Vom Ende einer Geschichte: Filmrezension zu Ritesh Batras konfusem Drama
Nachdem Ritesh Batra mit seiner Liebesgeschichte "Lunchbox" (2013) internationale Bekanntheit erlangte, widmet er sich bei dieser Regiearbeit, der Adaption von Julian Barnes hochgelobtem Bestseller "Vom Ende einer Geschichte". Für die Hauptrollen dieser tragischen Romanze konnte Batra hochkarätige Schauspieler, wie Jim Broadbent und Charlotte Rampling, gewinnen. Bei dem Werk handelt es sich um ein auf zwei Zeitebenen ausgetragenes, ruhiges und sorgfältig inszeniertes Drama.
Der kurz vor dem Ruhestand stehende Besitzer eines Kamerageschäfts Tony Webster erhält eines Tages einen schicksalhaften Brief, der ihn informiert, dass er der Erbe eines mysteriösen Gegenstandes ist, welcher wiederum der Mutter einer Ex-Freundin gehörte. Ein Brief, der Tony an seine eigene bewegte Vergangenheit und seine Studienzeit denken lässt, welche von einer konfusen Dreiecksbeziehung geprägt war.
Die Geschichte ist allerdings nicht nur konfus für den Protagonisten. Regisseur Ritesh Batra schreckt zugleich nicht davor zurück, auch seine Zuschauer zu verwirren. Denn leider lässt sich der unzuverlässige Erzähler und Hauptprotagonist der Romanvorlage nur schwer auf die Leinwand übersetzen. Das Geschehen entwickelt sich langsam und bedächtig, gelegentlich so langsam, dass der Stillstand der Handlung droht. Die starke Besetzung aus erfahrenen und routinierten Darstellern macht das Drama dank deren äußerst zurückhaltendem Spiel aber dennoch sehenswert.
FAZIT:
Langsam voranschreitendes und zurückhaltend gespieltes Drama über Vergangenheit und wie sie die Gegenwart informiert.
