The First Purge: Filmrezension zum Prequel des dystopischen Horrors
Am 4. Juli, pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag, startet "The First Purge" in den USA. Nur einen Tag später dürfen sich auch die deutschen Kinozuschauer an dem gesellschaftskritischen Horrorfilm erfreuen. Diesmal geht das Regiezepter an Gerard McMurray, der mit dem Drama "Burning Sands" im Jahr 2017 sein Debüt feierte. James DeMonaco, der Schöpfer der weltweit erfolgreichen Purge-Reihe, zieht sich nach dem Horror-Thriller-Hit "The Purge - Election Year" (2016) aus dem Rampenlicht zurück, wenigstens was die Regie anbelangt.
Der vierte Teil der erfolgreichen Horrorreihe erzählt die Entstehungsgeschichte der Purge-Nacht, in der alle Verbrechen straffrei bleiben, damit sich die kriminelle Energie auf einmal entladen kann. Im New Yorker Stadtteil Staten Island soll das soziale Experiment, das sich eine Psychologin ausgedacht hat, als Pilotprojekt getestet werden. Damit die Bewohner nicht abhauen, hat sich die neue regierende Partei NFFA etwas einfallen lassen: Sie verspricht den Teilnehmern eine Stange Geld. Doch das ist nur ein Teil ihres perfiden Plans ...
James DeMonaco hat diesmal die Regie abgegeben und sich aufs Drehbuchschreiben konzentriert. Sein bester Einfall war, den letzten Teil gewissermaßen zum ersten zu machen und die Gesellschaftskritik noch zu verstärken. Sein Metzelmarathon ist nämlich ziemlich vorhersehbar. Wirklich gruselig und erschreckend ist seine politische Zukunftsvision, auch weil seit Donald Trumps Amtsantritt nichts mehr unmöglich erscheint.
FAZIT:
Den eigentlichen Horror dieser blutigen und ziemlich schlichten SciFi-Action liefert die politische Ebene.
