Ubisoft Barcelona streikt nach geplanter Entlassung von 51 Entwicklern

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Ubisoft Barcelona streikt nach geplanter Entlassung von 51 Entwicklern
Quelle: Ubisoft

Ubisoft Barcelona soll im Zuge der jüngsten Umstrukturierung viele Mitarbeiter verlieren. Die Belegschaft reagiert darauf nicht wohlgesonnen.

Bei Ubisoft Barcelona spitzt sich der Konflikt um die jüngste Umstrukturierung zu. Mitarbeiter des Studios haben über das Video Game Union Coordinating Committee angekündigt, nach den geplanten Entlassungen von 51 Beschäftigten in den Streik zu treten. Die Arbeitsniederlegungen sollen an Dienstagen und Donnerstagen zwischen dem 30. Juni und dem 16. Juli 2026 stattfinden. Insgesamt sind sechs Streiktage über drei Wochen geplant. Laut Insider Gaming sollen die 51 betroffenen Stellen rund 28 Prozent der Belegschaft von Ubisoft Barcelona ausmachen.

Ubisoft Barcelona wehrt sich gegen den Stellenabbau

Der Streik folgt auf Ubisofts neue Sparrunde, die Anfang Juni bekannt wurde. Ubisoft schließt im Rahmen der Umstrukturierung die Studios in Winnipeg und Belgrad und reduziert zusätzlich Stellen in Barcelona sowie im globalen Publishing-Bereich. Laut Game Developer könnten insgesamt bis zu 380 Rollen betroffen sein. Ubisoft Barcelona soll künftig stärker auf Rainbow-Six-Projekte ausgerichtet werden.

Für die Belegschaft in Barcelona geht es aber nicht nur um einzelne Arbeitsplätze. Die streikenden Mitarbeiter fordern einen neuen Fortführungsauftrag für das Studio. Dieser soll verbindlich verhandelt werden und den Verbleib der 51 betroffenen Beschäftigten sichern. Überdies verlangen sie einen Schutz der Arbeitsplätze für mindestens fünf Jahre, um künftige Massenentlassungen zu verhindern.

Obendrein gibt es weitere Forderungen, die tiefer in den Arbeitsalltag reichen. Die Mitarbeiter verlangen die Umsetzung intern vereinbarter Beförderungen, die laut Streikaufruf einseitig ausgesetzt worden seien. Außerdem fordern sie die Rückkehr zu einem Remote-Modell mit 60 Prozent Homeoffice pro Monat. Gerade dieser Punkt passt zu einem größeren Konflikt bei Ubisoft, denn bereits in der Vergangenheit hatten Gewerkschaften gegen die Rückkehrpflicht ins Büro protestiert.

Ebenfalls auf der Forderungsliste stehen eine formelle Überprüfung eines Plans zur Gehaltsverbesserung sowie des Sozialleistungspakets. Der Streik ist nicht nur eine Reaktion auf die Entlassungen, sondern auch ein Protest gegen die allgemeine Richtung des Standorts.

Ubisoft steckt weiter in einer harten Umstrukturierung

Die Lage bei Ubisoft bleibt angespannt. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren immer wieder Studios geschlossen, Projekte gestrichen und Stellen abgebaut. PC Gamer berichtete bereits im Juni, dass die neue Sparrunde Winnipeg und Belgrad trifft und Ubisoft Barcelona besonders stark betroffen ist. Das Studio hatte zuvor an verschiedenen Ubisoft-Marken gearbeitet, darunter Assassin's Creed, The Crew, Ghost Recon und Immortals: Fenyx Rising.

Wenn ein Studio seine Aufgaben verliert, kleiner wird und auf weniger Projekte reduziert wird, sinkt die Planungssicherheit. Der Streik zielt deshalb auf mehr als nur eine kurzfristige Abfindungsdiskussion. Die Belegschaft will offenbar verhindern, dass Ubisoft Barcelona weiter ausgedünnt wird.

Ubisoft hat sich zu den Streikforderungen bislang nicht ausführlich öffentlich geäußert. Der Protest fällt in eine Phase, in der das Vertrauen vieler Mitarbeiter ohnehin belastet sein dürfte. Schon Anfang 2026 hatten französische Gewerkschaften zu einem internationalen Ubisoft-Streik aufgerufen. Damals ging es ebenfalls um Umstrukturierungen, Stellenabbau und die Rückkehrpflicht ins Büro.

Für Spieler ist das Thema ebenfalls relevant, auch wenn es nicht direkt um ein einzelnes Spiel geht. Ubisoft Barcelona arbeitete über Jahre an wichtigen Marken des Publishers mit. Wenn erfahrene Entwickler gehen müssen oder Teams stärker eingeschränkt werden, kann das langfristig auch Auswirkungen auf Qualität, Support und Produktionsabläufe haben. Was sagt ihr zu der Entwicklung von Ubisoft?

Quelle: insider-gaming

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