Galaxy's Edge - Erlebnisbericht
Beim Anspielevent zu Star Wars Jedi: Survivor in Los Angeles gehörte auch ein Besuch im Galaxy's Edge zum Programm. Ein Erlebnisbericht unseres Autors.
Flucht vor Kylo Ren
Als Nächstes auf der Liste stand nun eigentlich Rise of the Resistance, die zweite Fahrattraktion, die bei meinem letzten Besuch vor vier Jahren noch nicht existierte. Als ich jedoch die Disneyland-App zwecks Lightning-Lane-Zugang konsultierte, musste ich mit Schrecken feststellen, dass die Attraktion vorrübergehend geschlossen ist. Im Austausch mit einigen Kollegen anderer Medien, die sich ebenfalls im Park aufhielten, erfuhr ich, dass es wohl eine temporäre Havarie gäbe und das Fahrgeschäft später am Tag wieder zugänglich sein soll. Also blieb mir nichts Anderes übrig, als abzuwarten und Daumen zu drücken.
Zeit also, weiter jede Ecke des Black Spire Outpost zu erkunden. Als Nächstes kam ich dabei in die, ich hätte fast schon gesagt imperiale Ecke, aber Galaxy's Edge ist ja leider vor allem auf der Sequel-Trilogie aufgebaut, also landete ich in der First-Order-Ecke. Hier steht ein TIE Echelon oder Assault Shuttle, an dem gerade eine Aufführung stattfand. Zwei Sturmtruppler standen Wache, davor posaunte ein Offizier seine Propaganda heraus. Dann stiefelte plötzlich Kylo Ren aus dem Schiff und liefert sich mit dem Offizier eine hitzige Argumentation über einen möglichen Spion des Widerstands, Force Choke inklusive. Auf der Suche nach dem Spion zog es Kylo und seine Soldaten schließlich in die Masse der Besucher. Zeit für mich, mich unverdächtig zu verziehen und an der nahegelegenen Bar für Blaue Milch unterzutauchen. So zumindest der Plan, aber auch hier machte mir zu großer Andrang einen Strich durch die Rechnung.
Quelle: PC Games
Kylo Ren und seine First-Order-Goons ziehen eine Show ab.
Etwas mehr Luft zum Atmen hatte ich da schon in einem der zahlreichen Merchandise-Shops, wobei auch hier überall immer jemand gerade dabei zu beobachten war, wie er seine Brieftasche leert, meist zum Wohle der Kinder. Das ist eh so eine Beobachtung, die im gesamten Disneyland, aber auch speziell hier im Galaxy's Edge, hervorsticht. Man bewegt sich hier im Grunde in einem gewaltigen Souvenirladen, mit ein paar angeschlossenen Fahrgeschäften und Fressmöglichkeiten. Darauf solltet ihr euch in jedem Fall einstellen, wenn ihr mit dem Gedanken spielt, einmal hierherzukommen. Dass diese Masche aber auch wunderbar funktioniert und auch ich dem nicht gefeit bin, dazu komme ich gleich noch.
Rise of the Resistance
Zunächst hatte ich aber noch eine Verabredung mit dem Widerstand. Während meines Bummels durch die Geschäfte wurde Rise of the Resistance wiedereröffnet und ich konnte meinen Fastpass buchen. Ich machte mich also in den Außenbereich des Black Spire Outpost auf, wo der Widerstand sein Lager aufgeschlagen hat. Geparkte X- und A-Wings zwischen Felsen und Bäumen weisen auf die versteckte Basis der Rebellen hin. Ich bin zwar erstaunt, wie viele Leute sich die Lightning-Lane-Zugänge leisten, immerhin kosten die Dinger 25 Dollar pro Attraktion, trotzdem komme ich am Eingang von Rise of the Resistance sehr zügig voran. Ehe ich mich versehe, stehe ich wieder in einem Raum mit anderen Mitstreitern und warte auf mein Briefing für die bevorstehende Mission.
Quelle: PC Games
Rey und BB-8 heißen uns im Widerstand willkommen und bereiten uns auf den Transfer zur Basis vor.
Diesmal begrüßt uns BB-8 und kurze Zeit später wird Rey per Hologramm dazu geschaltet. Auch Poe Dameron gibt in der Videoschalte seinen Senf dazu. Wie wir erfahren, sollen wir per Shuttle zu einer Basis des Widerstands verlegt werden. Also raus aus dem Besprechungsraum. Es geht über eine kleine Lichtung, auf der auch Poes X-Wing steht, und unsere Gruppe steigt auf der anderen Seite in das Transportschiff ein. Durch einen Gang kann ich ins Cockpit blicken, wo ein Mon Calamari das Kommando hat. Durch die doch recht kleinen Fenster ist es schwer zu sehen, was draußen passiert, aber dennoch ist es nicht schwer mitzubekommen, dass wir schon bald nach dem Start von der First Order angegriffen werden. Der Transporter wird von einem Sternenzerstörer aufgebracht und erobert.
Als sich die Türen des Schiffs wieder öffnen, befinden wir uns plötzlich im Inneren des Hangars des Sternenzerstörers und vor uns steht eine bedrohliche Kulisse von Sturmtrupplern. First-Order-Offiziere stürmen unser Schiff und geben uns zu verstehen, dass wir nun Gefangene sind. An dieser Stelle war ich ziemlich beeindruckt. Durch die gleiche Tür, durch die ich auf einer Lichtung den Transporter betreten habe, schreite ich nun plötzlich in die kalten Hallen eines Sternenzerstörers. Wenn die Attraktionsbauer von Disney eines verstehen, dann eine wirklich beeindruckende Illusion aufzubauen. Das wird sich auch im weiteren Verlauf dieses Erlebnisses noch einige Male bestätigen.

Aber bei den Hollywood Studios (in denen Galaxy Edge in Orlando liegt) war das Gleichgewicht nicht so gut wie im Magic Kingdom (klassisch Disney). Der wirkte mir von allen Disney-Parks schon am ehesten normal und an ein älteres Publikum gerichtet an.
Sie alle haben meist eine große Schwäche. Überwiegend richten sie sich an Kinder und haben nur wenige Fahrgeschäfte die auch für erwachsene ein Erlebnis sind.
Bei den Parks die ich besucht habe war auch Das Euro Disney bei Paris dabei und Disney World bei Orlando. Und es ist wirklich erstaunlich wie die es bei diesen Parks geschafft haben die Waage so ins Gleichgewicht zu bringen das wirklich für Groß und Klein quasi gleich viel dabei ist. Und oft eben auch so das die Geschäfte und Fahrgeschäfte die sich eher an Erwachsene richten auch genau diesen eindruck hinterlassen und man klar merkt "ne das ist nix für Kinder" Dann gibt es beides eben für Groß UND Klein das sowohl für Kidner als auch ERwachsene gleichermaßen prima funktionieren kann und dann wieder sehr viel das eigentlich nur für Kinder passt... und von all dem derart viel das es UNMÖGLICH ist alles zu sehen an einem Tag, gut liegt auch an den Warteschlangen natürlich.
Aber ich habe abseits der beiden Disney parks nie einen anderen Park erlebt wo dieses Gleichgewicht derart perfekt Angeboten wird. Wirkliche Erwachsenen Unterhaltung wird in den meisten PArks eigentlich nur über heftige Achterbahnen oder so angeboten... die fährt man dann 3-4 mal und das wars. Abseits davon wird meist nichts für das Erwachsene Publikum geboten. Die Balance stimmt da meist nicht. Doch Disney kriegt das in ihren Themenparks wirklich enorm gut hin. Ist wirklich ein irres Erlebnis egal ob als Kind oder als erwachsener.
Rise of the Resistance ist auch ein interessantes Abenteuer, die Ankunft im Shuttle ist wirklich eine äußerst gelungene Illusion. Die Flucht am Ende ist dann aber doch etwas enttäuschend, da das - anders als Smugglers Run - nur noch ein normaler 3D Ritt ist. Da hatte ich nach dem Shuttle und Smugglers Run doch etwas mehr erwartet. Dabei hätte man da genau so gut so leichte Interaktionen mit einbauen können wie bei Smugglers Run.