Wir haben Dark Heresy gespielt: Dieses RPG versteht, was Warhammer 40k ausmacht

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Special Tanja Barth - Redakteurin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Wir haben Dark Heresy gespielt: Dieses RPG versteht, was Warhammer 40k ausmacht
Quelle: Owlcat Games

Mit Warhammer 40.000: Dark Heresy arbeitet Owlcat Games am nächsten großen Rollenspiel im düsteren 40k-Universum. Wir konnten einen ersten Blick in die Closed Beta werfen und verraten euch, warum Inquisitionsarbeit, harte Entscheidungen und taktische Kämpfe schon jetzt Bock auf mehr machen.

Vergangene Woche stand bei Warhammer alles im Zeichen des Gamings: Beim großen Warhammer-Event wurden nicht nur jede Menge neue Spiele vorgestellt, einige Titel feierten sogar direkt ihren Release. Für andere Projekte wiederum begann der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zur Veröffentlichung, darunter auch eines, auf das Rollenspiel-Fans mit Faible für düstere Zukunftsvisionen schon ziemlich gespannt warten: Warhammer 40.000: Dark Heresy.

Das neue RPG von Owlcat Games hat die Alpha hinter sich gelassen und ist für Käufer der Founder's Edition in die Closed Beta gestartet. Und weil wir natürlich nur ungern widerstehen, wenn Inquisition, Ermittlungen, harte Entscheidungen und taktische Kämpfe locken, haben wir uns direkt in die Beta gestürzt. So viel sei vorweg gesagt: Wer auf klassische Rollenspielkost mit viel Warhammer-Grimdark-Atmosphäre steht, sollte Warhammer 40.000: Dark Heresy definitiv im Auge behalten.

Solide Beta, holpriger Story-Einstieg

Zusammengefasst macht die Beta bereits einen erstaunlich soliden Eindruck. Sie zeigt fast den gesamten ersten Akt, lässt aber den Prolog, Romanzen und die meisten Begleiter-Quests noch außen vor. Im Vergleich zur Alpha wirkt das Ganze deutlich umfangreicher und vermittelt schon viel besser, wohin die Reise mit dem fertigen Spiel gehen soll.

In Warhammer 40k: Dark Heresy übernehmen wir die Rolle eines Akolythen im Dienst der Inquisition. Quelle: Owlcat Games In Warhammer 40k: Dark Heresy übernehmen wir die Rolle eines Akolythen im Dienst der Inquisition. Ein paar Worte zur Story dürfen natürlich nicht fehlen, schließlich ist sie bei einem RPG so etwas wie das schlagende Herz. In der Beta werden wir allerdings ziemlich direkt ins Geschehen geworfen. Der Prolog, der normalerweise den Einstieg und die grundlegende Ausgangslage erklären dürfte, wird hier übersprungen. Gerade dieser Abschnitt scheint aber besonders wichtig zu sein, da man offenbar schon ganz am Anfang eine weitreichende Entscheidung treffen muss. Für die Beta haben die Entwickler diese Wahl bereits für uns übernommen.

Wir wollen unbedingt wissen, welche Rolle die Night Lords in Dark Heresy spielen. Im Netz gibt es dazu schon etliche Fan-Theorien. Quelle: Owlcat Games Wir wollen unbedingt wissen, welche Rolle die Night Lords in Dark Heresy spielen. Im Netz gibt es dazu schon etliche Fan-Theorien. Zu viel wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Wichtig ist nur: Die Geschichte fühlt sich in der aktuellen Beta-Fassung noch etwas zerstückelt an. An einigen Stellen muss man sich Zusammenhänge selbst zusammenreimen, weil wichtige Erklärungen aus dem Prolog schlicht nicht vorhanden sind.

Für eine Beta ist das aber völlig in Ordnung. Hier geht es hauptsächlich darum, ein Gefühl für Spielmechaniken, Atmosphäre und den grundsätzlichen Spannungsbogen zu bekommen.

Zwischen Warp-Wahnsinn und Verhörzimmer

Ein paar Eckpunkte zur Handlung können wir euch aber schon verraten: Wir arbeiten für die Inquisition, genauer gesagt für die Tyrantin-Kabale, ein ebenso zwielichtiges wie gefährliches Konklave, das sich einem einzigen Ziel verschrieben hat: dem Geheimnis des Tyrannensterns auf den Grund zu gehen.

Der Tyrannenstern ist ein mysteriöses und unheilvolles Phänomen, das die Galaxis seit Äonen heimsucht und ganze Welten scheinbar willkürlich in Tod, Wahnsinn und Zerstörung stürzt. Quelle: Owlcat Games Der Tyrannenstern ist ein mysteriöses und unheilvolles Phänomen, das die Galaxis seit Äonen heimsucht und ganze Welten scheinbar willkürlich in Tod, Wahnsinn und Zerstörung stürzt. Dieser schwarze, unheilvolle Himmelskörper steht im Zentrum von Warhammer 40.000: Dark Heresy und trägt seinen Ruf als Herold des Untergangs nicht ohne Grund. Wo er erscheint, folgen Katastrophen, Warp-Wahnsinn und Schrecken, die selbst abgebrühten Inquisitoren das Blut in den Adern gefrieren lassen. Unsere Aufgabe ist es, die verstörenden Geheimnisse seiner wahren Natur zu lüften.

Natürlich bleibt es im 40k-Universum nicht bei kosmischem Schrecken allein. Das Auftauchen des Tyrannensterns ruft auch finstere Mächte auf den Plan, sät Zweifel, lockt Verräter hervor und führt uns ziemlich schnell auf die Spur einer größeren Verschwörung. Als Akolyth der Inquisition müssen wir also nicht nur forschen, sondern auch ermitteln, verhören und immer wieder abwägen, wie weit wir bereit sind zu gehen, um an bestimmte Informationen zu gelangen.

Dabei wirkt Dark Heresy deutlich stärker auf Ermittlungen ausgelegt als Rogue Trader. Statt einfach nur von einem Kampf zum nächsten zu stolpern, reisen wir an verschiedene Orte, sammeln Hinweise, befragen Verdächtige, ziehen eigene Schlüsse und entscheiden, ob, wie und mit wem wir unser Wissen teilen.

Puritaner oder Pragmatiker?

Apropos Story: Wie es sich für ein waschechtes Rollenspiel gehört, spielt natürlich auch in Dark Heresy die Gesinnung unseres Helden eine wichtige Rolle. Dabei geht es hauptsächlich darum, welchen Weg wir als Akolyth der Inquisition einschlagen. Folgen wir dem puritanischen Pfad und gehen gnadenlos gegen Verräter und Ketzer vor? Oder öffnen wir uns der "Xenos Hybris" und versuchen, das Wissen und die Technologie fremder Völker pragmatisch zum Vorteil der Menschheit zu nutzen?

Wer einer dieser Linien treu bleibt, schaltet im Verlauf der Story offenbar passende Boni und exklusive Gesprächsoptionen frei. Schon im ersten Akt merkt man deutlich, dass wir immer wieder Farbe bekennen müssen. Ob das Ganze später nur einzelne Dialoge beeinflusst oder am Ende richtig große Wellen schlägt, lässt die Beta aber natürlich noch offen.

Genau diese Mischung aus klassischem Rollenspiel, düsterer 40k-Atmosphäre, Krimi-Drama mit dezenten Spanische-Inquisition-Vibes und teils ziemlich harten Entscheidungen könnte am Ende zu einer der größten Stärken von Warhammer 40.000: Dark Heresy werden. Doch das war längst nicht alles. Auf der nächsten Seite schauen wir uns an, welche spannenden Neuerungen Dark Heresy sonst noch im Gepäck hat.

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  1. Seite 1 Warhammer 40k: Dark Heresy: Storytime!
  2. Seite 2 Warhammer 40k: Dark Heresy: Mehr Optionen, weniger Build-Chaos
  3. Seite 3 Warhammer 40,000: Dark Heresy: Mehr Taktik, weniger Chaos
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