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  • Ubisoft plant nur noch "unendliche" Spiele
    Quelle: Ubisoft 

    Ubisoft plant nur noch "unendliche" Spiele

    Ubisoft möchte in Zukunft keine Spiele mehr veröffentlichen, die irgendwann "zu Ende" sind, wie das bei regulären Single-Player-Titeln der Fall ist. Wenn man den Bösewicht in einem Spiel besiegt, dann wird es in Zukunft weitergehen und es werden sich immer neue Herausforderungen bieten. Damit baut Ubisoft das Games-as-a-Service-Prinzip weiter aus.

    Ubisoft möchte in Zukunft die Spieler langfristig an ein neues Spiel binden. Es soll nur noch "unendliche" Spiele geben, bei denen ihr immer neue Inhalte erlebt.

    Ubisoft möchte in Zukunft "unendliche" Spielerfahrungen bieten

    In einem Interview erklärt Executive Vice President Lionel Raynaud, dass Ubisoft wegkommen möchte von Spielen, die dann zu Ende sind, wenn man den Endboss besiegt hat. Bisher war es so, dass in einem typischen Single-Player-Spiel die Spieler den Titel zur Seite legten, wenn sie ihn durchgespielt hatten und sich dann anderen Spielen widmeten. Ubisoft möchte aber, dass die Spieler weiterhin bei diesem Titel bleiben. Deswegen wird es in Zukunft so ablaufen, dass sich neue Herausforderungen ergeben, nachdem die Spieler den Endboss besiegt haben. So sollen zukünftige Spiele zu "unendlichen" Abenteuern führen - was natürlich mit dem Games-as-a-Service-Prinzip verbunden ist. Spieler werden dann wohl für weitere Inhalte zur Kasse gebeten.

    Wie seht ihr das? Wollt ihr "unendlich" lange bei einem Titel bleiben und hier immer wieder neue Abenteuer erleben oder freut ihr euch, wenn ihr ein Spiel beendet habt und euch dann anderen Titeln widmen könnt, mit neuen Szenarios, Storys, Welten und neuen Spielmechaniken?

    Quelle: Ubisoft

    02:08
    The Division 2: Offizieller Gameplay-Trailer von der E3 2018
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      • Von TobiWan82 Bekanntes Gesicht
        Zitat von Worrel
        Ja sicher ist das ein Unterschied. Wenn ich ein(!) Spiel mache, das einen festen Handlungsbogen und ein Ende (oder auch mehrere) hat, dann weiß ich vom Anfang der Entwicklung an, wo das innerhalb der Handlung sein wird, welche Handlungsfäden dort aufgegriffen und beendet werden und es fällt von Anfang an unter die selben Qualitätsansprüche wie der Rest des Spiels.

        Bei einem "unendlichen" Spiel hingegen gibt es einzelne Kapitel, die je nach monetärem Fluß und prognostiziertem Potential mal mehr, mal weniger Geld zur Verwirklichung zur Verfügung haben - mitunter wechseln dann auch mal Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, was die Qualität des Gameplay oder der Story beeinflussen kann. Ein richtiges Ende ist nicht vorgesehen - man läßt sich also mindestens einen potentiellen Bossgegner oder einen Handlungsfaden offen - weiß aber momentan noch nicht, wie der zu ende geführt wird.

        Es ist schwierig, einen großen Handlungsbogen zu integrieren der à la Infinity Handschuh dann abgeschlossen wird. Denn was soll danach kommen? Der nächste große Handlungsbogen? lohnt sich das noch? vielleicht läuft das Spiel ja gar nicht mehr so lange?

        Oder vielleicht kann man die Qualität auch nicht halten oder hat in der Vergangenheit eine falsche Entscheidung getroffen.

        Am Ende muß sich ein Spiel auch am Ende messen lassen - und wenn das aufgrund von wenig Interesse der Kundschaft (und daher wenig zur Verfügung stehendem Kapital) nur herzlos dahin geschlunzt ist, ist das halt scheiße.

        Und ich kann mir nicht vorstellen, daß - falls sich diese "unendlichen" Spiele durchsetzen sollten - das die Ausnahme bleiben wird. Ich gehe davon aus, daß ein solches Konzept der Tod von vernünftigen Enden in diesen Spielen sein wird.
        Das ist vielleicht schon der Punkt. Eine gute Geschichte muss weder immer höher weiter besser als das vorherige Kapitel sein, noch muss immer alles auf die Zerstörung des uns bekannten Universums hinauslaufen. Ein Witcher, Tomb Raider oder AC würde als Endlos relativ gut funktionieren denke ich. Wenn man mal ehrlich ist, macht es Blizzard mit WoW schon ne ganze Weile nicht anders und es fühlen sich offensichtlich genug Leute davon unterhalten.
      • Von TobiWan82 Bekanntes Gesicht
        Zitat von Worrel
        Ja sicher ist das ein Unterschied. Wenn ich ein(!) Spiel mache, das einen festen Handlungsbogen und ein Ende (oder auch mehrere) hat, dann weiß ich vom Anfang der Entwicklung an, wo das innerhalb der Handlung sein wird, welche Handlungsfäden dort aufgegriffen und beendet werden und es fällt von Anfang an unter die selben Qualitätsansprüche wie der Rest des Spiels.

        Bei einem "unendlichen" Spiel hingegen gibt es einzelne Kapitel, die je nach monetärem Fluß und prognostiziertem Potential mal mehr, mal weniger Geld zur Verwirklichung zur Verfügung haben - mitunter wechseln dann auch mal Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, was die Qualität des Gameplay oder der Story beeinflussen kann. Ein richtiges Ende ist nicht vorgesehen - man läßt sich also mindestens einen potentiellen Bossgegner oder einen Handlungsfaden offen - weiß aber momentan noch nicht, wie der zu ende geführt wird.

        Es ist schwierig, einen großen Handlungsbogen zu integrieren der à la Infinity Handschuh dann abgeschlossen wird. Denn was soll danach kommen? Der nächste große Handlungsbogen? lohnt sich das noch? vielleicht läuft das Spiel ja gar nicht mehr so lange?

        Oder vielleicht kann man die Qualität auch nicht halten oder hat in der Vergangenheit eine falsche Entscheidung getroffen.

        Am Ende muß sich ein Spiel auch am Ende messen lassen - und wenn das aufgrund von wenig Interesse der Kundschaft (und daher wenig zur Verfügung stehendem Kapital) nur herzlos dahin geschlunzt ist, ist das halt scheiße.

        Und ich kann mir nicht vorstellen, daß - falls sich diese "unendlichen" Spiele durchsetzen sollten - das die Ausnahme bleiben wird. Ich gehe davon aus, daß ein solches Konzept der Tod von vernünftigen Enden in diesen Spielen sein wird.
        Das ist vielleicht schon der Punkt. Eine gute Geschichte muss weder immer höher weiter besser als das vorherige Kapitel sein, noch muss immer alles auf die Zerstörung des uns bekannten Universums hinauslaufen. Ein Witcher, Tomb Raider oder AC würde als Endlos relativ gut funktionieren denke ich. Wenn man mal ehrlich ist, macht es Blizzard mit WoW schon ne ganze Weile nicht anders und es fühlen sich offensichtlich genug Leute davon unterhalten.
      • Von knarfe1000 Bekanntes Gesicht
        Schon heute kommen mir die Ubisoft-Spiele unendlich vor - wäre also keine große Umstellung.
      • Von Eberhard Bekanntes Gesicht
        Zitat von Worrel
        Am Ende muss sich ein Spiel auch am Ende messen lassen - und wenn das aufgrund von wenig Interesse der Kundschaft (und daher wenig zur Verfügung stehendem Kapital) nur herzlos dahin geschlunzt ist, ist das halt scheiße.

        Und ich kann mir nicht vorstellen, daß - falls sich diese "unendlichen" Spiele durchsetzen sollten - das die Ausnahme bleiben wird. Ich gehe davon aus, daß ein solches Konzept der Tod von vernünftigen Enden in diesen Spielen sein wird.
        Das Schlimmste ist, dass die schlechten Enden nicht auffallen werden, weil eben zu dem Zeitpunkt die meisten Kunden schon abgesprungen sind. Und die paar übrig gebliebenen solchen reichen im Prozentsatz nicht aus, um als unzufriedene Masse als bedrohlich für zukünftige Käufe gesehen zu werden. Dies zudem, weil der vom schlechten Ende gefrustete Spieler um so mehr nach frischem, wieder besserem Stoff hungert ... und kauft.

        Die vorher Abgesprungenen, die größere Masse also, bekommt vom miesen Ende erst gar nichts mit, nimmt den abschied schon, wenn genügend Neues anderswo aufgetaucht ist. es wird also seeehr lange dauern, und einer "es gibt gar nichts anderes mehr"-Situation bedürfen, ehe die negativen Aspekte einer Kauf-relevanten Menge an Leuten bitter aufstößt.

        Mir und den von mir bevorzugten Genres bleibt das bisher erspart. Dafür wurde "uns" schon vor Jahren der Mehrspieler-Modus genommen. Ich rede von Wirtschafts-Sims. Selbst Ubisoft hatte ja mit Anno einen diesbezüglichen Versuch unternommen und sich in einem Interview zu der mittlerweile berühmten Lüge verstiegen, Anno wäre ja ein traditionelles Solo-Player-Spiel (obwohl die Solo-Missionen für das allererste Anno damals nach Release erst nachgeliefert werden mussten).
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