Ubisoft plant nur noch "unendliche" Spiele
Ubisoft möchte in Zukunft keine Spiele mehr veröffentlichen, die irgendwann "zu Ende" sind, wie das bei regulären Single-Player-Titeln der Fall ist. Wenn man den Bösewicht in einem Spiel besiegt, dann wird es in Zukunft weitergehen und es werden sich immer neue Herausforderungen bieten. Damit baut Ubisoft das Games-as-a-Service-Prinzip weiter aus.
Ubisoft möchte in Zukunft die Spieler langfristig an ein neues Spiel binden. Es soll nur noch "unendliche" Spiele geben, bei denen ihr immer neue Inhalte erlebt.
Ubisoft möchte in Zukunft "unendliche" Spielerfahrungen bieten
In einem Interview erklärt Executive Vice President Lionel Raynaud, dass Ubisoft wegkommen möchte von Spielen, die dann zu Ende sind, wenn man den Endboss besiegt hat. Bisher war es so, dass in einem typischen Single-Player-Spiel die Spieler den Titel zur Seite legten, wenn sie ihn durchgespielt hatten und sich dann anderen Spielen widmeten. Ubisoft möchte aber, dass die Spieler weiterhin bei diesem Titel bleiben. Deswegen wird es in Zukunft so ablaufen, dass sich neue Herausforderungen ergeben, nachdem die Spieler den Endboss besiegt haben. So sollen zukünftige Spiele zu "unendlichen" Abenteuern führen - was natürlich mit dem Games-as-a-Service-Prinzip verbunden ist. Spieler werden dann wohl für weitere Inhalte zur Kasse gebeten.
Wie seht ihr das? Wollt ihr "unendlich" lange bei einem Titel bleiben und hier immer wieder neue Abenteuer erleben oder freut ihr euch, wenn ihr ein Spiel beendet habt und euch dann anderen Titeln widmen könnt, mit neuen Szenarios, Storys, Welten und neuen Spielmechaniken?
Quelle: Ubisoft

Bei einem "unendlichen" Spiel hingegen gibt es einzelne Kapitel, die je nach monetärem Fluß und prognostiziertem Potential mal mehr, mal weniger Geld zur Verwirklichung zur Verfügung haben - mitunter wechseln dann auch mal Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, was die Qualität des Gameplay oder der Story beeinflussen kann. Ein richtiges Ende ist nicht vorgesehen - man läßt sich also mindestens einen potentiellen Bossgegner oder einen Handlungsfaden offen - weiß aber momentan noch nicht, wie der zu ende geführt wird.
Es ist schwierig, einen großen Handlungsbogen zu integrieren der à la Infinity Handschuh dann abgeschlossen wird. Denn was soll danach kommen? Der nächste große Handlungsbogen? lohnt sich das noch? vielleicht läuft das Spiel ja gar nicht mehr so lange?
Oder vielleicht kann man die Qualität auch nicht halten oder hat in der Vergangenheit eine falsche Entscheidung getroffen.
Am Ende muß sich ein Spiel auch am Ende messen lassen - und wenn das aufgrund von wenig Interesse der Kundschaft (und daher wenig zur Verfügung stehendem Kapital) nur herzlos dahin geschlunzt ist, ist das halt scheiße.
Und ich kann mir nicht vorstellen, daß - falls sich diese "unendlichen" Spiele durchsetzen sollten - das die Ausnahme bleiben wird. Ich gehe davon aus, daß ein solches Konzept der Tod von vernünftigen Enden in diesen Spielen sein wird.