Tulpenfieber: Filmkritik zum Drama mit Christoph Waltz
In der hochkarätig besetzten Bestsellerverfilmung "Tulpenfieber" verliebt sich ein verheiratetes Mädchen in ihren Porträtmaler.
Amsterdam, Anfang des 17. Jahrhunderts: Die schöne Sophia ist nicht glücklich an der Seite ihres viel älteren Mannes. Als ein junger Maler das Paar porträtieren soll, brechen sich echte Gefühle Bahn. Die Folge ist ein irrwitziger Plan, bei dem die Tulpenbörse eine wichtige Rolle spielt ...
Ein bisschen erinnert "Tulpenfieber" mit seinen leidenschaftlich Liebenden, dem historischen Ambiente und den Täuschungsmanövern an "Shakespeare in Love".
Da überrascht es nicht, dass eine weitere Gemeinsamkeit der Drehbuchautor ist. Tom Stoppard lässt die Figuren auch hier wieder Dinge tun, die zu dick aufgetragen wirken. Als Konsequenz emotionaler Ausnahmesituationen erscheinen sie einem aber dann gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Das liegt auch an der bis in die Nebenrollen großartigen Besetzung: Christoph Waltz zeigt als gehörnter Ehemann Herz und Holliday Grainger spielt die Dienstmagd so hinreißend, dass Alicia Vikander als ihre Herrin Mühe hat mitzuhalten.
Fazit
Die Spielfreude der Schauspieler rettet die originelle, aber etwas konstruierte Geschichte über manche Unebenheit hinweg.
Offizieller deutschsprachiger Trailer zu "Tulpenfieber":
