Warhammer 40K: Space Marine im Test - Das Gameplay und die Technik
Warhammer 40K: Space Marine im Test! Wir verraten Euch alles über die Spielspaßqualitäten des neuen Actionspiels im Warhammer-Universum. Jetzt mit Video!
Alter, bin ich wütend!
Für brenzlige Situationen besitzt ihr noch euren sogenannten Fury Meter. Dahinter verbirgt sich eine schlichte Wutleiste, die ihr, sobald sie durch genug verursachten Schaden gefüllt ist, per Knopfdruck aktiviert. Dann heilt ihr euch, verursacht mehr Schaden und schießt per Zeitlupenfunktion reihenweise Gegner über den Haufen. Entsprechend selten lässt sich dieser doch arg starke Modus anfangs nutzen. Im späteren Verlauf füllt sich der Fury Meter jedoch durch diverse Upgrades schon nach einer Handvoll besiegter Gegner und ist somit quasi daueraktiv. Dummerweise sind einige Bosskämpfe dann auch genau darauf ausgelegt, im Dauer-Fury-Modus herumzulaufen.
Dies nimmt der Wutleiste seine Daseinsberechtigung als eine Art Notfallknopf und macht sie zu einem zentralen Spielelement - etwas ungeschickt gelöst, wie wir finden. Und wo wir gerade von Upgrades reden: Diese findet ihr in regelmäßigen Abständen zusammen mit neuen Waffen in einer Art abgestürzter Versorgungskapseln. Allerdings lässt sich nicht alles wild upgraden, sondern nur die Rüstung eures Charakters, der Fury Meter sowie eure beiden Standardwaffen Boltpistole und Bolter. Zudem ist fest vorgegeben, welche Upgrades ihr wann und wo findet. So ist zwar noch ein gewisses Gefühl des Vorankommens vorhanden, Entscheidungsfreiheit oder Innovationen sucht ihr aber vergebens - zumal auch das Gameplay an sich im Verlauf der Kampagne mit keinerlei Überraschungen daherkommt.
Quelle: PC Games
Screenshots aus Warhammer 40K: Space Marine, dem neuen Actionspiel im Warhammer-Universum von Relic Entertainment. (16)
License to thrill
Spielerisch ist Space Marine also recht altbacken und hat hier und da seine Schwächen. Selbiges trifft auch auf die Grafik zu, denn abseits des tollen Warhammer-Stils trüben matschige Texturen, die eine oder andere unrunde Animation und eine Handvoll mäßiger Effekte das Gesamtbild. Dennoch hatten wir eine Menge Spaß mit Relics erstem Actionspiel. Das liegt an der großartig umgesetzten Atmosphäre. Die Story bietet zwar keine Bombast-Höhepunkte, aber genug Anspielungen aufs Warhammer-Universum, dass sie von vorne bis hinten fesselt. Gerade Kleinigkeiten wie versteckte Audiobänder, ständig eingeblendete Funksprüche und vor euch salutierende Soldaten sorgen für ein tolles Warhammer-Feeling. Man fühlt sich nicht wie ein 08/15-Actionheld, sondern tatsächlich wie ein angesehener Ultramarine, der über jede Menge Befehlsgewalt verfügt. Zudem bietet euch das Spiel immer mal wieder Verschnaufpausen, in denen ihr nur durch Gänge lauft, Funksprüchen lauscht und die Atmosphäre genießt. Und genau dieser Mix aus Action und dichter Atmosphäre ist es dann auch, der Space Marine über den Genredurchschnitt hebt.

So traurig es auch ist, da magst du recht haben.
Im Single Player ist SPace Marine Ok... aber das ist für mich gerade das Problem! Schlauchlevels entlanglaufen und immer dieselben gegner mit denselben waffen killen, fängt nach spätestens einer Stunde an öde zu werden.
Wie viel Hoffnung ich darin gelegt habe... und wie viel Potential Space Marine in den Sand setzt.
Keine Kombos die man upgraden kann, kaum große Kämpfe oder Schlachten und nichts, was einem daovn ablenkt, dass man im Grunde nur von A nach B läuft.
Jeder, der mal Devil may cry, God of War oder Darksiders gespielt hat, wird verstehen was ich meine.
Warhammer 40k steht für epische, brutale Schlachten mit hoher Gegnervielfalt... und gerade DAS bietet Space Marine nicht.
Für den VOllpreis zu wenig... leider.
Was Performance-Probleme betrifft: Die hatte ich auf der PlayStation 3 en Masse und bisher stellt sich da auch keine Besserung ein. Auf dem PC und auf der Xbox gab es bei mir hingegen keinerlei Negativ-Erlebnisse. In den Foren liest man aber auch von Leuten, bei denen die PC-Version unter ähnlichen Problemen wie die PS3-Version litt. Allerdings trat - wie Peter schon erwähnte - keines der PC-Probleme hier im Verlag bei uns auf, weswegen wir auch nicht nachvollziehen können, woran es gelegen haben mag. Da kann aber vieles eben auch von den Hosts abhängen, denn dedicated server gibts leider nicht.
Kurz:
Xbox: kaufen,
PS3: (noch) die Hände weglassen und auf nen Patch warten,
PC: sollte eigentlich laufen, wenn ihr nicht gerade einen Host in Sibirien erwischt.
Gerade bezüglich Performanceproblemen hab ich jetzt schon einige Probleme gelesen. Ich möchte halt ungern das gleiche Fiasko wie mit Brink erleben und ein Spiel haben, bei dem ich so niedrige frames per second haben, dass an ein vernünftiges Spielen nicht zu denken ist.
So ganz stimmt das mit den schweren Boltern auch nicht.
Tatsächlich haben die Space Marines einen Bolter, der als äquivalent zum schweren MG zu sehen ist. Schließlich handelt es sich bei ihnen ja um Astartes, keine herkömmlichen Menschen. Darüber hinaus können Bolter keine gepanzerten Vehikel durchlöchern (maximal leichte Panzerung). Die Sturmkanonen hingegen ist das MG der Terminatoren, somit also auch ein schw. Bolter - Äquivalent, der jedoch nur von ebenjenen Truppen eingesetzt werden kann und dafür auch ordentlich Bumms liefert.