The Death of Stalin: Filmrezension zur bitterbösen Satire

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Die Towarischs von Stalin stehen in seinem Büro um seinen Körper herum.
Quelle: Concorde

Nach einem schweren Schlaganfall liegt Josef Stalin im Sterben. Sein Ableben bedeutet eine offene Stelle als Generalsekretär der UdSSR. Auf humoristische Art und Weise werden die zugespitzt absurden, politischen Machtspiele um Stalins Nachfolge erzählt. Für diese in Russland verbotene, historische Satire konnte Armando Iannucci Schauspieler aus Hollywood A-Riege gewinnen. Ob Jeffrey Tambor in der Rolle des Georgi Malenkow oder Steve Buscemi als Nikita Chruschtschow, die intrigierenden Towarischs wirken authentisch auf der großen Leinwand.

März 1953: Die Sowjetunion steht vor großen Veränderungen. Nach einem Schlaganfall liegt Stalin, der das Land bisher mit eiserner Hand regierte, im Sterben. Durch sein fortgeschrittenes Alter und die Schwere der Durchblutungsstörung, bleibt ihm nichts anderes übrig als seinen Posten als Generalsekretär der UdSSR aufzugeben. Noch während der Diktator mit dem Tod ringt, entbrennt der erbitterte Kampf um seine Nachfolge. Politiker und Minister, auch als seine Towarischs bekannt, wetteifern darum sich die Kontrolle über die Nation zu eigen zu machen. Eines ist jedoch klar, das Wohlergehen der Bevölkerung hat bei den Anwärtern auf diese Position nicht unbedingt die oberste Priorität.

Nein, Armando Iannucci scherte sich nicht um eine biografische Aufarbeitung. Wer den Briten kennt, der unter anderem für Kabinett außer Kontrolle, The Thick of It oder Veep verantwortlich zeichnet, weiß um dessen bissigen Humor und satirisches Talent. Die Absurditäten der Politik sind Iannuccis Spezialgebiet. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sein neuester Film eine bitterböse Abrechnung mit dem stalinistischen System und der sowjetischen Polit-Prominenz der Nachkriegszeit ist. Wenn Steve Buscemi als Chruschtschow oder Simon Russell Beale als Geheimdienstchef Beria darstellerisch zur Hochform auflaufen, bleibt einem das Lachen oftmals im Hals stecken. Humor und Grausamkeit gehen hier Hand in Hand.

Fazit:
Der absurde und satirische Blick auf eine dunkle Epoche der Politikgeschichte: Bitterböse und schauspielerisch auf Top-Niveau!

Wertung zu The Death of Stalin

Wertung:

9.0 /10
8
    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von SamuelDonar
        Mit wohl über 20 Millionen Toten in Rußland und Sovjethausen, wie wohl 40 Millionen + Tote in China frägt man sich noch heute, wie "links" als gut gelten kann. Ist ziemlich geisteskrank oder wie nennt man das? Gute Propaganda? Hirnwäsche? Umerziehung? Die Toten des Nationalen-SOZIALISMUS hier im eigenen Land gar nicht mit eingerechnet.

        Der Film war mir von der Vorschau her ein bißerl zu gekünstelt witzig. Wobei, mal anschaun macht eventuell klug.
        Und jetzt erklär mir mal bitte, was kommunistische Nationen ganz pauschal mit linkspolitischem Gedankengut zu tun haben und wie du darauf kommst, dass der Nationalsozialismus eine politisch links orientierte Ideologie ist.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von SamuelDonar
        Mit wohl über 20 Millionen Toten in Rußland und Sovjethausen, wie wohl 40 Millionen + Tote in China frägt man sich noch heute, wie "links" als gut gelten kann. Ist ziemlich geisteskrank oder wie nennt man das? Gute Propaganda? Hirnwäsche? Umerziehung? Die Toten des Nationalen-SOZIALISMUS hier im eigenen Land gar nicht mit eingerechnet.

        Der Film war mir von der Vorschau her ein bißerl zu gekünstelt witzig. Wobei, mal anschaun macht eventuell klug.
        Und jetzt erklär mir mal bitte, was kommunistische Nationen ganz pauschal mit linkspolitischem Gedankengut zu tun haben und wie du darauf kommst, dass der Nationalsozialismus eine politisch links orientierte Ideologie ist.
      • Von rldml Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Orzhov
        Sicherlich könnte das ein Politologe besser erklären als meiner einer, aber das politische Spektrum ist nichts in Stein gemeißeltes....
        Erkläre das nicht mir, sondern dem Quotentroll weiter oben, mir ist das durchaus bewusst... ;)
      • Von Orzhov Mitglied
        Zitat von rldml
        Zum einen setzt SamuelDonar (so, wie er sich ausdrückt) pauschal das gesamte politische Spektrum "links von der Mitte" mit dem Stalinismus und Maonismus gleich (" frägt man sich noch heute, wie "links" als gut gelten kann").

        Zum anderen versucht er Nazis ebenso als "Linke" einzuordnen ("National-SOZIALISMUS") - TheQuestionPG hat es mit dem Begriff revisionistisch schon ganz gut getroffen.

        Aus meiner Sicht handelt es sich bei SamuelDonar um einen Rechtsextremen, das sind meines Wissens nach die Einzigen, die "Links" völlig undifferenziert mit Terror und Tod gleichsetzen. Oder um einen Troll.

        Im Zweifel für den Angeklagten führt hier zur (weniger schlimmen) Vermutung

        Gruß Ronny
        Sicherlich könnte das ein Politologe besser erklären als meiner einer, aber das politische Spektrum ist nichts in Stein gemeißeltes. Parteien/Individuen können sich innerhalb eines Systems, egal ob Kommunismus, Demokratie, Diktatur, Monarchie etc., zu verschiedenen Themen individuell positionieren. So hat die DAP, aus der die NSDAP wurde, vielleicht noch als linke Partei angefangen, wurde aber dann durch die anhaltende Anwendung von Gewalt zur Machterlangung und Machterhaltung doch zu einer sehr rechtsrepressiven Partei.
      • Von rldml Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Orzhov
        Wo siehst du da getrolle?
        Zum einen setzt SamuelDonar (so, wie er sich ausdrückt) pauschal das gesamte politische Spektrum "links von der Mitte" mit dem Stalinismus und Maonismus gleich (" frägt man sich noch heute, wie "links" als gut gelten kann").

        Zum anderen versucht er Nazis ebenso als "Linke" einzuordnen ("National-SOZIALISMUS") - TheQuestionPG hat es mit dem Begriff revisionistisch schon ganz gut getroffen.

        Aus meiner Sicht handelt es sich bei SamuelDonar um einen Rechtsextremen, das sind meines Wissens nach die Einzigen, die "Links" völlig undifferenziert mit Terror und Tod gleichsetzen. Oder um einen Troll.

        Im Zweifel für den Angeklagten führt hier zur (weniger schlimmen) Vermutung

        Gruß Ronny
      • Von Orzhov Mitglied
        Zitat von rldml
        Troll.

        Und jetzt schleich dich.
        Wo siehst du da getrolle?
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