Suburbicon: Filmrezension zum Vorort-Drama
Die idyllische Fassade in der amerikanischen Vorstadt Suburbicon gerät ins Wanken, als ins Haus der Familie Lodge eingebrochen wird, wobei Frau Lodge zu Tode kommt. Als dann kurz darauf die erste afroamerikanische Familie in den Stadtteil zieht, ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Pechschwarze Satire von Regisseur George Clooney.
In Suburbicon (jetzt kaufen 11,86 € ), einem US-Vorort in den 1950er-Jahren, geschehen innerhalb kurzer Zeit zwei außergewöhnliche Dinge: Bei einem Einbruch wird die Mutter des kleinen Nicky Lodge getötet und ins Nachbarhaus zieht mit den Meyers die erste afroamerikanische Familie in der Siedlung ein. Für die Bewohner des schmucken Suburbicons ist die Sache klar: Bevor Mr. und Mrs. Meyers und ihr Sohn da waren, war ihre Welt noch in bester Ordnung. Dass jetzt plötzlich Böses geschieht, kann also nur mit den Neuankömmlingen zu tun haben ...
George Clooneys sechste Spielfilmregie beruht nur teilweise auf einem Drehbuch der Coen-Brüder, die wahre Geschichte der Meyers hat er selbst hinzugefügt. Wie er in seiner tiefschwarzen Satire die schöne Scheinwelt Stück für Stück und ohne Rücksicht auf Verluste zerlegt, ist natürlich sehr zugespitzt, aber trotzdem keineswegs realitätsfern. Auch weil die Aussage, dass die Menschen nur das sehen, was sie sehen wollen, topaktuell ist.
Fazit:
Vorstadtidylle à la Clooney & Coen: In diesem Film ist nichts so, wie es scheint - einfach grandios gnadenlos!