WoW Classic: Blizzard kündigt Strafen für Dungeon-Exploit-Nutzer an - Sperren und Rollbacks wahrscheinlich
Blizzard hat den Layering-Exploit in WoW Classic behoben und Strafen für das Ausnutzen des Fehlers angekündigt. Unehrliche Spieler, die den Exploit in Dungeons ausgenutzt haben, müssen sehr wahrscheinlich mit einer Accountsperre sowie Rollbacks rechnen.
In World of Warcraft (jetzt kaufen ) Classic war es für einige Zeit möglich, durch das Ausnutzen eines Exploits, Farmzeiten für Dungeon-Bosse drastisch zu verkürzen. Die Entwickler von Blizzard haben den Fehler inzwischen behoben. Das sogenannte Layering, bei dem mehrere Instanzen bzw. Versionen eines Servers gleichzeitig laufen, sorgt im Normalfall dafür, dass Gebiete nicht zu überfüllt sind. Layering half etwa Spielern dabei, schnell auf die Maximalstufe zu leveln. Der erste Spieler, der in WoW Classic Level 60 erreichte, nutzte das Layering, um von einer Server-Instanz in die nächste zu wechseln, um immer wieder die gleichen größeren Mobgruppen zu besiegen. Mit dem inzwischen behobenen Fehler war es Gruppen von Spielern möglich, innerhalb eines Dungeons den Server-Layer zu wechseln und so beispielsweise den Endboss der Instanz wieder und wieder zu besiegen.
Die Spieler, die sich durch die Ausnutzung des Exploits Vorteile verschafft haben, müssen nun mit einer Sperre sowie Rollbacks rechnen. Im Forum kam die Ankündigung drastischer Strafen seitens Blizzard nicht wirklich gut an. Manche Spieler schieben den Entwicklern die Schuld zu. Diese hätten verhindern müssen, dass Layering überhaupt in Dungeons ausgenutzt werden kann. Interessant wird sein, ob berühmte Streamer wie Sodapoppin oder Asmongold, die den Exploit erst in der Community bekannt machten, eine Sperre erhalten. Insgesamt scheint der Dungeon-Exploit aber nur die Spitze des Eisbergs zu sein. Denn das Layering wird exzessiv auch zum Farmen von Kräutern und Erzen verwendet - was die Wirtschaft auf den Servern in eine Schieflage bringt. Community Manager Lore hat sich inzwischen auch in einem längeren Post im Forum zum Thema geäußert, was für Blizzard Ausnutzung bedeutet und wo sie die Grenze für einen Bann ziehen.
"Da ich eine Menge Verwirrung sehe (hier und anderswo), hier ist eine Erklärung dafür, wie wir die Grenze ziehen zwischen dem, was etwas zu einem Bann führt und einer unbeabsichtigten Nutzung des Exploits. Schlüsselfaktor dabei ist die Absicht. Hat der Spieler es mit der spezifischen Absicht getan, einen Glitch zu verursachen, und hat er es getan, um den Glitch zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen?
Dieser [Dungeon]Exploit ist ein ziemlich gutes Beispiel. Die Spieler, die den Exploit nutzen, mussten einige sehr seltsame Dinge tun, um ihn auszulösen - und taten das dann wiederholt. [...] die beteiligten Spieler mussten alles daransetzen. Dieser Exploit ist offensichtlich nicht so von den Entwicklern beabsichtigt, er ist offensichtlich ein Fehler. Die Spieler, die den Exploit missbraucht haben, haben ihn zu ihrem eigenen Vorteil ausgenutzt."
Was denkt ihr über die Ausnutzung von Exploits in Online-Rollenspielen: Haben die Entwickler eine Mitschuld oder sind die Regeln durch EULA und TOS klar festgelegt und die Spieler sind das Risiko, ihren Account zu verlieren, ganz bewusst eingegangen? Teilt es uns in den Kommentaren mit!
Eine gute Analyse über die Auswirkungen eines Exploits von solchen Ausmaßen könnt ihr euch im folgenden Video anschauen.

Sie haben keine externe Hilfsmittel wie Cheats benutzt und wenn Leute so rafiniert sind das sie Spielinterne mechaniken für sich ausnutzen dann is Blizzard schuld.
Hab ja noch nie gelesen dass Spieler ihr Geld zurück bekamen wenn sie versehentlich jmd fälschlicherweise gebannt haben oder wenn sie absichtlich monetarisierung implementiert haben die Spieler ausnutzten. Oder wenn sie XP und Loot genervt haben damit es Spieler schwieriger haben. Also gleiches recht für alle!
Es hat seine Gründe, warum Publisher und Streamer schon seit Jahren eng zusammen arbeiten, um Spiele in den Fokus potentieller Kunden zu rücken.
Natürlich hat Blizzard sowas wie gesponserte Streams nicht nötig, weil die Marke WoW einfach stark genug ist, trotzdem wäre es mMn unklug, zwei der aktuell größten WoW-Streamer für einen längeren Zeitraum zu bannen.
Ein klares Statement wäre natürlich auch denkbar, damit Blizzard zeigen kann, wer die Hosen an hat, aber wie gut das mit den bisherigen Bannwellen funktioniert hat, sieht man ja hier wieder eindrucksvoll.
In anderen Worten - wieso sollte Blizzard sich dafür interessieren was irgendwelche Spieler auf Twitch treiben?
Das ist wenn von Interesse für Twitch, daß diese Spieler weiterspielen und nicht gebannt werden.
Blizzard interessiert das doch nur rudimentär, ihre Server sind brechend voll und das bevor Honk und Tonk gestreamt haben.
Tatsächlich können Blizzard durch einen fetten Bannhammer oder ein entsprechend heftiges Equivalent zeigen "Seht her wir tun was gegen Exploiter etc. egal wie bekannt."
Blizz übernimmt die Kontrolle über alle Exploiter-Chars, die von den Stadtwachen verhaftet und interniert werden. Es gibt eine große öffentliche Gerichtsverhandlung. Anschließend werden alle Chars für mehrere Tage öffentlich auf den Marktplätzen ihrer Hauptstadt angeprangert, wo sie von der Community mit Buh-Rufen und Spucken bedacht werden können. Schließlich werden die Exploiter nacheinander dem Scharfrichter vorgeführt, wobei die öffentliche Hinrichtung auch eine Löschung des Chars (bzw. aller Classic-Chars des Accounts) bedeutet.
Das ganze Spektakel wird zur Abschreckung live auf YouTube veröffentlicht.
Vielleicht nicht der passendste Vergleich, aber auch im "echten" Leben wird ein falscher Geldschein eingezogen und das ohne einen Ausgleich für deinen Wertverlust.