The Bard's Tale: Test des Klamauk-Rollenspiels
Mit dem Rollenspiel-Klassiker aus den 80ern teilt The Bard's Tale nur noch den Namen. Die rundenbasierten Kämpfe sind Vergangenheit, die Standbilder auch. Stattdessen gibt es Echtzeit-Klickereien und 3D-Grafik, wie es sich für ein Action-Rollenspiel gehört. Doch weder Optik noch Gefechte machen großartig was her, das Beste am Spiel ist der Hauptdarsteller: Keine andere Figur definiert den Begriff Antiheld so treffend wie der Barde.
Quelle: PC Games
The Bard's Tale im Test: Kein Grafik-Highlight, aber amüsant (1)
Die Kämpfe hätten dieselbe Anziehungskraft wie die Fernsehwiederholung eines Golfturniers, gäbe es da nicht die Zaubersprüche in Form von Musik. Über ein Menü, dessen Layout stark an ein Konsolen-Interface erinnert, wählen Sie via Tastenkombination ein Lied aus, das Mitstreiter herbeizaubert. Je besser Ihre Harfe, desto mehr Team-Kameraden können gleichzeitig aktiv sein. Für jede Situation gibt es passende Gehilfen: In Höhlen macht das Glühwürmchen Licht, im Kampf gegen eine Übermacht erweist sich die Heilerin (eine Kreuzung aus Hella von Sinnen und Shrek-Oger) als wertvolle Verbündete.
So cool diese Beschwörungsformeln sind, bei der Umsetzung hätten sich die Entwickler mehr Mühe geben können. Während der Barde die Harfe spielt, ist er Angriffen schutzlos ausgeliefert. Man rennt oft sekundenlang wie ein aufgescheuchtes Huhn vor Gegnern davon - ein nerviger Eiertanz.
Oliver Kalkofe ist der Barde
Quelle: PC Games
The Bard's Tale im Test: Kein Grafik-Highlight, aber amüsant (2)
Vielleicht gehören Sie ja zu jenen Rollenspielern, die es satt haben, den Guten zu spielen. Dann ist The Bard's Tale Ihr Spiel: Nirgendwo sonst (Knights of the Old Republic ausgenommen) dürfen Sie egoistischer sein als hier.
In den Gesprächen haben Sie oft die Wahl zwischen guter und böser Antwort, doch selbst die gute würde sich kein normaler Held zu geben trauen, so viel Sarkasmus steckt drin. Welche Antwort Sie wählen, beeinflusst gelegentlich den Spielverlauf: Wer eine Figur beleidigt, muss später mit ihrer Rache rechnen. Das heißt nicht, dass Sie stets brav sein sollen; bei manchen Gesprächspartnern helfen Drohungen mehr als Süßholzraspeln.
Ob Sie die Sprachausgabe der deutschen Version gut finden, hängt davon ab, ob Sie sich Oliver Kalkofe als den Barden vorstellen können: Der vertont die zynischen Sprüche zwar treffend, doch sein eigenartig dünnes Stimmvolumen ist Geschmackssache.
Die restlichen Sprecher machen ihren Job einwandfrei; die Sprachausgabe gehört zu den Highlights. Leider ging der Wortwitz der englischen Version in der Übersetzung verloren; so fehlt der ausgeprägte schottische Dialekt der Figuren. Doch ärgern Sie sich nicht zu früh: Wenn Sie das Spiel lieber im Original genießen wollen, können Sie die Sprache im Setup-Bildschirm umstellen.
Zum Mitmeißeln: Wenn Sie Hightech-Grafik und Kämpfe mit Diablo-Sucht erwarten, erwarten Sie weiter. Zum Lachmuskelaufbau ist The Bard's Tale aber perfekt.

So ich muss sagen ihr habt das Spiel genau richtig bewertet.
Ich habe mir mal die Zeit genommen und es gespielt und lege meine persöhnliche und kurze Bewertung hier dar.
Also:
Grafik
Ist an sich sehr gut jedoch das man die Kamera nicht sonderlich verstellen kann ist doof.
Deshalb nur 70 %
Ton
Das alles deutschsprachig wiedergegeben wird ist ein +. Kleines Mango in manchen Städten und Szenen ( er sagt was falsche -> Untertitel richtig)
85 %
Steuerung und Spielspaß
Gesteuert wird es Einfach und die Quests sind eindeutig!
Eine große Karte mit einträgen ist auch vorhanden ( wie bei Sacred).
Großes plus ist die radikale Sprache vom Barden. Noch ein großes Plus sind die guten und witzigen Einfälle z.b. das Maleur mit Both ( wer es nicht kennt sollte es spielen ;) )
90 %
Insgesamt ist es ein Kontrastspiel zu allen "otto normal Rollenspielen".
-> Spielenswert !
Gesamtwertung : 81 %
Wieso zum Geier gibt's dann dennoch satte 79% ?
Habt ihr keinen Mut zu schlechten Bewertungen ?
Wieso zum Geier gibt's dann dennoch satte 79% ?
Habt ihr keinen Mut zu schlechten Bewertungen ?