Steelrising im Test: Fazit und Wertung
Wir haben Steelrising für unseren Test auf der Xbox Series X durchgespielt. Neben kleineren Technik-Macken fielen vor allem die viel zu leichten Bossgegner ins Gewicht. Unser Fazit und die Wertung findet ihr auf dieser Seite.
Kleinere Technik-Macken
Optisch liefert die Xbox Series X-Version im Modus der priorisierten Bildwiederholrate sehr gut ab. Deutliche Grafik-Unterschiede zur Priorisierung von Auflösung oder Grafikqualität konnten wir in der Xbox-Version am LG OLED C1 (Gaming Mode) nicht feststellen. Die Modi Grafikqualität und Auflösung liefern hierbei nur läppische 30 Frames pro Sekunde, was auf der aktuellen Konsolengeneration nicht mehr zeitgemäß wirkt. Die 60fps im Modus Bildwiederholrate waren zu jeder Zeit unsere erste Wahl. Leider bietet Steelrising im Spielverlauf auch während der Zwischensequenzen unschöne Clipping-Fehler und unsaubere Texturen. Teils werden Texturen nur matschig oder gar nicht geladen. In einer Cutscene schwebt Aegis unerklärlicherweise über einem Balkongeländer. Außerdem gibt es teils unsichtbare Wände, die Aegis nicht durchlassen. Ein Beispiel ist hier das Quartier du Luxembourg, wo genau hinter der Kutsche eine Gasse zu sehen ist. Versucht ihr nun, die Gasse zu betreten, läuft Aegis gegen eine unsichtbare Wand. Gerade diese kleinen Details an Clipping oder Darstellungsfehlern trüben den sonst sehr guten optischen Eindruck. Die passende Soundkulisse und Musikauswahl liefern indes jederzeit stimmungsvolle Klänge und unterstützen die spannende Spielatmosphäre. Die guten, englischen Synchronsprecher tragen ebenfalls zur fantastischen Stimmung bei.
Quelle: pcgames.de
Clipping-Fehler wie hier die schwebende Hauptfigur finden sich relativ häufig.
Viel zu leichte Bosskämpfe
In Sachen Gameplay werden Souls-Veteranen in Steelrising mit zunehmender Spieldauer unterfordert. Und dabei muss man noch nicht mal den Easy-Mode samt Spielhilfen aktivieren. Diese erlauben das Behalten der Anima-Essenz nach dem Tod, mindern den Schaden oder erhöhen die Ausdauer-Regeneration. Das Freischalten der Erfolge in Steelrising wird im Spielhilfe-Modus zudem blockiert. Auch ohne Spielhilfen gewöhnen sich Souls-Fans schnell ans Spielsystem. Gegner blockt ihr weg oder betäubt diese schnell durch passende Hiebe und gut getimtes Ausweichen. Die optisch gut in Szene gesetzten Bossgegner
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sollten sicherlich spielerische Höhepunkte darstellen, sind jedoch viel zu einfach gehalten. Das liegt nicht zuletzt an viel zu mächtigen Items. Mit der Phiole für Ausdauer stoppt ihr beispielswese den Staminaverlust für 30 Sekunden. Ihr verliert also 30 Sekunden lang keinerlei Ausdauer für Blocken und Schlagen. Dies kombiniert ihr mit Lähmungsgranaten, die die Betäubungsleiste des Gegners hochschnellen lassen. Kommt ihr bei einem Boss nicht weiter, sammelt ihr einfach Anima-Essenz in den Levels zuvor und deckt euch dann im Shop der Verstalin mit passenden Phiolen oder Granaten ein. Auf diese Art und Weise haben wir mehr als nur einen der Boss-Gegner in Sekundenschnelle besiegt. Besonders spätere Bosskämpfe fühlen sich so nicht ausbalanciert an und liefern ein zu schnelles Ende.
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Mit zunehmender Spieldauer wiederholen sich die Gegnertypen recht schnell.
Auch die Menüs in Steelrising für Questlog, Inventar oder Ausrüstung gestalten sich etwas unübersichtlich und fummelig in der Bedienung. Wollt ihr beispielsweise eure Itemauswahl neu bestücken, so scrollt ihr zunächst durch sämtliche Gegenstände, um diese dann passend anzuordnen. Ein weiteres Beispiel ist hier der Kompass. Dieser zeigt euch bei Benutzung Questmarker samt grober Richtung im Spiel an. Gleichzeigt belegt er aber auch einen Slot in eurer Itemliste. Wir hätten uns
Quelle: pcgames.de
Der riesige Steinbruch von Monmartre bietet nochmals ein großes Gebiet.
hier eine unabhängige Taste für den Kompass gewünscht, da sechs Plätze in der Gegenstands-Liste schon recht knapp bemessen sind. Im Shop-Menü passierte es uns obendrein häufiger, versehentlich Items zu verkaufen statt einzukaufen. Es mangelt hier generell an Übersichtlichkeit.
Insgesamt überzeugt Steelrising mit einem stimmungsvollen und unverbrauchten Szenario. Als Fans der Souls-like-Abenteuer verzeihen wir die ein oder andere Macke in Sachen Grafik. Die Charaktere der Geschichte ziehen uns in ihren Bann und wir kloppen uns gespannt Richtung Spielende. Hierbei gibt es auch die ein oder andere Entscheidung zu fällen. Händigt man dem Militaristen Marqius de La Fayette das Schießpulver für seine Armee aus oder riskiert man damit die Konterrevolution des Militärs und einen möglichen neuen Despoten? Alles in allem wirkt das Abenteuer stimmig, reicht aber keinesfalls an die ausgeklügelte Open-World eines Elden Ring heran. Mit Spielen wie Lords of the Fallen oder The Surge als Souls-Klone kann sich das Spiel aber durchaus messen. Während die Bossgegner genial inszeniert sind, gestalten sich die Kämpfe am Ende leider viel zu einfach. Die ein oder andere gescheiterte Quest lässt uns als Komplettisten leider etwas unbefriedigt zurück. Während wir - leider vergeblich - auf einen weiteren Durchgang im New Game Plus gehofft hatten.
Meinung
Steelrising ist seit dem 8. September 2022 für PC, PS5 und Xbox Series X erhältlich. Für die Konsolenversion PlayStation 5 und Xbox Series X kostet das Spiel 59.99 Euro. Via Steam und anderen Plattformen zahlt ihr 49,99 Euro. Getestet haben wir das Souls-like-Abenteuer auf Basis einer Xbox Series X-Version.

Ich mag das Setting, den Grafikstil und der einstellbare Schwierigkeitsgrad kommt mir, als Controller-Legastheniker und Frustverweigerer, auf jeden Fall entgegen. Lies of P sieht in der Hinsicht auch nicht uninteressant aus.
Aber generell sind Souls Likes immer so Dinger, die ich grundsätzlich zwar interessant finde, die ich selbst aber eben, aus oben genannten Gründen, nicht gerne spiele. Kampfsysteme, Setting, Grafikstil, Leveldesign usw. toll, aber der Frustfaktor ist mir in den meisten Fällen einfach zu hoch. Eine Möglichkeit zu speichern und laden, ohne dass alle Gegner respawnen, wäre für mich DAS Feature, um doch mal sowas zu versuchen.
Performance Probleme (PC bei hohen Einstellungen) hab ich keine.
Was ich über den einstellbaren Schwierigkeitsgrad gelesen habe klang sehr gut. Da kann From Software noch was lernen.