Total War Pharaoh im Test: Griff nach der Strategiekrone!

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Test Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Total War Pharaoh im Test: Griff nach der Strategiekrone!
Quelle: Sega/Creative Assembly

Wenn der Weg auf den Thron erst der Anfang ist: Erobert in Total War: Pharaoh das Alte Ägypten, übersteht Katastrophen und Invasionen fremder Völker. Wieso Creative Assemblys Strategiespiel die Serie nicht neu erfindet, aber wichtige Schwerpunkte anders setzt, erfahrt ihr im ausführlichen Test.

Dafür macht die technische Umsetzung einen Schritt nach vorn: Gerade in der Nahaufnahme erkennen wir viele neue Animationen und die Umgebungsdetails sind auf der höchsten Grafikstufe überaus beeindruckend. Sehr schön auch: Wir können nun bei Belagerungen auch Gebäude mit Brandpfeilen entzünden und so die Moral der Verteidiger schwächen. Das Feuer greift dabei auch auf umliegende Häuser über und kreiert in Verbindung mit den ohnehin schon hübschen Licht- und Wettereffekten noch einmal eine ganz eigene Atmosphäre.

Religion und Herrscher

Neben dem Geschehen auf dem Schlachtfeld und dem Management des Reichs werdet ihr später auch am Hof tätig. Das oberste Ziel ist hier natürlich der Posten des Pharaos, allerdings bringen auch Positionen wie die des Schatzmeisters oder des ersten Kommandanten nützliche Vorteile mit sich. Als Schatzmeister dürft ihr etwa während des Horusgeleits Rabatte auf bestimmte Bereiche der Infrastruktur verteilen. Wenn wir also unsere Karten clever ausspielen, können wir einen Mitstreiter nach dem anderen aus dem Rennen nehmen und uns so eine Art Alleinherrschaft mitsamt aller zur Verfügung stehenden Vorteile erarbeiten.

Wir müssen nicht zwangsläufig nur an den Stühlen der Verantwortlichen sägen. Wir können ihnen auch Anfragen stellen und Unterstützung erfragen. Ein gutes Verhältnis kann in Total War: Pharaoh nämlich ebenfalls durchaus seine Vorteile haben.

Total War: Pharao Quelle: Medienagentur plassma Das zeigt sich auch in der Diplomatie mit anderen Völkern und Machthabern. So spielt der Handel eine wichtige Rolle: Gerade Nahrungsmittel sind im Alten Ägypten ein knappes Gut. Große Armeen jedoch haben mächtig Hunger.

Möchten wir also aggressiv vorgehen, benötigen wir entsprechend gefüllte Speicher und dazu bieten wir regelmäßigen Warentausch an. Auch verhandeln wir hier Friedensverträge aus, unterwerfen andere Völker als Vasallen oder binden sie gar in unsere Konföderation ein.

Während die Diplomatie-Optionen dank klar erkennbarer Indikatoren leicht verständlich und zumeist und nachvollziehbar sind, so ist das Geschehen am Hof noch ausbaufähig.

Zwar zeigt das Spiel Erfolgschancen recht deutlich in Prozentzahlen an, die Auflösung der Intrigen und Komplotte gehen jedoch im Spielgeschehen fast schon unter. Immer wieder eingestreute Erklärbildschirme mitsamt Gegenangeboten und Konsequenzen sind teils nicht eindeutig formuliert und sorgen daher nachhaltig für Verwirrung.

Es benötigt eine gewisse Zeit, bis wir wirklich die Vorteile der "Hofarbeit" einschätzen und die Möglichkeiten ausnutzen konnten. Ganz ähnlich erging es uns übrigens auch mit der Religion.

Anfangs spielt diese vor allem für die Zufriedenheit der Bevölkerung eine Rolle, später erhalten wir aber Bestrebungen, Gebiete im Heiligen Land zu erobern, sollen die Stätte von Achet-Aton wiederherstellen und wählen unsere Gottheiten aus, um mit ihnen weitere Vorteile und regelmäßige Segen zu erhalten.

So greift in Total War: Pharaoh ein Rädchen ins andere und es entsteht ein in sich geschlossenes und dadurch motivierendes Spielerlebnis.

Meinung

Wertung zu Total War: Pharaoh (PC)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Fazit
Hoher Wiederspielwert, enormer Tiefgang und massiver Anspruch: Total War: Pharaoh ist Strategiekost für Fortgeschrittene. Das Spiel erfordert zwar eine gewisse Einarbeitung, belohnt diese aber auch durch ein insgesamt motivierendes Spielerlebnis.

Total War: Pharaoh ist ab dem 11. Oktober 2023 erhältlich. Erstehen könnt ihr es ausschließlich auf dem PC (und macOS), Konsolenbesitzer gehen also leider leer aus. Das ist für die Serie aber typisch. Wenn ihr euren Total-War-Kick mit etwas mehr Fantasy wollt, dann guckt euch unbedingt auch unseren Test zu Total War: Warhammer 3 an.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BlackyRay Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Hot_Grzb
        Seit TW:Warhammer3 und der Immortal Empires Map interessieren mich die ganzen anderen TW-Teile nicht mehr. Ich hätte es ja nie gedacht, aber am Ende macht es mir viel mehr Spaß, meine Ritter gegen Orks, Vampire, Dunkelelfen und und und in die Schlacht zu schicken, als gegen andere Ritter. Die riesige Vielfalt an Völkern, Einheiten und Mechaniken in Kombination mit der großartigen Map ist für mich ungeschlagen.
        Und dann hat es seit teil 3 endlich einen zumutbaren multiplayer für einen oder mehrere Mitspieler....
      • Von BlackyRay Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Hot_Grzb
        Seit TW:Warhammer3 und der Immortal Empires Map interessieren mich die ganzen anderen TW-Teile nicht mehr. Ich hätte es ja nie gedacht, aber am Ende macht es mir viel mehr Spaß, meine Ritter gegen Orks, Vampire, Dunkelelfen und und und in die Schlacht zu schicken, als gegen andere Ritter. Die riesige Vielfalt an Völkern, Einheiten und Mechaniken in Kombination mit der großartigen Map ist für mich ungeschlagen.
        Und dann hat es seit teil 3 endlich einen zumutbaren multiplayer für einen oder mehrere Mitspieler....
      • Von b0tchn4d3 NPC
        Wie lange wurde das Spiel getestet? Das Spiel wird Fans der Total War Reihe komplett zerissen. Karte der Kampagne extrem klein, KI in schlachten überfordert sodass man lieber Autoresolve macht. Klippingfehler der Einheiten, besonders der Streitwagen. Und und und. Wie kann eine 8/10 so zustande kommen? Wurde nur eine halbe Stunde angespielt?
      • Von CountSix Anfänger/in
        Ich habe mir einen Videotest der Konkurrenz auf YT angeschaut. Pharao fällt wohl in die gleiche Liga wie TW Troy.
      • Von Hot_Grzb Spiele-Novize/Novizin
        Seit TW:Warhammer3 und der Immortal Empires Map interessieren mich die ganzen anderen TW-Teile nicht mehr. Ich hätte es ja nie gedacht, aber am Ende macht es mir viel mehr Spaß, meine Ritter gegen Orks, Vampire, Dunkelelfen und und und in die Schlacht zu schicken, als gegen andere Ritter. Die riesige Vielfalt an Völkern, Einheiten und Mechaniken in Kombination mit der großartigen Map ist für mich ungeschlagen.
      • Von CountSix Anfänger/in
        Es gibt ja mittlerweile zwei Richtungen bei Total War. Warhammer, das durch seine Einheitenvielfalt überzeugt, aber dafür den Management-Part vernachlässigt und Three Kingdoms, wo der Focus eher auf Reichsmanagement liegt.

        Wieviel Tiefgang bietet Pharao denn als Reichssimulation, denn die Einheiten der Fraktionen werden sich wohl nur wenig unterscheiden. Das geht aus dem Test leider nicht hervor und die beschriebene Einsteigerfreundlichkeit ist eher ein Abschreckungs- als ein Kaufgrund.
      Direkt zum Diskussionsende
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