Tief im südamerikanischen Urwald
Die Runde hat gerade begonnen und die Expeditionsleiter werden in Position gebracht.
Der antike Ort Tikal ist Ihr Expeditionsziel in der gleichnamigen Brettspielumsetzung: Im tiefs-ten Urwald gilt es, sich so viele Maya-Tempel und -Schätze wie möglich unter den Nagel zu reißen, um Punkte zu sammeln und Ihre Gegner auszustechen. Die Regeln sind von der Esszimmertisch-Vorlage übernommen und denkbar einfach: In jeder Runde erhalten Sie eine Karte (Ebene, Tempel unterschiedlicher Werte, Schatzfelder, Vulkankarten), die an das Spielbrett angelegt wird. Danach haben Sie insgesamt zehn Aktionspunkte, um Camps zu errichten, Schätze zu horten, Tempel zu erhöhen (steigert den Wert) oder sie zu besetzen. Sind Ihre Punkte aufgebraucht, ist der nächste von bis zu drei Mitspielern dran. Hauptproblem von Tikal ist die fehlende Atmosphäre: Im Match gegen den Computer sitzt Ihnen nun mal niemand gegenüber, mit dem Sie herzhaft über Missgeschicke lachen könnten. Im Vergleich zu Genrekonkurrent Monopoly fällt die deutlich verbesserte Perspektive auf: Während es bei dem Parker-Vertreter oft an Übersicht mangelt, darf man die Kamera in Tikal frei drehen und zoomen. Für begeisterte Brettspieler, die kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch suchen, ist es daher gut geeignet.
