Stranded: Alien Dawn im Test: Die Sims trifft auf Survival-Simulation (+Video)
Stranded: Alien Dawn ist seit dem 24. April auf PC und Konsolen erhältlich. Wir haben uns die Survival-Sim von Tropico-Entwickler Haemimont Games in unserem Test genauer angesehen und verraten euch Stärken und Schwächen der farbenprächtigen sowie gnadenlosen Spielwelt.
Erst auf der letztjährigen Gamescom angekündigt, veröffentlichten Entwickler Haemimont Games und Publisher Frontier Foundry am 24. April das tiefgreifende Survival-Aufbauspiel Stranded: Alien Dawn. Nach circa sieben Monaten Early-Access-Phase bekam der Titel zum finalen Release neben einigen Verbesserungen ein komplett neues Szenario spendiert. Haemimont ist kein unbeschriebenes Blatt, schließlich waren die Damen und Herren des Studios maßgeblich an den Teilen drei, vier und fünf der beliebten Tropico-Reihe beteiligt.
Das letzte Projekt, die Städtebausimulation Surviving Mars, spielte bereits im Weltraum und dort treiben wir nun auch in Stranded: Alien Dawn unser Unwesen. Wieder geht es ums Überleben auf einem fremden Planeten. Wir managen in der Survival-Sim eine Gruppe von Menschen, die sich in einer unbekannten Welt etlichen Gefahren der Natur stellen muss. Krankheiten, widrige Wetterverhältnisse, Katastrophen und Angriffe fremder Spezies machen uns das Leben tagtäglich zur Hölle. Doch auch die Psyche und das Verhältnis der Figuren untereinander stellt uns vor etliche Herausforderungen.
Ein Vorgeschmack auf Die Sims 5?
Die Parallelen zu Die Sims, der berühmten Marke von EA, fallen sehr schnell auf. Zwar können wir unsere Figuren nur in wenigen Fällen per Point&Click-Funktion steuern, doch die Interaktionsmöglichkeiten und das Befriedigen ihrer Bedürfnisse spielen in Stranded: Alien Dawn ebenfalls eine wichtige Rolle.
Meistens befehlen wir den Charakteren, was als Nächstes zu tun ist, doch zwischendurch übernehmen sie auch eigenverantwortlich die Initiative und erledigen wichtige Aufgaben. Um das perfekt abzustimmen, lassen sich die Tagesabläufe individuell haargenau ausrichten.
Quelle: Haemimont Games
Wenn wir also möchten, dass sich ein Überlebender vermehrt ums Kochen oder die Forschung kümmern soll, dann priorisieren wir eben diese Tasks. Auch wann unsere Figuren am Tag eine Pause einlegen, können wir festlegen.
Das ist auch wichtig, denn wenn sich unsere Leute überarbeiten oder zu wenig Spaß haben, kann es passieren, dass sie einen Nervenzusammenbruch erleiden oder in einen körperlich sehr schlechten Zustand geraten.
Der Planet wehrt sich
Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Erkundung, der Forschung und dem Aufbau einer kleinen Zivilisation. In einer fremden Welt lauern jedoch ebenfalls unbekannte Gefahren auf uns. Nicht alle Tiere sind uns freundlich gesinnt.
Einige Stunden vor einem Angriff bekommen wir eine Warnung, sodass wir unsere Überlebenden und unsere Basis auf den Kampf vorbereiten können. Mit Speeren, Bögen und sogar Feuerwaffen lassen sich die aggressiven Viecher abwehren. Sobald wir die Figuren auf Tastendruck einberufen, können wir sie direkt an strategisch wichtigen Punkten platzieren.
Im späteren Verlauf erforschen wir unter anderem Bewegungsmelder, Flammenwerfer und automatische Geschütze, um die direkten Gefahren für unsere kleine Gruppe zu minimieren. Selbst die Natur kann den Überlebenden allerdings zwischendurch schaden. Klirrend kalte Wintertage, Stürme und andere Katastrophen wirken sich negativ auf Stimmung oder sogar Gesundheit aus.
Um Verletzungen und Krankheiten sollte sich schnellstmöglich gekümmert werden, denn die Charaktere sind nicht unsterblich. Wir müssen uns dementsprechend auch um Verbände, Medikamente und Antibiotika bemühen. Hin und wieder lassen sich solche Hilfsmittel in abgestürzten Raumschiffteilen finden, doch auch Forschung macht die Herstellung möglich.
Wenn doch einmal eine Figur stirbt, können wir sie begraben. Manchmal melden sich die restlichen Überlebenden bei uns und möchten eine Gedenkveranstaltung für den Verstorbenen abhalten. Auch Neujahrsfeste mit Feuerwerk und andere Partys organisieren unsere Bewohner. Auf regelmäßigen Expeditionen entdecken wir nicht nur nützliche Gadgets, sondern hin und wieder auch neue Überlebende. Wir können uns dann entscheiden, ob wir die bei uns aufnehmen, oder derzeit nicht genug Platz und Nahrung vorhanden ist.

Finde die Wertung zu hoch gegriffen. Dafür fehlt das Polishing, Balancing und vor allem der Spielumfang. Auch die Grafik ist eher von gestern (was mich aber nicht stört)
Auf GOG bekommt man die alten Jagged Alliance 2 Spiele (Original + Addon sowie die Edition "Wildfire") immer noch in spielbarer Fassung und wäre mal ein Blick wert, bevor man vor Langerweile noch anfängt die Wand anzustarren ;)
Jagged Alliance 2 habe ich nie gespielt, daher kann ich zu dem Vergleich nichts sagen.