Star Wars Outlaws: Raytracing und Upscaling
Wir haben die Leistung in Star Wars: Outlaws mit dem Gaming-PC R76-796 von Captiva getestet, Benchmarks erstellt und geben euch auf dieser Basis Tuning-Tipps, mit denen das Weltraumabenteuer auch bei euch besser läuft!
Raytracing: Heimlich, still und leise immer aktiv
Raytracing ist eine sehr aufwändige Rechenmethode für Computergrafik, die fotorealistische Ergebnisse bringen kann. Bei PC-Spielen gibt es seit dem Release der ersten RTX-Grafikkartenmodelle von Nvidia in immer mehr Spielen Raytracing, allerdings nur für bestimmte Aspekte der Grafik. Es geht dabei um die Berechnung von Licht, Schatten sowie Reflexionen, die mit Raytracing physikalisch korrekt erfolgt.
Einige Spiele nutzen zudem nicht alle drei Aspekte, so dem Anschein nach auch Star Wars: Outlaws, wo es im Grafikmenü beim Menüpunkt mit dem Nvidia RTX Direct Lightning um eine dynamische und korrektere Raytracing-Berechnung von Lichtquellen geht, die man aktvieren und dabei mehrere Stufen wählen kann. Was das Spiel uns verschweigt ist, dass im Hintergrund weitere Raytracing-Effekte ohnehin immer aktiv sind. Das ist auch der Grund, warum unser PC selbst bei Full-HD und niedrigen Details keine dreistelligen FPS-Werte schafft. In den Erweiterten Grafikmenüs, die wir später noch im Detail betrachten, werdet ihr sehen, dass es gleich mehrere Raytracing-Aspekte gibt, die sich zusammen mit dem Verstellen des Grafik-Voreinstellungsmodus ebenfalls verändern, aber nicht ganz abgeschaltet werden können. Bei der Grafikvoreinstellung Ultra ist dabei mehr Raytracing im Spiel als bei der Voreinstellung Niedrig. MIt Direct Lighting auf Ultra brachen bei uns die FPS-Werte auf weniger als die Hälfte ein.
Die folgenden drei Slider-Vergleiche zeigen Ultra-Details ohne Direct Lighning und minimalen Raytracing-Einstellungen im Vergleich zum auf Ultra aktiviertem Direct Lightning plus auch maximalen Raytracing-Einstellungen, das letzte Bild hat zudem die Detailstufe Niedrig als Ausgangsbasis. Die Einstellungen zu Raytracing haben wir manuell in den Erweiterten Grafikeinstellungen verstellt.
Upscaling mit DLSS und FSR
Bei Star Wars: Outlaws könnt ihr im Video-Menü im Bereich "Upscaling" unter anderem DLSS oder FSR auswählen und dann beim Regler "Upscalingmodus" festlegen, ob die Funktion mit "Präferierend" sich der Situation im Spiel anpassen soll, dabei aber auf eine 4K-Optik abzielt, oder ob sie mit "Fest" einfach nur stur nach einem festen Verhältnis zwischen der internen und der Ziel-Auflösung arbeiten soll. Darunter stellt ihr mit dem Regler "Upscaling-Qualität" noch ein, wie gut das Ergebnis ausfallen soll. Im Grunde genommen bestimmt ihr dabei die interne Auflösung, mit der der PC rechnet. Je schlechter die gewählte Qualität desto geringer die interne Auflösung und desto mehr FPS bekommt ihr, aber es wird mit sinkender interner Auflösung natürlich auch immer schwieriger für DLSS oder FSR, optisch möglichst fehlerfreie Ergebnisse zu erzielen. Wir haben als Modus für DLSS die Einstellung "Fest" sowie "Ausgeglichen" verwendet. Dies sind unsere Ergebnisse im Vergleich zu den Messwerten ohne DLSS, wobei wir nur hohe und Ultra-Details und diese jeweils ohne aktiviertes Raytracing betrachten - es macht wenig Sinn, für niedrige oder mittlere Details DLSS zu verwenden. Die zweite Grafik zeigt zudem den Leistungsgewinn in Prozent:
Quelle: Ubisoft
Star Wars Outlaws FPS mit und ohne DLSS
Quelle: Ubisoft
Star Wars Outlaws Zuwachs durch DLSS
Dank DLSS werden selbst in 4K bei hohen Details spielbar. Für Ultra-Details sind es 36 FPS, was wegen manchen Phasen mit Werten unter 30 FPS etwas zu wenig ist. Bei WQHD sind es 48 und 56 FPS für die Stufen Ultra und Hoch. Für Full-HD sind 70 FPS bei Ultra möglich. AMDs FSR haben wir übrigens testweise ebenfalls gegengetestet - die FPS-Werte sind so nah beieinander, dass wir auf das separate Aufführen der Ergebnisse verzichten. FSR bringt insgesamt aber ein klein wenig mehr Fehler ins Bild. Bei den Fehlern handelt es sich sowohl bei FSR als auch bei DLSS meist um kleine, unscharfe Stellen im Bild. Mit DLSS oder FSR lassen sich freilich auch die leistungsfressenden Raytracing-Aspekte ein wenig zügeln.
