Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (Review/Filmkritik)
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Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen Bild (7)
Anfang des 12. Jahrhunderts im Alter von acht Jahren im Benediktinerkloster aufgenommen, wächst die junge Hildegard in tief gläubiger und streng hierarchisch gegliederter Umgebung auf. Als sie als Erwachsene (gespielt von Barbara Sukowa) offenbart, dass sie Visionen hat, wird ihr Verhalten anfangs als ketzerische Anmaßung betrachtet, bald aber als Gotteswerk anerkannt.
Über die Jahrzehnte bildet Hildegard durch ihren Einfluss einen Gegenpol zum Abt, mit dem sie sich überwirft, als sie beschließt, mit den Nonnen das Kloster zu verlassen und am Rupertsberg bei Bingen ein eigenes zu gründen. Die meiste Freude, aber auch den größten Kummer bereitet Hildegard jedoch ihre innige Beziehung zu der jungen Novizin Richardis (Hannah Herzsprung) - besonders als deren Familie, die als Mäzen des Frauenklosters auftritt, Richardis als Bischöfin nach Bremen senden will.
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Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen Bild (9)
Höchst authentisch wirkendes Zeugnis einer von strenger Gläubigkeit geprägten Epoche mit erkennbar enger Orientierung der Ausstattung und Kostüme an alten Wand- und Buchmalereien dieser Zeit. Zugleich jedoch ein schwer zugängliches Porträt der berühmten Mystikerin des 12. Jahrhunderts Hildegard von Bingen, in dessen Mittelpunkt Frömmigkeit, Visionen und die zwar platonische, aber emotional sehr intime Beziehung zwischen Hildegard und Richardis steht. So wirkt das Historiendrama von Margarethe von Trotta, die ihrer Linie der Porträtierung weiblicher Figuren treu bleibt, zwar optisch faszinierend, aber inhaltlich zäh und ein wenig zu langatmig.
