Ex-Valve-Autor verteidigt Sonys Disc-Ausstieg: "Ihr habt euch für Digital entschieden"

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Ex-Valve-Autor verteidigt Sonys Disc-Ausstieg: "Ihr habt euch für Digital entschieden"
Quelle: Erstellt mit der Hilfe von ChatGPT

Die Proteste gegen das geplante Ende von physischen Discs bei Playstation sind groß. Dabei ist das Problem laut des ehemaligen Valve-Autoren Chet Faliszek selbst verschuldet. Die digitale Bequemlichkeit der Kunden habe dazu geführt.

Vor drei Wochen hat Sony offiziell bekannt gegeben, dass ab 2028 keine physischen Discs für Playstation-Spiele mehr produziert werden. Der Vertrieb neuer Titel erfolgt ab dann ausschließlich auf dem digitalen Weg. Seitdem geht ein Riss durch die Spielerschaft zwischen den Gegnern dieser Entwicklung und jenen, denen es egal ist. Wobei sich die Kritiker deutlich lauter Gehör verschaffen. Sony und Playstation können seitdem keinen Trailer veröffentlichen oder auf Social Media posten, ohne dass die Kommentare von Protesten gegen das Ende der Spieledisc überflutet werden.

Erst vor wenigen Tagen präsentierte der Publisher den kommenden Blockbuster Marvel's Wolverine in einem neuen Trailer. Doch statt über das Spiel zu sprechen, dreht es sich in den inzwischen über 12.000 Kommentaren unter dem Video fast ausschließlich um das Thema physische Spiele. Dabei ist die Entscheidung zum Ende des Datenträgers vermutlich nicht mehr wirklich rückgängig zu machen.

Sony steuert mit großen Schritten auf die nächste Konsolengeneration zu und es ist stark anzunehmen, dass die PS6 gar kein Laufwerk mehr haben wird. In die hitzige Debatte hat sich kürzlich auch Chet Faliszek eingeschaltet, der viele Jahre bei Valve als Autor gearbeitet und dort an Half-Life, Portal und Left 4 Dead mitgeschrieben hat. Faliszek stellt sich allerdings der Protestbewegung entgegen und sieht die Schuld für die Entwicklung bei den Spielern selbst.

Ihr habt euch dieses Bett gemacht, also legt euch auch rein

In einem knapp achtminütigen Video auf Youtube erklärt der Autor, warum Sonys Abkehr von der Disc ausschließlich eine Folge des Verhaltens der Kunden ist. "Ihr, die Kunden, habt eine Entscheidung getroffen und eure Entscheidung ist für Digital", sagt Faliszek bereits in der Einleitung seiner Botschaft. Er führt weiter aus, dass heute, jetzt in diesem Moment, die Spiele physisch erhältlich sind, und trotzdem kauft sie kaum jemand als Retail. Er unterlegt diese Aussagen auch mit aktuellen Unternehmenszahlen.

So macht Gamestop, eine Handelskette für physische Videospiele, nur 18 Prozent seines Umsatzes mit dem Verkauf von Spielen. Ein noch deutlicheres Bild zeichnet der letzte Quartalsbericht von Sony. Demnach wurden im vierten Quartal des Finanzjahres 2025 ganze 85 Prozent aller Softwarekäufe auf Playstation digital vorgenommen. Bei diesem Wert geht es auch ausdrücklich nicht um DLCs oder ähnliche Dinge, sondern explizit ausschließlich um Vollversionsverkäufe.

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Als weiteres Argument führt Chat Faliszek auch den Gamepass an, der natürlich ebenfalls digital only ist. Schon bei der Einführung dessen hätte es wesentlich mehr Widerstand geben müssen, wenn der Kunde es mit Retail ernst gemeint hätte. Stattdessen hätten die Spieler aber über Jahre den großen Publishern ein einziges Signal gesendet: "Hört auf mit Retail." Er fügt hinzu: "Ihr als Konsumenten habt den einfachsten Weg gewählt, eure Spiele zu kaufen. So habe ich es auch gemacht. Es ist super einfach und bequem. Entsprechend ändern diese Unternehmen, wie sie sich verhalten."

Er ist sich auch bewusst, dass mit der rein digitalen Zukunft gewisse Probleme verbunden sind, wenn es um Kundenrechte und Ähnliches geht. Das würde aber nichts daran ändern, dass letztlich der Kunde mit seinem bequemlichen Kaufverhalten die Entwicklung befeuert hat. Faliszek sieht sich daher selbst auch als Teil des Problems und das treffe dann eben auch auf die meisten der Spieler zu.

Wie seht ihr die Rolle des Spielers als Kunden bei der Entwicklung zu Digital Only? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet . Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken , die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube , Instagram und Tiktok .

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Blesc
        Digital ist das Beste was es gibt. Aber nur bei GOG.
        Das Problem da ist, dass der Patchsupport teilweise ein wenig hinterher hinkt.

        Ich finde Digital nicht per se schlecht.
        Grade Speicherstände in der Cloud lernt man erst zu schätzen, wenn man mal den PC neu aufsetzt, bzw ganz neu keuft (zZ nur für Gutverdiener möglich :P )

        Es ist einfach schade, dass dem Kunden Möglichkeiten verweigert werden.
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Blesc
        Digital ist das Beste was es gibt. Aber nur bei GOG.
        Das Problem da ist, dass der Patchsupport teilweise ein wenig hinterher hinkt.

        Ich finde Digital nicht per se schlecht.
        Grade Speicherstände in der Cloud lernt man erst zu schätzen, wenn man mal den PC neu aufsetzt, bzw ganz neu keuft (zZ nur für Gutverdiener möglich :P )

        Es ist einfach schade, dass dem Kunden Möglichkeiten verweigert werden.
      • Von Blesc Anwärter/in
        Digital ist das Beste was es gibt. Aber nur bei GOG.
      • Von McDrake Mitglied
        Ist ja rechnerisch logisch, nur auf Digital zu setzen.
        Der stationäre Zwischenhandel hat ja nur Margen aufgefressen.
        Ich nehme an, dass bei einer Aktivierung eines Keys bei STEAM, Valve auch was bekommt, weil sie eigentlich den ganzen Patchsupport liefern/aufspielen.
        Der stationäre Handel krallte sich auch 30%...

        Der war den Publishern immer zu teuer. Zumal man da auch mit Retourenrecht verhandelt hat.
        Was zwangsläufig zu administrativem und sonstigem Aufwand führte (Menschen mussten "anpacken").
        Meist war es den Publishern lieber, wenn man die Preise reduzierte anstatt die Ware zurückzunehmen. Daraus entstanden dann auch Aktionen.
        Das müssen Publisher so nicht mehr machen.
      • Von Orkhammer Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Daniel Link
        Wirkt auf mich so, als hätte es Sony aber auch maximal nervig gestaltet, physische Spiele zu kaufen, etwa durch die teurere Disc-Edition oder das separate Laufwerk, das preislich schon auch recht happig ist.
        Inwieweit sind Disc-Versionen von Spielen teurer? Oder was genau ist eigentlich mit Disc-Editionen gemeint?
        Das lief preislich zumindest zu Release immer parallel.
        Bei zahlreiche Online Händlern war es ganz im Gegenteil fast immer so, dass die physischen Varianten zu Release 10 Euro günster waren als im Store.
        Ist immer noch so.
        Letzte Woche habe ich Black Flag Resynced physisch mit Dreingaben (Artbook, Karte) und Disc mit dem ganzen Spiel drauf für den gleichen Preis bekommen, wie die rein digitale Variante im Store kostet.
        Also, inwieweit wurde das vervig gestaltet? Das sah ich bisher nicht.
        Das separate Laufwerk, ja, das ist so eine Sache. Ich hab mir eins für die Pro geholt, aber der Trend hin zu überwiegend digitalen Käufen begann lange davor, schon zu Mitte der PS4 Zeit kauften mehr Leute digital als physisch, völlig ohne Zwang oder Laufwerksentzug oder sonstwas.

        Zitat von Daniel Link
        Da von bequemen Kaufverhalten zu sprechen, ist ja fast schon frech.
        Finde ich nicht. Natürlich ist das bequem.
        Es gibt genug Foreneinträge von Usern überall, die sehen es schon als nervig an, wenn sie mal aufstehen und die Disk wechseln müssten.

        Zitat von Daniel Link
        Wirkt eher wie eine großangelegte Aktion, physische Medien so unattraktiv wie möglich zu gestalten, um sich im Nachhinein dann hinzustellen und zu sagen: "Ja seht ihr, die Leute wollen einfach digitale Spiele haben!"
        Ich sehe es eher als Reaktion auf das sich in der Mehrzahl geänderte Kaufverhalten.
        Ich kaufe auch lieber physisch, wenn ich Wahl habe und du, wie ich herauslese, definitiv.
        Doch lassen wir mal die Kirche im Dorf…wir sind schon lange nicht mehr die übergroße Mehrheit, die digital konsumiert.
        Und ich kann das sogar verstehen. Inzwischen ist fast schon die 2. Generation herangewachsen, die digital aufwachsen ist. Die kennen, wollen und können es teilweise auch nicht mehr anders.
        Die haben kein Bargeld mehr, gezahlt wird mit Handy, die kaufen ihre Kinokarten digital und halten dann den QR Code hin, die sind mit digitalen Stores wie Amazon aufgewachsen, die schließen ihre Handyverträge und Versicherungen online ab, die buchen ihre Reisen bei Check24 und gehen nicht mehr ins Reisebüro, machen ihre Steuererklärung digital und das ganze Banking sowieso, die daten sich online und lernen sich onlien kennen und machen noch tausend andere Sachen digital.
        Wie naiv ist es dann eigentlich zu glauben, dass die irgendein Problem darin sehen, ihre Spiele auch digital zu erwerben?
        Sie tun es doch schon längst.
        Wir gehören einer aussterbenden Art an, das ist leider so. Mach mit oder lass es bleiben. Für uns interessiert sich der Markt nicht mehr.
      • Von Daniel Link Redakteur
        Wirkt auf mich so, als hätte es Sony aber auch maximal nervig gestaltet, physische Spiele zu kaufen, etwa durch die teurere Disc-Edition oder das separate Laufwerk, das preislich schon auch recht happig ist.

        Gamepass als Argument auch ein wenig schwach, meiner Auffassung nach. Offensichtlich hole ich mir ein Abo für 15 Euro im Monat oder wie viel es damals gekostet hat, statt mir jedes Spiel für 60, 70 Euro physisch zu holen, um es mir ins Regal zu stellen, auch wenn ich physische Dinge präferiere – das passiert dann halt nur noch für ausgewählte Spiele, bei denen der physischen Edition vielleicht auch was beiliegt. Da von bequemen Kaufverhalten zu sprechen, ist ja fast schon frech.

        Die physischen Editionen sind mittlerweile ohnehin ja nur Plastikhüllen mit ’ner CD, die coolen Anleitungen oder so etwas gibt’s ja auch schon lange nicht mehr.

        Wirkt eher wie eine großangelegte Aktion, physische Medien so unattraktiv wie möglich zu gestalten, um sich im Nachhinein dann hinzustellen und zu sagen: "Ja seht ihr, die Leute wollen einfach digitale Spiele haben!"

        Herr Chet Faliszek ignoriert entweder völlig, dass sich materielle Begebenheiten offensichtlich auf das Kaufverhalten auswirken, oder er versucht hier kostenlose PR für Sony zu machen – beides schon recht ungeil, meiner Meinung nach.
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