Stellaris Nexus: Das 4X-Strategiespiel Light im Vorschau-Check
Eine ganze Partie Stellaris in einer Stunde. Das ist das Ziel von Stellaris Nexus. Wir checken, ob das im 4X-Strategiespiel-Kosmos funktionieren kann.
Alle acht Runden tagt in Stellaris Nexus außerdem der galaktische Rat. Hier kommen alle Völker zusammen und verteilen die bisher erreichten Siegpunkte. Immer dabei ist der Kollege, der Nexus hält und der, der die meiste Kultur verbreitet hat. Dazu darf dann jede Fraktion abstimmen, welcher Titel als Nächstes nominiert wird. Wer die Ziele des Titels bis zum nächsten galaktischen Rat erreicht, wird mit extra vielen Punkten belohnt wird. Wie viele Stimmen wir einsetzen können, hängt von der Größe unseres Reiches und der verbreiteten Kultur ab. Wir müssen uns aber entscheiden, wie wir unsere Stimmen verteilen. Neben den Titeln dürfen wir nämlich auch für eine von drei Resolutionen stimmen, deren Eigenschaften sich auf alle Völker auswirken.
Titelkampf
Sehr cool ist, dass Stimmen auf Titel und Resolutionen, die am Ende doch nicht die Mehrheit erreichen, nicht verfallen. Sie bleiben bei ihrem ausgewählten Titel oder der ausgewählten Resolution und können in kommenden galaktischen Ratssitzungen mit weiteren Stimmen verstärkt werden. So können sich auch Pazifisten in einer eher kriegerischen Runde irgendwann durchsetzen.
Quelle: Paradox
Apropos kriegerische Runden: Der Kampf wird in Stellaris Nexus wie im großen Vorbild automatisch ausgewürfelt und in schicken Zwischensequenzen ausgetragen. Als Kriegsschiffe stehen uns Zerstörer, Schlachtschiffe und Träger zur Verfügung. Die Träger haben die coole Eigenschaft, dass man ihre Jäger bereits mit einem System Entfernung auf eine gegnerische Flotte jagen kann. Man darf seine Freunde also auch in fiese Hinterhalte locken.
Doch egal, ob Pazifist oder Kriegerfürst, man sollte sich immer sicher sein, was man vorhat und das auch durchziehen. Je nachdem, wie gut man Titel erreicht und anderweitig Punkte ergattert, kann man in einer Phase gut und gerne bis zu 30 Punkte einheimsen. Da hat man die 100 Punkte zum Sieg schnell voll. Das kann gemächliche Spieler natürlich ins Schwitzen bringen. Vor allem, wenn man zusätzlich die Rundenzeit begrenzt. Außerdem ist es in so kurzen Partien schwer, überhaupt in der Punktejagd mitzuhalten, wenn man abgelenkt wird.
Quelle: Paradox
Wir wurden in einem Match etwa direkt in einen Krieg mit den größenwahnsinnigen Nachbarn gezogen. Das hat dann natürlich all unsere Aufmerksamkeit und vor allem Ressourcen aufgefressen und wir mussten die anderen Parteien zwangsläufig ziehen lassen. In solchen Situationen kämpft man dann, wenn überhaupt, meist nur noch um Platz zwei oder drei.
Die Schattenseite der Schnelligkeit
Das ist dann wiederum die Schattenseite des Hauptkredos von Stellaris Nexus: Zwar versucht man das Strategiespiel so tief wie möglich zu gestalten, doch das hat in der angepeilten kurzen Spielzeit klare Grenzen. An diesen Grenzen wird man auch nicht rütteln, sonst zerstört man den Sinn hinter Nexus. Das ist nun mal die kurze Runde am Abend mit Freunden, die man in einer Stunde beenden kann.
Schaut man wirklich nur auf dieses Versprechen, dann hält Stellaris Nexus das tatsächlich ein. In normalen Partien haben wir stets nach mehr oder weniger einer Stunde den Endbildschirm gesehen. Während man in dieser Zeit im großen Stellaris gerade mal die ersten Planeten besiedelt und Nachbarn gegrüßt hat, haben wir in Stellaris Nexus im besten Fall unser Imperium aufgebaut, verteidigt, mit geheimen Absprachen den führenden Spieler in eine Falle gelockt, das gesamte Universum ins Kriegschaos gestürzt und vielleicht sogar noch mit Ach und Krach das eine letzte Pünktchen zum Sieg ergattert. Und wenn es doch mal nicht so richtig rund läuft, dann hat man ja noch Zeit für eine neue Runde. Transparenzhinweis: Die Preview-Version des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Ich habe das Spiel auf jeden Fall auf meine Merkliste gesetzt - entscheidend wird für mich sein, inwieweit das Konzept im Einzelspieler-Modus greift. Die Liste meiner Mehrspieler-Partner ist überschaubar und Strategie-Liebhaber finden sich da uasser mir keine.
Und auch im Singleplayer geht das Konzept durchaus auf. Wie gesagt: Man darf halt nicht die epische Breite eines Stellaris erwarten. Aber für die kurze Runde zwischendurch passt es auf jeden Fall. :)
Ich musste zweimal schauen, ob ich denn auf der richtigen Web-Site bin: klarer Titel, ein Artikel der genau zur Überschrift paßt und Informationen liefert.
Zwischen all den peinlichen Überschriften, für die sich selbst Pubertierende schämen würden, finden sich halt bei PCGames.de sporadisch immer wieder Perlen, die direkt aus dem Print-Magazin stammen. Ich vermute stark, daß ich den Artikel Anfang Dezember auch nochmal gedruckt sehen werde.
Ich habe das Spiel auf jeden Fall auf meine Merkliste gesetzt - entscheidend wird für mich sein, inwieweit das Konzept im Einzelspieler-Modus greift. Die Liste meiner Mehrspieler-Partner ist überschaubar und Strategie-Liebhaber finden sich da uasser mir keine.