Der nächste Scam? The Quinfall macht The Day Before Konkurrenz

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Der nächste Scam? The Quinfall macht The Day Before Konkurrenz
Quelle: Vawraek Technology Inc.

Noch diesen Monat soll das riesige MMORPG The Quinfall erscheinen, doch laut einigen Nutzern handelt es sich beim Spiel um einen Scam.

Das imposante Wikingerdorf mitsamt der Schiffe, ein Großteil der gezeigten Gegner, von kleineren Humanoiden bis hin zum riesigen Oktopus, sogar die Städte wurden schlichtweg aus dem Unity-Store gekauft. Für die Lebens- und Mana-Anzeige orientierten sich die Entwickler ebenfalls stark am Interface von Black Desert Online.

Per se ist es natürlich kein Problem, wenn Entwickler Teile ihres Spiels aus dem Store zusammensuchen. Wenn jedoch ein Großteil des Spiels einfach gekauft wurde, sorgt das nicht gerade für Optimismus. Schließlich kommt es hierbei schnell zum Problem, dass die Assets einfach nicht zusammenpassen.

Grafisch imposante Bauwerke teilen sich die gleiche Spielwelt wie Hütten, die aus dem Jahre 2008 stammen könnten. Jegliche Kohärenz der Spielwelt geht hierdurch verloren. Dass es den Anschein erweckt, die Entwickler würden sich einfach nicht genug für ihr Spiel interessieren, um eigene Assets zu kreieren, kommt noch obendrauf.

Ein eisiges Wikingerdorf mit zahlreichen Schiffen. Quelle: Vawraek Technology Inc. Weiterhin handelt es sich bei der Veröffentlichung am 30. Januar lediglich um eine "Open Beta". Die sollte genau wie die geschlossene Beta eigentlich kostenlos sein, doch mittlerweile haben sich die Entwickler wohl umentschieden. Die "Open" Beta wird jetzt kostenpflichtig auf Steam angeboten und so, wie es aussieht, wird The Quinfall zusätzlich noch einen in-Game-Shop besitzen.

Das war bei Kayra Online ebenfalls der Fall und hier konnten Spieler unter anderem Dinge wie XP-Boosts und Inventarplätze erwerben. Laut Vawraek kommen bei The Quinfall hierfür die "V Coins" ins Spiel, die sich Nutzer über Echtgeld kaufen können.

Interessanterweise war Vawraek für Kayra Online ebenfalls Partner der RMT-Seite ByNoGame. Also einer Seite, auf der man unter anderem Gold in MMORPGs erwerben kann. ByNoGame wiederum ist Partner von über 60.000 Twitch-Streamern und ein Großteil derer, die damals Kayra Online auf ihrem Twitch-Kanal spielten, standen mit der Seite in Verbindung.

Damit ist es aber noch lange nicht vorbei, denn die riesige Karte von The Quinfall soll unter anderem Heimat von 18 Millionen(!) sammelbaren und interagierbaren Gegenständen sein. Das Spiel selbst ist jedoch nur knappe 20 Gigabyte groß. Ein Bruchteil von Spielen wie World of Warcraft, Elder Scrolls Online und sogar The Day Before.

Mittlerweile wurde auch der Release-Termin von The Quinfall verändert. Vor einigen Tagen sollte das Spiel noch am 30. Januar veröffentlicht werden, nun ist auf der Steam-Seite nur noch "bald verfügbar" zu sehen. Es gibt noch viele weitere dieser Ungereimtheiten, darunter auch über das Studio selbst, von denen ihr die meisten unter anderem in einem Reddit-Post des Users Dsvice nachlesen könnt.

Bisher erweckt an The Quinfall alles den Anschein, als handele es sich um einen simplen Scam. Steam erlaubt zwar Rückgaben, doch lässt sich das Spiel wohl auch auf der offiziellen Seite erwerben.

Wir würden uns natürlich alle freuen, wenn The Quinfall all die Versprechen einhält, doch all diese "Red Flags" lassen viele Nutzer daran zweifeln, ob es sich überhaupt um ein richtiges Spiel handelt. Ob The Quinfall den Weg von The Day Before gehen wird, erfahren wir wohl spätestens zum Release des MMOs, doch solltet ihr euch das Spiel wohl eher nicht direkt zum Release kaufen, sondern vorerst etwaige Berichterstattung abwarten.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Paldonhb Mitglied
        Grade seit den letzten Jahren ist spiele Entwicklung einfacher denn je. Das sollte ein Gaming Magazin eigentlich selber wissen.
        Jeder Honk kann heutzutage spiele entwickeln, wenn er es wirklich will. Dazu braucht es nichts weiter als sich einige YouTube-Videos anzusehen. Software dafür bekommt man hinterher geschmissen, die mittlerweile sogar ziemlich einsteigerfreundlich geworden ist. Und sollte man eh schon in der Materie drin sein, noch besser.
        Man sehe sich doch mal Steam an, was da täglich an spielen erscheinen ist schon nicht mehr schön. Die wirkliche Frage ist. wird es ein Erfolg?
      • Von Paldonhb Mitglied
        Grade seit den letzten Jahren ist spiele Entwicklung einfacher denn je. Das sollte ein Gaming Magazin eigentlich selber wissen.
        Jeder Honk kann heutzutage spiele entwickeln, wenn er es wirklich will. Dazu braucht es nichts weiter als sich einige YouTube-Videos anzusehen. Software dafür bekommt man hinterher geschmissen, die mittlerweile sogar ziemlich einsteigerfreundlich geworden ist. Und sollte man eh schon in der Materie drin sein, noch besser.
        Man sehe sich doch mal Steam an, was da täglich an spielen erscheinen ist schon nicht mehr schön. Die wirkliche Frage ist. wird es ein Erfolg?
      • Von hell-fire79 Anwärter/in
        Scam ist wohl das neue Nazi Äquivalent in der Gaming Szene?
        Ich sehe noch keine Scam. Wer Geld für Open Beta oder Earlyaccess ausgibt MUSS damit rechnen das dieses Geld "futsch" ist. Ist bissle wie mit Avocado kauf - da erkauft man sich auch nur die Chance auf eine Avocado.
      • Von Cortex79 Gelegenheitsspieler/in
        Letztendlich funktioniert das solange, wie jemand dafür zahlt! Ich sehe die gesamte Indie- und Early Access "Szene" mittlerweile höchst kritisch, und entscheide mich nur in relativ intensiven Vorrecherchen für den Kauf von EA-Titeln.

        Das sich dieses Muster so etabliert hat, liegt also zum großen Teil an den Spielern selbst. Betrug ist es erst dann, wenn es mit Vorsatz passiert. Und das dürfte den Firmen im Zweifel nur schwer unwiederbringlich nachweisbar sein. Denn nach der Devise "Im Zweifel für den Angeklagten" lässt sich ein solcher Vorsatz bei der Benutzung von Assets oder unprofessionellem Verhalten bei einer Spielentwicklung nun mal schwer zweifelsfrei als solcher beweisen.

        Wie schon mehrfach erwähnt warte ich immer noch auf die "Scam-Gurke des Jahrtausends": Star Citizen. Auch dort wird der "Betrug" oder eher moralisches Fehlverhalten vermutlich nicht offensichtlich oder nachweisbar werden, aber wenn das Game oder Teile davon i-wann überhaupt mal released werden sollten, wird das Ergebnis mitnichten einer Wertung oder Verhältnismäßigkeit der investierten Euros der Backer entsprechen. Was man dann daraus macht, liegt wohl dann immer im Auge des Betrachters.

        Nicht zuletzt, sondern allen voran liegt es eben vor allem an uns Gamern selbst, wie wir mit der Hoffnung nach Content und Entertainment auch hinsichtlich unseres Kaufverhaltens umgehen! Die medialen Hypes tun dazu ihr übriges.
      • Von Skullverton Mitglied
        Ich hab nichts gegen Standard-Assets. Sind ja nicht immer direkt hässlich, nur langweilig vielleicht. Ja, man kann sich Mühe geben, aber wenn es wirklich ein solch ambitioniertes Projekt ist, können sie doch noch gut nachlegen, zumal es auch erstmal eine Beta ist. (Seht doch nur, was aus No Man's Sky wurde).
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        Ganz einfach. Irgendwann kommt es raus oder halt nicht. Das kann so lange kein Betrug sein, solange man kein Geld investiert. Sehe daher kein Problem für niemanden. Wer heute bei Spielen in Vorkasse geht, ist selber schuld oder hat irgendwelche psychischen Probleme.
      Direkt zum Diskussionsende
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