun wirklich Richtung MICROtransactions, als ein Euro pro Item oder dergleichen oder aber es wird eher thematische Pakete geben. Beispielsweise eine ganze Einrichtung im Stile von Völkern, Städten oder gar Erweiterungen.
Man darf bei all dem nämlich nicht vergessen, dass wir die Assets nicht freischalten und dann so viele davon in unserem Haus verteilen können, wie wir wollen. Jeder platzierte Stuhl muss einzeln gekauft oder hergestellt werden. Will ich also einen Esstisch mit zehn Stühlen ausstatten, muss ich beim Händler zehn Stühle kaufen. Daher vermuten wir im Shop auch eher einzigartige Dinge, bei denen die Spieler nicht den Drang verspüren, mehrere zu kaufen. Aber auch hier gilt - wir wissen es zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht.
WoW: Unser Fazit zum Housing - ein großartiger Beginn für ein fantastisches Feature
Eigentlich ist es viel, viel zu früh, um ein erstes Fazit zum kommenden Housing-Feature zu ziehen. Wir machen das dennoch und teilen es aber in zwei Hälften auf - was wir gesehen haben und was die Entwickler uns verraten haben. Beginnen wir mit dem, was wir eins zu eins so spielen konnten - und das ist großartig.
Ein weltweit erstes Hands-On - exklusiv für rund ein Dutzend Menschen aus der ganzen Welt. Was kann man da erwarten? Eine sehr frühe Version, die eher zeigen soll, wo es hingeht und in der noch nichts wirklich funktioniert? Das haben zumindest wir alle vor Ort erwartet und damit nur teilweise Recht gehabt. Der Kern des Housings, das Bauen und Dekorieren unseres eigenen Hauses, funktioniert bereits jetzt so gut, dass keiner von uns aufhören wollte, an seinem Eigenheim herumzubasteln.
Die Bedienung ist extrem intuitiv, alles geht locker flockig von der Hand und nichts hat herumgezickt. Es gibt einige WoW-Features auf den Live-Servern, die schon Jahre existieren und lange nicht so problemlos funktionieren. Allein das Herumspielen mit den verschiedenen Farben hat so viel Spaß gemacht. Endlich können wir die Welt von WoW so gestalten, wie wir es wollen - wenn auch nur einen kleinen Teil. Kurz gesagt: Der Kern des Housings ist eigentlich schon fertig und wird nicht weniger als großartig.
Ob das gesamte Feature am Ende aber positiv wahrgenommen wird, das hängt vor allem von der Implementierung ab. Wie fügen sich die Nachbarschaften in die Welt ein, welche Aktivitäten warten dort, wie viel Anreiz hat ich mein Haus zu besuchen, es aber auch regelmäßig wieder zu verlassen (die Garnison lässt grüßen). Wie großzügig verteilt Blizzard die Assets und hinter welchen Aufgaben verstecken sich am Ende die coolsten Items? Und wie wird das mit dem Shop und nicht zu vergessen - wie sieht die Performance nachher in einem Gebiet mit 50 Häusern aus?
Keine der Fragen kann bisher beantwortet werden. Doch die Entwickler hatten zumindest für die meisten davon bereits konkrete Ideen und Ansätze, wie es aussehen soll. Wenn auch nur die Hälfte davon umgesetzt wird, dann wird das Housing-Feature in WoW nicht nur das beste Housing in der Welt der MMORPGs, sondern ganz sicher eines der großartigsten Features, die WoW jemals bekommen hat. Und im allerschlimmsten Fall? Wird es ein lustiger, kleiner Zeitvertreib, sich ein schönes Haus zu bauen und es dann nie wieder zu besuchen. Das wäre extrem schade, würde das restliche Spiel aber zumindest nicht schlechter machen. Wir sind allerdings sehr zuversichtlich.

Allerdings ist der Stil und die Schlichtheit der Grafik ja auch gewollt. Es gehört ja zum Erfolgsrezept, dass das Ding auch auf alten Möhren läuft.
Allerdings ist der Stil und die Schlichtheit der Grafik ja auch gewollt. Es gehört ja zum Erfolgsrezept, dass das Ding auch auf alten Möhren läuft.
Ich habe es mir jedenfalls auch schon sehr lange gewünscht.