Empire at War - Forces of Corruption
Neue Welten entdecken
Eine der neuen und zugleich mächtigsten Bodeneinheiten sind berittene Rancors.
Neben einer weiteren Kampagne, einer frischen Spielpartei sowie vielen neuen Einheiten sind auch zwölf Planeten hinzugekommen. Alte Star Wars-Hasen kennen die meisten davon bereits. So gelangen Sie nach Mandalore, der Heimat der berüchtigten mandalorianischen Söldner, aus deren Reihen zum Beispiel Kopfgeldjäger Jango Fett stammt. Auch Honoghr ist dabei, Ursprung der imperialen Noghri-Killerkommandos. Sie dürfen sogar das Trümmerfeld des ersten Todessterns besuchen! Insgesamt umfasst die Empire at War-Galaxis nun 55 Planeten, was den Spielmodus Galaktische Eroberung noch interessanter macht.
Kleine Schwächen
Einzig die Präsentation und die Umsetzung der Gaunergeschichte gefallen uns nicht so recht. Zum einen siezen sich die beiden Obergangster Tyber Zann und Urai Fen ununterbrochen - auch Verbrecher wahren anscheinend Umgangsformen. Zum anderen sind offensichtlich viele Begriffe oder Formulierungen wörtlich aus dem Englischen übersetzt worden, was in der deutschen Fassung sehr merkwürdig klingt. So fordert die oberste Schwester eines Killerordens den Kopf des imperialen Gouverneurs, weil sie "fälschlicherweise inhaftiert wurde".
Dazu kommen einige Unstimmigkeiten in der Handlung. Bestes Beispiel ist Tyber Zanns Ausbruch aus dem Gefängnis. Nachdem ein Maus-Droide seine Zelle betreten und ein Nachrichten-Hologramm von Jabba ausgestrahlt hat, schließt sich die Tür nicht wieder und der Gangster kann einfach hinausspazieren. Dazu verspricht er seinen Mitgefangenen Freiheit und Abtransport vom Planeten, lässt sie dann aber mit Absicht zurück, ohne dass die Ex-Kameraden auch nur leise Kritik äußern. Bei einem Spiel zu Star Wars-Filmen erwarten wir eine besser durchdachte Story. Die optische Qualität der Zwischensequenzen lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Verwöhnt durch Echtzeit-Strategiespiele wie Company of Heroes oder Paraworld, wirken die Star Wars-Szenen überholt.
Zudem ist die Wegfindung der Rancor-Einheiten bescheiden. Die Entwickler haben sich zwar Mühe gegeben, den Giganten eine glaubwürdige Bewegungsroutine zu verpassen - Rancors beschreiben einen Bogen, statt auf der Stelle zu wenden -, dafür bleiben sie oft an Gebäuden, Einheiten oder Geländemerkmalen hängen. Das nervt.
