World of Warcraft: Eine Kolumne über die Levelphase in World of Warcraft Classic
Im Sommer bringt Blizzard die WoW Classic-Server an den Start. Intern führt das bei uns immer wieder zu Diskussionen. Dabei kommt häufig die Frage auf, ob denn früher in WoW Classic tatsächlich alles besser war. André hat sich Gedanken zum Thema Leveln gemacht. Wie seht ihr das Thema? Werdet ihr euch WoW Classic im Sommer anschauen?
Wenn der Opa auf der Familienfeier mal wieder energisch schimpfend zum Besten gibt, dass früher ja angeblich alles besser gewesen ist, rollen die meisten anderen Gäste gerne mal leicht genervt die Augen.
Doch nicht nur Männer im hohen Alter verweisen oftmals auf die glorreiche Vergangenheit, sondern auch eine Vielzahl von Spielern des MMOs World of Warcraft (jetzt kaufen ), die bereits seit der ersten Stunde dabei sind und voller nostalgischer Gefühle in Erinnerungen an längst vergangene Tage schwelgen. Angesichts der Tatsache, dass Blizzard Entertainment im Sommer dieses Jahres die Clssic-Server für WoW an den Start bringt, ist es vielleicht mal an der Zeit, diese Behauptung zu hinterfragen. War in der Anfangszeit des populären Online-Rollenspiels tatsächlich alles besser? Oder war es einfach nur "anders"? Eine Sache, die selbst den hartgesottensten Fans mit einem zumindest faden Beigeschmack im Gedächtnis geblieben ist, dürfte wohl die Level-Phase sein.
I'm walking...
Für den einen oder anderen Spieler der aktuellen Stunde mag das im ersten Moment etwas seltsam klingen. Immerhin lag die maximale Charakterstufe damals bei gerade mal 60, während sich heutige Neulinge bis auf Level 120 hocharbeiten müssen. Was jedoch im ersten Moment nach einem doppelt so hohen Aufwand klingt, relativiert sich relativ schnell wieder, wenn der Blick auf die damaligen Rahmenbedingungen fällt. Die waren bei weitem nicht
Quelle: Buffed
Klassenquests gehörten zu den Highlights, waren oft aber eine langwierige und herausfordernde Angelegenheit.
so komfortabel wie es heutzutage in World of Warcraft der Fall ist. Das fängt schon bei solch banalen Dingen wie den Transportmitteln an. Während die Spieler heutzutage mit ihren Twink-Charakteren Zugriff auf eine accountweite Auswahl an Reittieren haben, mussten sie zu den Anfangszeiten vor allem eines sein - gut zu Fuß. Damals mussten die Abenteurer von Azeroth sehr oft und vor allem sehr weit durch die riesige Spielwelt laufen. Die Quests bildeten zwar in den jeweiligen Regionen durchaus einen roten Faden, lagen aber oftmals weit auseinander. Die zeitfressende Konsequenz waren zermürbende Gewaltmärsche, die schon mal bis zu einer Viertelstunde in Anspruch nehmen konnten. Selbiges galt für die Reisepunkte der Flugreitmeister, Ausflüge durch die Luft waren zudem immer wieder durch Zwischenstopps unterbrochen. Es war daher nicht möglich, sich einfach einen (weit entfernten) Punkt auf der Karte auszusuchen und für die nächsten Minuten den PC zu verlassen, um sich danach am gewünschten Ziel zu befinden. Ja, schon zu Classic-Zeiten standen ab Level 40 die ersten Reittiere zum Kauf bereit. Doch das hierfür nötige Gold war sehr viel (zeit-)aufwändiger zu verdienen.
Wo bleibt die Spannung?
Wie ihr bereits anhand dieser (wenigen) Beispiele erkennen könnt, gab es einige Elemente des grundlegenden Spieldesigns, die das Leveln im direkten Vergleich zum aktuellen Add-on Battle for Azeroth deutlich mühseliger gestalten. Erschwerend kam noch das recht dröge Quest-Design hinzu. Während sich die WoW-Abenteurer mittlerweile an aufwändig inszenierten Zwischensequenzen, umfangreicher Sprachausgabe und Skript-
Quelle: Buffed
Wer ein Mount hatte, war glücklich. Das Gold dafür aufzutreiben war jedoch harte Arbeit.
Ereignissen ergötzen können, waren die Aufgaben in den ersten Monaten lediglich auf eine ziemlich öde und somit wenig mitreißende Textform beschränkt - was für die allgemeine Atmosphäre nicht gerade förderlich war. Außerdem ließ die Abwechslung oftmals sehr zu wünschen übrig: Im Großteil der Zeit mussten die Spieler recht eintönige Aufgaben nach dem Prinzip "Töte die Anzahl X von Monster Y" oder "Sammele die Anzahl X von Objekt Y und bringe sie zu Z" bewältigen. Alles verlief also eher nach dem Motto "ohne Fleiß keinen Preis". Kombiniert ihr das mit den zuvor erwähnten Reisezeiten, könnt ihr euch ungefähr stellen, wie lange sich so manch eine Quest hinziehen konnte.
Ach ja, den geschmeidigen Umweg, das Leveln über rasche Abstecher in diverse Dungeons zu verkürzen oder zumindest zu versüßen, gab es zu Classic-Zeiten ebenfalls nicht - zumindest nicht in der aktuellen Form. Klar, auch damals war es möglich, sich in einer Fünfergruppe zusammenzuschließen und sich gemeinsam durch die Todesminen oder andere Instanzen zu kämpfen. Doch gleich mehrere Haken erschwerten dieses Unterfangen: Der unglaublich komfortable Dungeon Finder existierte noch nicht, so dass die Gruppenzusammenstellung manuell erfolgen musste - außerhalb von größeren Gilden einr ziemlich schwierige und mitunter auch zeitaufwändige Prozedur. Außerdem standen die Questgeber nicht (allesamt) direkt am am Startpunkt eines Dungeons, was zugegebenermaßen recht praktisch ist. Stattdessen mussten die Spieler sämtliche Dungeon-Quests entweder zunächst in der Spielwelt suchen oder - falls überhaupt möglich - mit den anderen Mitgliedern der Gruppe teilen.
Es gab auch echte Highlights
Obwohl das alles jetzt ziemlich negativ klingt, war längst nicht alles schlecht zu Classic-Zeiten. Denn einige der soeben aufgezählten "Nachteile" sorgten nämlich unter anderem dafür, dass die Spieler enger zusammenrückten. Das Gemeinschaftsgefühl war gespürt einen Tick intensiver, die Hilfsbereitschaft sowieso. Fragt heute mal während eines Dungeon-Ausflugs nach Tipps für einen Bosskampf. Wenn ihr überhaupt eine Antwort erhaltet, ist sie in den meisten Fällen pampig oder mitunter sogar beleidigend. Die langen Fußmärsche hatten ebenfalls einen netten Nebeneffekt: Die Spieler hatten öfter als heutzutage ein Auge für die Landschaft, erfreuten sich selbst an Kleinigkeiten. Es lief etwas ruhiger und "entschleunigter" ab. Das ist in der mittlerweile deutlich schnelllebigeren WoW-Zeit (leider) nur noch recht selten der Fall. Übrigens gab es aller Präsentationsmängel zum Trotz einige richtig gute und vor allem erinnerungswürdige Quests - gerade die klassenspezifischen Aufgaben. Wer mit seinem Jäger die Questreihe rund um den epischen Bogen Rhok'delar abgeschlossen hat, weiß genau wovon die Rede ist. Eine solche Waffe konnten nur die Hartgesottenen an sich bringen. Immerhin galt es einen Solokampf gegen mehrere Elite-Gegner zu bestehen.
War früher also wirklich alles besser? Oder war stattdessen alles schlechter? Lasst es uns abschließend so bezeichnen: Es war schlicht und ergreifend "anders". Wie seht ihr das? Habt ihr gute Erinnerungen an die Anfangszeit in WoW? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Es gab zunächst keine ImbaRoxxorSuperDuper Spieler, und "1 Tank & 1 Heal +10 Mythic rush" gab es auch noch nicht. Das Punblikum auf den Servern war immergleich zuzüglich regelmäßiger Neuzugänge es gab kein Phasing und Serverzusammenlegung. Man kannte damals in Vanilla bis weit in BC hinein einfach seine Mitspieler und mitstreiter auf beiden Seiten der Fraktionen. Das Spiel war schon immer relativ speziell und in gewisser Weise auch fordernd. Erst im Laufe der Zeit wurde das Spiel mehr und mehr auf Casual-Spieler zugeschnitten, damit und natürlich mit dem Bekanntheitsgrad kamen auch immer mehr Kids und pupertierende Erwachsende welche das Spiel nachhaltig vernändert haben.
Ich würde nicht soweit gehen und sagen das Spiel war damals ein anderes, ich würde eher sagen das Feeling und das ganze drumherum waren einfach stimmiger als heute.
Als großen Vorteil emfpand ich früher die Planbarkeit der Char-Entwicklung. Heute ist vieles auf Glück beim Procc ausgelegt. Damals gabe es eben das oder jenes an einem bestimmten Platz, nach einem bestimmten Boss. Der Weg war das Ziel und nicht das Hinderniss.
Heute möchte ich ein Classic nicht mehr zurück. Das Spiel ansich war einfach zu langatmig, teilweise zu mühevoll. Die Zeit würde ich heute nicht mehr investieren wollen. Auch sind viele tolle und vereinfachte Dinge hinzugekommen auf die ich nicht mehr verzichten wollen würde. Deswegen kommt ein Classic trotz Beendigung meiner WoW Karriere nicht in Frage, da eben auch einfach das Feeling und die Community fehlen die das Spiel damals zu dem besonderen Erlebnis gemacht haben.
World of Warcraft verliert mit jedem Addon weitere Stammzahler, ich glaube weniger das es an dem gebotenen Inhalt an sich geht. Wenn ich so drüber nachdenke hat mir das aktuelle Addon neben einigen Kritikpunkten durchaus gefallen, aber das Gefühl mich nach der Arbeit auf WoW zu freuen flaute einfach immer weiter ab, sodass ich zum Schluss nur noch die netten Leute im TS getroffen haben und dabei sinnlos durch Azeroth geritten oder geflogen bin xD.
Und Gruppensuche ist auch nur dann Anonym wenn man da die Leute nicht anschreibt
Abgesehen davon, mal ehrlich, aber wie sah dass dann aus mit Randomgruppensuche? Die meisten Leute haben doch eh die Gruppensuche ausgestellt weil nur gespamt wurde
Und Gruppensuche ist auch nur dann Anonym wenn man da die Leute nicht anschreibt
Aber diesmal muss ich Enisra mit seiner Argumentation Recht geben, denn so wie er es darstellt lief es Größtenteils eben wirklich In Classic bis Ende WotLK hinaus ab.
Wie lange ist man in IF zwischen Bank und AH bzw. auf dem Markt in SW rumgegammelt bis man Leute gefunden hat?
Klar erinnert man sich an die schönen Zeiten, ich erinnere mich auch an die Tollen Zeiten wo wir nicht im Zehner sondern im Fünfer in Scholo waren, aber das war ... vielleicht einmal? Oder BRT ganz durch machen, in der Zeit Classic, waren das vielleicht so 3 mal wo man das auch durchgezogen hat
Genauso wird man sich kaum an die tollen Zeiten zurück erinnern wo man wieder einen ganzen Tag lang nichts gebacken bekommen hat weil keiner mit wollte