Transport Fever 3 wird ein Fest für gnadenlose Optimierer - der Tycoon-Schwerpunkt tut dem Spiel gut

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Transport Fever 3 wird ein Fest für gnadenlose Optimierer - der Tycoon-Schwerpunkt tut dem Spiel gut
Quelle: Urban Games

Wir konnten Stunden in Transport Fever 3 verbringen und haben dabei ein Spiel erlebt, das die richtigen Impulse setzt, um wirtschaftlich mehr zu fordern.

Im alltäglichen Leben machen sich die meisten vermutlich nur wenig Gedanken über die ausgeklügelte Logistik, die hinter dem ständig aufrechtgehaltenen Transport von Gütern und Menschen steckt. Im Genre der Wirtschaftssimulationen fasziniert dieses Thema seit Klassikern wie Railroad Tycoon und Transport Tycoon seit Jahrzehnten.

Dieses Erbe hält seit nun inzwischen über zehn Jahren auch die Transport-Fever-Reihe von Urban Games aufrecht. In diesem Jahr kündigten die Macher mit Transport Fever 3 den nächsten Teil der Reihe an. Nachdem wir das Spiel auf der Gamescom erstmals sehen konnten, hatten wir nun die Gelegenheit, für viele Stunden in eine frühe Vorschaufassung einzutauchen.

Kein R(h)einfall aus Schaffhausen

Bevor unser Preview-Zugang zum Spiel freigeschaltet wurde, haben wir auch noch einer Präsentation der Entwickler beigewohnt. Dabei sprach Publishing-Manager Nicolas Heini von Urban Games über die Reise des Studios mit der Fever-Reihe und die Vision für den neuen Teil. Das Studio aus Schaffhausen in der Schweiz wurde 2013 gegründet und hat ein Jahr später mit Train Fever sein erstes Spiel veröffentlicht.

Inzwischen sind die Indie-Entwickler auf 25 Vollzeit-Angestellte angewachsen. Zusammen mit externen freien Mitarbeitern arbeiten rund 50 Menschen an Transport Fever 3. Das neue Projekt ist auch das erste, das das Studio in völliger Eigenregie publisht und sogar finanziert. Ermöglicht wird das durch den großen Erfolg des Vorgängers. Transport Fever 2 hat sich über zwei Millionen Mal verkauft und kommt auf eine beachtliche durchschnittliche Spielzeit von über 115 Stunden pro Spieler.

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Mehr Tycoon wagen

Diese treue Fangemeinde gilt es nun also mit dem Nachfolger erneut zufriedenzustellen. Ein Schritt ist dabei, dass erstmals die Versionen für alle Plattformen zeitgleich erscheinen und es keine Trennung mehr zwischen PC- und Konsolenspielern geben soll. Dazu soll auch das direkt ins Spiel integrierte Crossplatform-Modding beitragen. So sollen zukünftig auch Spieler auf den Konsolen von der aktiven Mod-Community profitieren können.

Neu ist diesmal die subarktische Klimazone, die mit ausgedehnten Sümpfen eine besondere Herausforderung für den Warentransport darstellt. Quelle: Urban Games Neu ist diesmal die subarktische Klimazone, die mit ausgedehnten Sümpfen eine besondere Herausforderung für den Warentransport darstellt. Transport Fever 3 ist seit fünf Jahren in der Entwicklung und verfügt über ein beachtliches Budget von 24 Millionen US-Dollar. Der größte Fokus des gesamten Projekts wurde dabei auf einen deutlichen Ausbau des Tycoon-Gameplays gelegt. Die größte Kritik der Fans war bisher nämlich, dass Transport Fever ab einem gewissen Punkt keine wirtschaftliche Herausforderung mehr darstellt. Das soll dieses Mal anders werden.

Dazu hat das Team unter anderem das komplette Frachtsystem überarbeitet und mit mehr als 35 verschiedenen Gütern ausgestattet. Ein dynamisches Stadtwachstum und die komplett simulierten Einwohner sollen für ständige Herausforderungen sorgen. Das grundlegende Spiel bleibt aber erhalten. Erneut erleben wir die Geschichte des Transportwesens vom Jahr 1900 bis in die heutige Zeit.

Dabei setzen wir über 270 detailliert und liebevoll gestaltete Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft ein. Neu im Mix sind diesmal Hubschrauber und Frachtstraßenbahnen. Neben dem freien Spiel sollen wir diese Vielfalt auch wieder in einer Kampagne erleben. Diese haben die Entwickler von Grund auf mit neuen Ideen designt, weil die Kampagne im Vorgänger nicht bei jedem Spieler gut ankam.

Kartengeneration

Leider konnten wir uns die neue Kampagne noch nicht anschauen, denn diese war als eines von wenigen Features in unserer Vorschauversion nicht verfügbar. Ansonsten konnten wir im freien Modus die komplette Bandbreite des Spiels erleben. So konnten wir nach Spielstart im Hauptmenü bereits den Mod-Hub mit ersten kleinen Anpassungen sowie den Karteneditor in Augenschein nehmen. Bei letzterem haben Hobby-Kartografen alle erdenklichen Tools zur Verfügung, um eigene Landschaften zu erstellen. Sogar reale Heightmaps lassen sich importieren und bearbeiten.

Bei der Kartengenerierung legt ihr über Schieberegler fest, wie stark Wasser, Berge und andere Merkmale ausgeprägt sind. Quelle: Urban Games Bei der Kartengenerierung legt ihr über Schieberegler fest, wie stark Wasser, Berge und andere Merkmale ausgeprägt sind. Wir wollen jedoch direkt ins Spiel starten und nutzen die aus der Reihe bekannte Kartengenerierung. Dabei stellen wir ein, welche der vier Klimazonen wir spielen wollen, und bestimmen mit Schiebereglern die Charakteristiken der Map wie Berge, Flüsse sowie die Dichte von Städten und Industrien. Ein bisschen Feintuning kann der Generierungsprozess allerdings noch vertragen. Teilweise war es gar nicht so leicht, eine Karte mit natürlich wirkenden Flussläufen oder Küstenlinien zu bekommen.

Im Spiel selbst fiel uns zudem immer wieder auf, dass die Verteilung der Industrien noch Verbesserungspotenzial hat. Es ist uns unter anderem mehrfach passiert, dass auf einer Karte sich alle Sägewerke in einer Ecke der Karte konzentriert haben, während die dafür benötigten Holzfäller sich auf die gegenüberliegende Seite verteilten. Für ein Spiel, das im Jahr 1900 mit Pferdekutschen startet, eher suboptimal. Auf der nächsten Seite lest ihr mehr über das neue Fortschrittssystem und die Herausforderungen bei der Warenversorgung.

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  1. Seite 1 Urban Games, Tycoon-Schwerpunkt, Kartengeneration
  2. Seite 2 Fortschrittssystem, Städtewachstum, Aufträge
  3. Seite 3 Spezialisierung, Technik, Fazit
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JayThompson NPC
        Zitat von Matthias Dammes
        Also bevor sie die Karten noch größer machen, sollen sie erst mal die Performance in den Griff bekommen.
        Das war bei der Reihe immer ein Problem, und größere Karten machen das Problem ja nur noch größer.
        Ich nehme da tausendmal lieber eine smoothe Performance.
        Performance war bei mir bei dem Spiel nie nen Problem, selbst bei Vollbebauter Karte. Cities Skylines 2, erinnere ich mich, hatte ich schon eher das Problem. - Also die Karten müssen ja nicht unbedingt so groß sein wie in Railroad Tycoon 2, weil da waren die Karten schon echt riesig. Aber so nen Zwischending aus den beiden würde mich ja schon freuen. Oder einfach die Möglichkeit einbauen, mit Verweis auf den Besitz eines NASA Rechners oder der Gegenwart einer nähen Zukunft mit besseren Pc's.
      • Von JayThompson NPC
        Zitat von Matthias Dammes
        Also bevor sie die Karten noch größer machen, sollen sie erst mal die Performance in den Griff bekommen.
        Das war bei der Reihe immer ein Problem, und größere Karten machen das Problem ja nur noch größer.
        Ich nehme da tausendmal lieber eine smoothe Performance.
        Performance war bei mir bei dem Spiel nie nen Problem, selbst bei Vollbebauter Karte. Cities Skylines 2, erinnere ich mich, hatte ich schon eher das Problem. - Also die Karten müssen ja nicht unbedingt so groß sein wie in Railroad Tycoon 2, weil da waren die Karten schon echt riesig. Aber so nen Zwischending aus den beiden würde mich ja schon freuen. Oder einfach die Möglichkeit einbauen, mit Verweis auf den Besitz eines NASA Rechners oder der Gegenwart einer nähen Zukunft mit besseren Pc's.
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von Celinna
        Liest sich gut, hoffe Sie machen aber auch endlich größere Karten…
        Also bevor sie die Karten noch größer machen, sollen sie erst mal die Performance in den Griff bekommen.
        Das war bei der Reihe immer ein Problem, und größere Karten machen das Problem ja nur noch größer.
        Ich nehme da tausendmal lieber eine smoothe Performance.
      • Von Celinna Anfänger/in
        Liest sich gut, hoffe Sie machen aber auch endlich größere Karten…
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