Vorsicht Sehnsucht (Kinokritik/Review)
Mehr gewollt als gekonnt wirkendes Liebesdrama um zwei rüstige Mittfünfziger.
Nachdem der rüstigen Marguerite die Handtasche gestohlen wurde, stolpert in einem Parkhaus der Rentner Georges über ihre vom Dieb weggeworfene Geldbörse. Nach einem Blick auf das Bild der Frau in deren Flugschein ist der fantasiebegabte Familienvater hin und weg. Fortan ergeht er sich in seinem Alltag in Gedanken über die faszinierende Unbekannte. Als er sie telefonisch nicht erreicht, gibt er die Börse bei der Polizei ab. Wenig später meldet sich Marguerite und dankt ihm, ist aber zu nicht zu dem von ihm vorgeschlagenen Treffen bereit – was Georges nicht davon abhält, weiter ihre Nähe zu suchen.
Quelle: Schwarz-Weiss (Filmagentinnen)
Vorsicht Sehnsucht (12)
Ein als Liebesreigen im dritten Frühling gedachtes Drama, das jedoch mehr Krampf als Gefühl bietet. Obwohl die (im Film rund zehn Jahre jünger gemachten) Darsteller auf interessante Weise zwischen Fantasie, Erinnerung und Wirklichkeit pendeln, fehlt dem merklich tiefsinnig sein wollenden Problemfilm einfach der Charme.
